Warnung für Hamburg!

Endlich mal ein Tipp zum Zuhausebleiben, denn die Katastrophe naht. Sie heißt Michael Batz und nennt sich Hamburg Blue Blöd Port. Vom 06. bis zum 15. September ist es wieder so weit.

Um sich eine Sache wie Hamburg Blöd Port auszudenken, braucht man statt Gehirn Sauerkraut oder Klopapier. Jedenfalls nichts, mit dem einem besonders viel oder was Besonderes, gar was Herausragendes, einfällt. Für Hamburg Blöd Port werden nämlich ganz ganz viele blaue Lampen blöd im Hafen aufgehängt, so dass ganz ganz viele Kräne und Gebäude in blöd getaucht werden. Touristen, besonders ganz Blöde unter denen, finden das ganz ganz toll. Blau müssen die dafür nicht erst sein. Die gehen auch ins Musical und denken anschließend, sie wären in Hamburg im Theater gewesen.

Vor einigen Jahren wurde aus der Hafenstraße der Schwachsinn vortrefflich kommentiert mit einem fetten FUCK U! Diese Desavouierung der Kunstinstallation als reine Deppenveranstaltung ging für seinen geistigenlosen Urheber Batz aber erst richtig nach hinten los, als Hamburg.de einen Wettbewerb um das schönste Foto von Hamburg Blöd Port veranstaltete. Gewonnen hatte nämlich die treffsichere Pöbelei gegen Batz!

FUCK YOU Hamburg Blöd Port
snapshot Hamburger Morgenpost, 2008.2012
FUCK YOU / Hamburg Blöd Port
( snapshot mopo.de, 20.08.2012)

Man müsste diesen einfallslosen Quatsch vielleicht gar nicht Scheiße finden, sondern bloß zum Gähnen, oberflächlich und dumm, diente er allein künstlerischem Selbstzweck und eitler Selbstinszenierung. Schlechte Kunst hat ja durchaus auch den Charakter von Ergotherapie, Penisvergrößerung oder hält einen Menschen von weit Schlimmerem ab. Da ich Batz allerdings keinen Massenmord zutraue, sehe ich für Hamburg in den kommenden Jahren schwarz. Lokolorit wie den wird man nie wieder los.

Hamburg Blöd Port ist allerdings Teil der Hamburg Cruise Days und die sind nichts Geringeres als eine Propagandaveranstaltung der Kreuzfahrtindustrie. Geballt auf wenige Tage schippert gleich ein ganzer Haufen Kreuzfahrtschiffe ins Herz der Stadt, verpestet die Luft und kotzt zig Tausende Touristen in die Stadt, die blau den Blöd Port beglotzen, inszeniert allein ihretwillen. So dämlich kann da echt keiner mehr sein, Hamburg Blöd Port nicht als rein kapitalistische Veranstaltung zu entlarven!

Die Hamburger Boulevardpresse hat das bis heute nicht so richtig gecheckt und stilisert Batz zum Lichtkünstler hoch. Dabei hat der bloß einen an der Lampe. Und ich gebe es ja zu: Man muss gar nicht soweit gehen, der Sache jeglichen Kunstcharakter abzusprechen. Hamburg Blöd Port hat nämlich ganz entschieden das Niveau redunanter Kleinstadtkunst. In Celle wird man für sowas fürs Bundestverdienstkreuz vorgeschlagen.

FUCK U!

OZ hat längst einen würdigen Nachfolger

Oz ist nicht tot habe ich im Nachruf behauptet, als Walter Josef Fischer, seinerzeit bekanntester und fleißigster Sprayer Hamburgs, im September 2014 auf einer Gleisanlage zwischen HH Hauptbahnhof und Berliner Tor den Tod fand.

Soll übrigens n Unfall gewesen sein. Obwohl Sicherheitsdienste von Bahn und Hochbahn [die in der Regel eine aufwändige Ausbildung von teilweise bis zu fünf Tagen erfahren] und mancher Polizist sogar in seiner Freizeit OZ regelrecht gejagt haben. Mir soll niemand weismachen, OZ habe eine heranfahrende S-Bahn nicht bemerkt — denn Bahnanlagen waren praktisch seine zweite Heimat …

Nächsten Monat ist das 5 Jahre her. Ich habe mich wohl geirrt, als ich dachte, OZ wäre so tief im [öffentlichen] Gedächtnis Hamburgs verankert, dass er nicht in Vergessenheit geraten könnte.

Wenn ich Freunden mit nem fetten Stift OZ aufs Display ihrer Smartphones male, weiß keiner (mehr), was das soll. Niemand erkennt den tag und erinnert sich an OZ, bemerkt die Würdigung eines Freigeistes, erkennt gar das kleine Geschenk, indem ich jemanden für OZ-würdig halte. Alle sehen bloß ne hässliche Kritzelei auf ihrem erweiterten kleinen E-Ego, an dem sie permanent wischen und streicheln und herumfummeln, als wär das ein externes Sexualorgan.

Allerdings hat OZ längst einen würdigen Nachfolger gefunden. Da bemalt jemand seit einigen Jahren mit ähnlich herausragendem Fleiß und konsequenter Hartnäckigkeit die grauen Kästen und Mülleimer, die Laternenpfähle und Betonödnisse unserer Stadt und verbreitet Fröhlichkeit an jeder Ecke.

Ich habe diesen Künstler als „Neo-OZ“ in meiner Streetart-Sammlung abgelegt. Seine Bildsprache ist der von OZ gar nicht unähnlich. Strenggenommen hat „Neo-OZ“ die Grundidee des Smileys erweitert, indem er ihnen durch einen einfachen Strich eine Schädeldecke aufsetzt. Zwar sind es nicht bloß Smileys, die „Neo-OZ“ malt, es sind Gesichter, vielfältig und individuell, Ausdrücke und Eindrücke lassen sich erkennen oder hineindeuten. Aber es ist eine Form von Schnellmalerei, wie auch Oz sie pflegte, minimalistisch, reduziert, fast piktogrammartig.

Vor allem aber: Die munteren, witzigen, teils aberwitzigen Gesichter von „Neo-OZ“ lassen sich sehr elegant, aufs Einfachste und Schnellste zu Menschenmassen arrangieren. Großes Kompliment für diesen simplen, aber einfach gelungenen, grafischen Einfall.

Hier wurdest Du wohl gestört. Machst Du das noch fertig …?

Mach weiter, Junge!

Es lebe der Sprühling!

OZ ist nicht tot!

Frisch zerstört

Manche Streetart entsteht so gut versteckt, dass kaum ein Mensch sie je zu Gesicht bekommt. Die wenigen Malereien in den Industriehallen am Billbrookdeich etwa. Das ehemalige Walzwerk gammelte dort ordentlich vor sich hin, bis es vor wenigen Tagen über den Denkmalschutz hinweg abgerissen werden durfte.

So läuft das in Hamburg ja häufig: Geschichts- und Kulturinteressen werden wirtschaftlichen Interessen geopfert. Indem nicht in die Erhaltung investiert wird, werden Tatsachen geschaffen, basta. Schuldfragen werden nicht geklärt. Der Kapitalismus siegt und zeigt mit dem Abrissbagger, was er drauf hat …

 

Zerstört:

Werke von TOKAE

 

Unfreiwilliges Beispiel herausragender KlempnerKUNST …

 

Die Zeit schafft immer wieder herausragende Morphologien, die man als Kunstwerke bloß entdecken muss …

 

TOKAE
Mopo: Altes Walzwerk abgerissen

 

Tipp: Kunstgucken MS Artville 2017

Jedes Jahr einen Besuch wert: Das Kunstgelände zum Dockville-Festival in Wilhelmsburg. Kommenden Sonntag (und zum Burgfest am darauf folgenden Samstag) lädt MS Artville zum letzten Mal in diesem Jahr zum kostenlosen Kunstgucken ein. Als Empfehlung, selbst durch die Botanik zu stapfen und die teilweise im Gestrüpp versteckten Werke zu entdecken:


Darko Caramello


 







 

 

MS Artville
Reiherstieg-Hauptdeich | HH-Wilhelmsburg
bis 12. August

 

Kunstgucken
Sonntag | 06. 08. | ab 14:00 | Eintritt frei

 

Burgfest
Samstag | 12.08. | ab 13:00 | Entritt frei
(mit Flohmarkt, Kunst-und Designmarkt, Plattenverkostung,
Workshops, Spielen für Kinder, openair etc.)

Ein Fall von Anständigkeit: La Grande Plakastrophe

Fälle von Anständigkeit findet man bei Hamburger Unternehmen in diesen turbulenten Tagen um G20 nur selten. Zu groß scheint die Angst vor Gesichtsverlust zu sein, zu groß die Angst, in einem Atemzug mit Vorkommnissen genannt zu werden, die zwar (noch) gar nicht eingetreten sind, von denen Boulevardpresse und Polizei in hellseherischer Fähigkeit aber bereits seit Wochen berichten. Und es gar nicht abwarten können, dass es ordentlich knallt. Denn diese Gipfel sind eine immer wiederkehrende Zumutung, an denen sich die Ohnmacht der Bevölkerung in regelrechten Straßenschlachten Bahn bricht.

Zu groß scheint die Angst zu sein, Geschäftspartner zu verprellen, sich gar Auslandsgeschäfte zu versauen: Das ist nichts anderes als der Kapitalismus von einer seiner unzähligen hässlichen Seiten.

Kaum eine Firma, kaum ein Unternehmen in Hamburg positioniert sich klar gegen G20, für eine bessere Welt, in der alle Völker und Staaten und somit alle Menschen gleichberechtigt behandelt werden — oder die Kleingehaltenen, die Ausgebeuteten, die von Hunger, Krieg, mangelnder Gesundheitsversorgung, Bildungsmangel oder sonstigem Leid Betroffenen sogar etwas besser. Allein dieser einfache humanistische Ansatz scheint vielen schon viel zu links zu sein …

Ein Ausnahmefall von ausgesprochener Anständigkeit ist die giraffentoast gmbh. giraffentoast hat unter dem wunderbaren Titel LA GRANDE PLAKASTROPHE einen Wettbewerb ausgeschrieben, um Hamburg zum Gipfelwochenende mit Protestplakaten vollzuballern.

Ausstellung La grande Plakastrope

Die 20 Gewinnermotive werden seit Tagen fleißig im Schanzenviertel und auf St. Pauli verklebt. Vielleicht ist euch das eine oder andere Plakat bereits über den Weg gelaufen (siehe Bildstrecke: Hamburger Aufstand 2017: G20 in Plakaten und Protesten). Nicht immer sind die Motive auf ersten Blick zu entschlüsseln — aber ohne Verstand lässt sich die Welt eben auch nicht verbessern.

Heute gibts zur LA GRANDE PLAKASTROPE in den Räumen von giraffentoast ab 18:00 die Ausstellung aller rund 100 eingereichter Plakatvorschläge. Der Termin kollidiert zwar unglücklich mit der Großdemo G20TOHELL, aber vielleicht gönnt sich oder braucht jemand eine kleine Auszeit und nutzt die Gelegenheit bei einem kalten Getränk die Ausstellung zu besuchen.

Ich möchte anregen, die Ausstellung anschließend an das Archiv der Sozialen Bewegungen (ASB) in der Roten Flora zu übergeben. Dort ist sie als Zeitzeugnis für die Ewigkeit bestens aufgehoben.

Plakastrophe-William-Takashi-Ahrend

Plakastrophe-Sam-Janzen

Plakastrophe-Phillip-Jones

Plakastrophe-Paula-Partzsch

Plakastrophe-Holger-Markewitz-Peters

Ausstellung
La grande Plakastrophe
06. Juli | 18:00 — 23:00
Uhrgiraffentoast gmbh|Kleiner Schäferkamp 28|Schanzenviertel
giraffentoast
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Archiv der Sozialen Bewegungen
G20: Unhappy meeting

Hamburger Aufstand 2017: G20 in Plakaten und Protesten

New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie

In Harbug gammelt die ehemalige New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie seit Jahren als Industriebrache vor sich hin. Die Fassade steht unter Denkmalschutz, ein Investor möchte dort seit Jahren einen sog. Wohn- und Gewerbepark errichten: Die Aufwertung Harburgs ist spätestens seit der Internationalen Bauausstellung in vollem Gange, manche Ecke sieht hier mittlerweile aus, wie n schlechter Abklatsch der Hafencity …

„Bis heute ist daraus nichts geworden, weil das denkmalgeschützte Gemäuer der alten Fabrik mit krebserregenden Nitrosaminen aus der früheren Gummiproduktion belastet ist, die selbst in größerem Umkreis noch in der Luft nachgewiesen werden können.“ (Hamburger Abendblatt)

Der Investor wünscht deshalb den kompletten Abriss. So tut sich baulich nichts, aber inhaltlich jede Menge: Das Gemäuer ist ein kleiner Kunsttempel. Auch ein fabelhaftes Gemälde von Plotbot Ken kann man dort besichtigen – wenn man sich nur hinein traut, in das KrebsGift atmende Gemäuer …

Hat zuviel Nitrosamine gefressen, nehm ich an …

 


Iven Einszehn: 1A Geschenk für doofe Verwandte
Lack und Collage auf garantiert verseuchtem Fundstück
H ca. 50 x B 52,5 cm

 

 


Plotbot Ken:

Plotbot Ken in Hamburg
Portrait: Vergangenheit als Zukunft
Mural auf MS-Dockville

 

 

Ausstellung Urban Art im Kunstverein Wörth

Teilnehmende Künstler:

Iven Einszehn

Moritz Schwall

Till Heim

Karl Kenz

Gerti Hauptführer

Linda Flottow

Christoph Fuhrken

Tasso

Rayk Amelang

Daniel Unkel

Sigrid Artmann

u.a. dabei:

 

 
(Ja, ich hab den Fehler auch bemerkt: Die Sprechblase ist eine Gedankenblase …)

 

Ausstellung Urban Art | 02.06. – 02.07.2017
Kunstverein Wörth
Städtische Galerie "Altes Rathaus"
Ludwigstr. 1 | 76744 Wörth am Rhein

Vernissage: 02.06.2017 | 20:00 Uhr

Öffnungszeiten: Do 16 – 19 Uhr | So 14 – 18 Uhr

 

 

Plotbot Ken im Small Space

Rudi D. Klöckner, der Macher

Wer sich für Streetart interessiert, kommt an Rudi D. Klöckner nicht vorbei. Bereits seit zehn Jahren betreibt Rudi das Portal urbanshit. Mit seinen täglichen Schlaglichtern auf die Szene der Urbanart ist Rudi hierzulande längst einer der vorrangigen Archivare urbaner Kulturen, der mit unbefangenem Blick auch abwegigste Interventionen im öffentlichen Raum zu würdigen weiß. Den ewig und immer wieder aufkeimenden Diskussionen, häufig eher noch Anfeindungen im Bild-Zeitungs-Niveau, dies oder das wäre ja bloß Sachbeschädigung, purer Schwachsinn, hätte mit Kunst gar nichts zu tun usw. blabla, weiß Rudi doch immer wieder mit einer kleinen Huldigung an die Kreativität zu trotzen. Ich habe ja stets die Hoffnung, dass es genau so gelingen kann, den einen oder anderen Geist zu befreien …

Nicht mehr wegzudenken ist Rudi in Hamburg allerdings auch als Macher und Ausstellungsmacher. Was zunächst 2014 als Online-shop, der Urbanshit Gallery, begann, fand seine geradezu folgerichtige Fortsetzung in diversen Popup-Ausstellungen.

Seit letztem Jahr zeichnet Rudi außerdem als Vereinsvorsitzender des Urban Art Institute verantwortlich, das sich zur Aufgabe gemacht hat, unter dem Motto Walls can dance die Kunstwelt in großformatigen Murals in Harburgs Binnenhafen und Innenstadt zu bringen. Das erste von insgesamt zehn geplanten Wandgemälden wurde vor ziemlich genau einer Woche vom Künstlerduo Low Bros fertiggestellt und ist am TU-Gebäude in der Harburger Schloßstraße zu besichtigen.

Wie schon im vergangenen Jahr, betreut Rudi auch in diesem Sommer die Kunst auf dem Musikfestival MS Dockville als Kurator. Dem diesjährigen Thema von MS Artville „Oasen“ hat Rudi aber zunächst einmal eine eigene Oase vorangestellt.

Denn ab heute ist die Kunst der Urbanshit Gallery nicht nur online und gelegentlich an kurz aufgezogenen Orten zu haben, urbanshit hat ab sofort eine kleine, feine Galerie, den Small Space in der Breiten Str. 56 in Altona. Zur Eröffnung wartet die Galerie mit einer Einzelausstellung von Plotbot Ken aus Berlin auf.

Small Space, die Urbanshit Galerie in der Breiten Straße 56

Plotbot Ken: Vergangenheit als Zukunft

Plotbot Ken legt ein dystopisches Werk vor, in mehrfachem Sinne. Da sind zum einen seine Bildwelten, die man durchwegs als bedrohte Arten überschreiben kann, gleichgültig ob er Menschen oder Tiere darstellt. Während sich in den auf den ersten Blick rein naturalistischen Tierbildern die Szenearien der Bedrohung vielleicht nicht auf den ersten Blick erschließen, werden sie spätestens in den Titeln deutlich. Menschen malt Plotbot Ken häufig mit Atemschutz, Gasmaske oder in Schutzanzug. Verzichtet der Künstler auf diese Insignien der Selbstzerstörung, sind die Köpfe in den Darstellungen häufig zu Schädeln verwest, die einen noch im Tod stoisch aus dem Hemdkragen betrachten oder Haltung bewahrend aus der Uniform anstarren.

Plotbot Ken: „…“ (Ausschnitt)

Plotbot Ken: „A lie told often enough becomes the truth“

Plotbot Ken: „Lead, follow or get the hell out of the way“

Plotbot Ken: „Only you can prevent a forest“

Plotbot Ken: „Mèmoires“

Plotbot Ken: „Airmail“

Zum anderen sind da die Materialien, auf denen Plotbot Ken arbeitet. Munitionskisten, Schubladen, Blechkisten, Benzinkanister, Schilder, Buchdeckel, Briefumschäge, Konstruktionszeichnungen und Fundstücke aller Art aus Schrott oder Altholz. Allesamt Dinge und Gegenstände, die ihre Funktion hinter sich gelassen und auf denen die Zeiten deutliche Spuren hinterlassen haben. Obwohl diese Materialien lediglich aus vergangenen bis vergessenen Zeiten stammen, wirken sie für sich genommen bereits wie eine Mahnung an eine Zukunft, an der die Menschheit allen Auswüchsen und Katastrophen zum Trotz nicht müde wird, sie sich selbst zu bescheren.

Plotbot Ken: „Nuclear Winter“

Und dystopisch sind die Orte, an denen Plotbot Ken sein Arbeitsmaterial findet. Aufgegeben Fabriken, Industriebrachen, Ruinen, verlassene Orte. Lost places dienen dem Künstler aber nicht allein als Fundgrube für sein Arbeitsmaterial, Plotbot Ken lässt sich gleichsam von den verwahrlosten Orten inspirieren und tritt mit seinen Werken in einen Dialog mit der Umgebung: Der Künstler nutzt nämlich nicht allein die Materialien, die er dort vorfindet, er malt auf genau diesem Material direkt vor Ort.

Plotbot Ken legt letzte Hand an die Präsentation von: „Endangared“

 

Urbanshit
Urban Art Institute / Walls can dance
Low Bros

 

Small Space
Plotbot Ken : Product of Environment
Breite Straße 56 | HH-Altona
(S-Bahn Königstr. oder Reeperbahn)
Vernissage: 08.04.2017 | 19:00 Uhr
(bis 05.05.2017)

Allgemeine Öffnungszeiten:
Di | Mi 14:00 - 18:00 Uhr 
Sa 14:00 - 17:00

Plotbot KEN:
Facebook
Flickr
Instagram

 

Der Sprühling naht …

… da arbeitet sich mancher an ungemütlichen Tagen schon mal warm …


Borg Art:

borgart-pasteup-transparent-kleiner
Iven Einszehn: „Borg Art“
Pasteup / Transparent
Stencil / Lack auf Papier / H 50 x B 480 cm

 

Zum Glück sind die Städte randvoll mit Wänden, deren Eigenschaften man den eigenen hinzufügen kann. Dabei sollte die feindliche Übernahme grauer Betonwände, die immer wieder betongrau gestrichen werden, gar nicht bestraft werden — eher die Bauherren und Hausherren wegen ästhetischer Umnachtung.

Ich seh’s eh sportlich, in diesem Sinne: Catch me, if you can.