Ein Fall von Anständigkeit: La Grande Plakastrophe

Fälle von Anständigkeit findet man bei Hamburger Unternehmen in diesen turbulenten Tagen um G20 nur selten. Zu groß scheint die Angst vor Gesichtsverlust zu sein, zu groß die Angst, in einem Atemzug mit Vorkommnissen genannt zu werden, die zwar (noch) gar nicht eingetreten sind, von denen Boulevardpresse und Polizei in hellseherischer Fähigkeit aber bereits seit Wochen berichten. Und es gar nicht abwarten können, dass es ordentlich knallt. Denn diese Gipfel sind eine immer wiederkehrende Zumutung, an denen sich die Ohnmacht der Bevölkerung in regelrechten Straßenschlachten Bahn bricht.

Zu groß scheint die Angst zu sein, Geschäftspartner zu verprellen, sich gar Auslandsgeschäfte zu versauen: Das ist nichts anderes als der Kapitalismus von einer seiner unzähligen hässlichen Seiten.

Kaum eine Firma, kaum ein Unternehmen in Hamburg positioniert sich klar gegen G20, für eine bessere Welt, in der alle Völker und Staaten und somit alle Menschen gleichberechtigt behandelt werden — oder die Kleingehaltenen, die Ausgebeuteten, die von Hunger, Krieg, mangelnder Gesundheitsversorgung, Bildungsmangel oder sonstigem Leid Betroffenen sogar etwas besser. Allein dieser einfache humanistische Ansatz scheint vielen schon viel zu links zu sein …

Ein Ausnahmefall von ausgesprochener Anständigkeit ist die giraffentoast gmbh. giraffentoast hat unter dem wunderbaren Titel LA GRANDE PLAKASTROPHE einen Wettbewerb ausgeschrieben, um Hamburg zum Gipfelwochenende mit Protestplakaten vollzuballern.

Ausstellung La grande Plakastrope

Die 20 Gewinnermotive werden seit Tagen fleißig im Schanzenviertel und auf St. Pauli verklebt. Vielleicht ist euch das eine oder andere Plakat bereits über den Weg gelaufen (siehe Bildstrecke: Hamburger Aufstand 2017: G20 in Plakaten und Protesten). Nicht immer sind die Motive auf ersten Blick zu entschlüsseln — aber ohne Verstand lässt sich die Welt eben auch nicht verbessern.

Heute gibts zur LA GRANDE PLAKASTROPE in den Räumen von giraffentoast ab 18:00 die Ausstellung aller rund 100 eingereichter Plakatvorschläge. Der Termin kollidiert zwar unglücklich mit der Großdemo G20TOHELL, aber vielleicht gönnt sich oder braucht jemand eine kleine Auszeit und nutzt die Gelegenheit bei einem kalten Getränk die Ausstellung zu besuchen.

Ich möchte anregen, die Ausstellung anschließend an das Archiv der Sozialen Bewegungen (ASB) in der Roten Flora zu übergeben. Dort ist sie als Zeitzeugnis für die Ewigkeit bestens aufgehoben.

Plakastrophe-William-Takashi-Ahrend
Plakastrophe-Sam-Janzen
Plakastrophe-Phillip-Jones
Plakastrophe-Paula-Partzsch
Plakastrophe-Holger-Markewitz-Peters
Ausstellung
La grande Plakastrophe
06. Juli | 18:00 — 23:00
Uhrgiraffentoast gmbh|Kleiner Schäferkamp 28|Schanzenviertel
giraffentoast
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Archiv der Sozialen Bewegungen
G20: Unhappy meeting
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(Urheber) Rechtliches

Aus gegebenem Anlass:
Ich bin alleiniger Urheber der Idee / des Konzepts KUNSTANSTALT.
Zwar habe ich anfänglich die KUNSTANSTALT als Gemeinschaftsprojekt mit TheStupidAlex (TSA) dargestellt, womit ich TSA in protegierenderweise in der öffentlichen Darstellung einen gleichwertigen Anteil eingeräumt habe, und ich habe TSA sogar gestattet, mein Konzept KUNSTANSTALT in der Zwischenprüfung zu benutzen.
Das hebt weder das begangene Plagiat noch meine Rechtsansprüche auf. Ich bleibe Urheber der Idee und des Konzepts KUNSTANSTALT. TheStupidAlex hatte niemals einen Funken Anteil daran, er war lediglich temporärer Nutznießer meiner Schöpfung.
Mittlerweile habe ich die Zusammenarbeit mit TSA aufgekündigt.
TheStupidAlex hat nicht das Recht, mein Konzept KUNSTANSTALT zu verwenden.
Was TheStupidAlex neuerdings als KUNSTANSTALT KASSEL präsentiert, ist ein Plagiat.
Iven Einszehn: „Dummheit kennt keine Zweifel“
Triptychon
Stickerei auf Fundholz / lasiert
TSA mag sich für ganz besonders pfiffig halten, indem er mein Konzept umformuliert, leicht modifiziert oder banal mit anderen Worten darstellt. Es ist aber völlig unerheblich, wenn etwa das Wort Discountkunst durch Low-Budget-Kunst ersetzt wird. Der geistige Diebstahl meines Konzepts bleibt, denn ein Konzept beruht auf seinem Inhalt.
Und der Inhalt meines Konzepts besteht in der Verbindung des Begriffs KUNSTANSTALT mit Kunst zu Billigpreisen.
Iven Einszehn: „Dummheit kennt keine Zweifel“
Triptychon
Stickerei auf Fundholz / lasiert
Es wird immer Menschen geben, die es dringend nötig haben, sich dummdreist an den Ideen anderer zu bedienen, weil sie nicht imstande sind, eigene schlüssige Konzepte zu entwickeln. Allein das ist ein ausgesprochen peinliches Armutszeugnis, das viel über die geistige Kompetenz aussagt.
Noch peinlicher ist allerdings, dass TheStupidAlex mein Konzept in seiner vollkommenen Einfachheit gar nicht verstanden hat, denn anders ist nicht zu erklären, wie er dazu kommt, die KUNSTANSTALT als Plattform für Künstler, die sonst keine haben, anzubieten.
Das ist an Dummheit kaum zu übertreffen – wie sich mit sehr wenig Verstand ganz leicht ergründen lässt:
Welchen Sinn sollte es eigentlich haben, Kunst von Künstlern, die sonst keine Plattform haben, ausgerechnet billiger anzubieten! Billiger, als was?! Als das, was es von denen auch sonst nirgendwo gibt?!
Immerhin steckt in dieser Idiotie der Ansatz einer eigenen Idee: Also TheStupidAlex, mach doch was ganz Eigenes draus, die ganze eigene Idiotenplattform! Aber Entschuldigung, auch hierin steckt ja wieder eine Idee von mir – denn dir selbst wäre diese Möglichkeit gar nicht in den Sinn gekommen …
Iven Einszehn: „Dummheit kennt keine Zweifel“
Triptychon
Stickerei auf Fundholz / lasiert

KUNST MIT KNALL bei Freiheit + Roosen

Die Objektreihe KUNST MIT KNALL aus der Kunstanstalt Hamburg ist ab sofort im Platten- und Technikladen Freiheit + Roosen in Hamburg St. Pauli erhältlich.

Kunst_mit_Knall_Haufen-web Das passt ganz gut, denn in Ralphs Plattenladen siehts teilweise ohnehin aus, als hätt ne Bombe eingeschlagen. Neben Tonnen von Schallplatten (Vinyl!) und gebrauchten Musikanlagen türmen sich Trödel, Krempel und Nippes, der sich in manchen Ecken hartnäckig weigert, aufgeräumt zu werden. Für die Einen ein Fall für den Trödeltrupp, für alle Anderen der besondere Charme dieses Musik- und Krempel-Geschäftes, das in seiner Art ein bißchen wie aus der Zeit heraus gefallen zu sein scheint 🙂

Stück für Stück ein Unikat

Freiheit + Roosen Kleine Freiheit / Ecke Paul-Roosen-Straße

Hamburg St. Pauli

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Kunstanstalt Hamburg / Kassel
Editionen der Kunstanstalt Hamburg / Kassel
Das Discountprinzip
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