In Dresden kommt nix an

Gegen den Tag der deutschen Patrioten und für eine offenherzige Flüchtlingspolitik waren letztes Wochenende in Hamburg etwa 22000 Menschen auf den Straßen. Gleichzeitig gab es Großdemonstrationen mit zehntausenden von Menschen in Kopenhagen, London und anderen Orten.

Völlig unberührt von den Protesten gegen eine inhumane Flüchtlingspolitik in Europa und fernab jeglichen Verstandes, der die Flucht von zur Zeit 50 Millionen Menschen aufgrund von Kriegen ignoriert, gingen in Dresden am vergangenen Montag ungeniert 5000 Menschen zu PEGIDA auf die Straße.

Trotz der breiten Bereitschaft in der Bevölkerung, sich zur Vielfalt zu bekennen, sich zu engagieren und deutlich zu machen, nichts gegen Flüchtlinge und damit Ausländer zu haben, bleibt es in Dresden dabei, dagegen dafür zu sein. Pegida erfährt sogar trotzigen Zulauf.

Na ja, was bleibt denen schon – außer ihr Dresdener Neofaschismus, die haben ja sonst nix Nennenswertes. Die Stadt bietet allerlei architektonisches Theater in Form von im Krieg zerstörter Gebäude, in Fassaden als Imitationen nachgebaut, kulturhistorisch so wertvoll wie ein gefälschter Picasso. Vielleicht sind die Dresdener deswegen immer schon vollkommen beschissen. Deshalb stellen sie sich mit ihren kruden Gedanken auch gern zur Frauenkirche, von der sie zwar auch nix haben, außer dass die extrem teuer war, wodurch die Leute sich vielleicht wertvoll finden. Vielleicht denken die Leute auch bloß, die Kirche wäre was Besonderes, weil die dauernd von Ausländern fotografiert wird. Dass die Dresdener das gestatten, ist ja fast schon tolerant!

Die Erfahrung lehrt leider, dass gegen die Sturheit rechtsradikalen Gedankenguts auch schlüssigste Argumente nicht ankommen. Dämlichkeit ist nämlich extrem facettenreich, sie tut sich schwer damit, das Thema zu halten, in ihr wird alles durcheinander gebracht und am liebsten gar nichts verstanden. Deswegen zu resignieren und das Maul zu halten, hätte aber auch keinen Sinn. Vom Grundrecht auf Blödheit wird in Deutschland in letzter Zeit viel zu selbstverständlich Gebrauch gemacht. Ich bin deshalb für die Abschaffung des Grundrechts auf Blödheit.

Diese Forderung unterstreiche ich mit einer kleinen Überforderung …

+++ Dresden +++ Seite aus dem "Buch der Konturen". Zur Zeit sind die letzten epileptischen Stegreifwahrheiten in Arbeit ...

+++ Dresden +++
Aus dem „Buch der Konturen“

(Zur Zeit sind die letzten investigatIVEN Stegreifwahrheiten in Arbeit …)

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