Zucker!

Die Lebensmittelindustrie schafft es immer wieder, uns Konsumenten völlig unsinnige „Bedürfnisse“ einzulabeln. Wenn man sich die Angebote der mit mehr oder weniger besonderen Eigenschaften versehenen Produkte in den Supermärkten und Discountern anguckt, könnte man zu dem Schluss gelangen, mittlerweile litten fast alle Menschen an ganz schlimmen Unverträglichkeiten und sollten mit einem Stapel Arztrezepte losziehen, um sich etwas zu Essen zu kaufen.

Die Industrie ist pfiffig genug, von der Tatsache einer medizinisch begründeten Ernährungsweise, die im Verzicht bestimmter Zutaten besteht, abzulenken, indem sie besondere Eigenschaften ihrer Produkte herausstellt, als handele es sich um einen Mehrwert, welcher den Konsumenten zuliebe erfunden wurde, quasi als selbstloses Extra.

Wenn aber z. B. ein ohnehin glutenfreies Produkt mit glutenfrei gelabelt wird, liegt die Leistung des Produzenten allein im Aufkleber.

Die Verwirrung der Konsumenten allerdings gelingt:

Plötzlich ernähren sich Menschen laktosefrei oder ohne Weizenprodukte oder ohne was auch immer – in der irrigen Annahme, das wäre besonders gesund, in jedem Fall aber das Gegenteil von schlecht. Passt vielleicht zum Sport, zu dem letzte Woche schon wieder die Zeit gefehlt hat.

Grundsätzlich macht es aber gar keinen Sinn, auf Inhaltsstoffe zu verzichten, die man verträgt. Das wäre in etwa so, als wollte man ganz bestimmte Obst- und Gemüsesorten verteufeln, weil andere  wesentlich mehr Vitamin-C enthalten, Kalzium oder sonstwas, sodass erstere fast schon giftig wirken!

Immerhin, nicht jeder Anbieter springt auf  jedes Zugpferd auf.

Da helfe ich gerne aus:

Zucker-01
Iven Einszehn: „Zucker“

 

 

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2 Gedanken zu “Zucker!

  1. am wochenende gerade an der Safttheke erleben dürfen :

    der quasi frischgepreste O saft mit hinweisschildchen grün auf geld gleich neben dem Preis: vegan

    hohoho

    ________________________________

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    1. Fehlen bloß noch vegane Blumenläden …

      … in Hamburg haben wir übrigens ernsthaft einen schwulen Glaser – wann kommt der vegane Fliesenleger?

      Apropos Saft.
      Im Multivitamsaft sind von A bis Z Vitamine zugesetzt. Da frag ich mich immer, wozu überhaupt die ganzen Früchte verschwendet werden. Für die unterstellten Eigenschaften sind sie offensichtlich gar nicht nötig.

      Und noch besser:
      Der Saft soll innerhalb von drei Tagen aufgebraucht werden.
      Ein Glas 0,2 deckt aber den Tagesbedarf aller enthaltener Vitamine. Macht mans „richtig“, schmeißt man also regelmäßig fast die Hälfte weg. Es lebe der Schwachsinn …

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