G20: Unhappy Meeting

Die Vorbereitung auf den G20-Gipfel in Hamburg ist vor allem eine Liste von Horrormeldungen. Deshalb planen angeblich bereits 30% der Hamburger Anfang Juli ein langes Wochenende in öden Gegenden.

Iven Einszehn: „Unhappy Meeting“ Plakatentwurf für La Grande Plakastrophe /
Aktion der Agentur giraffentoast, um Hamburg zu G20 mit Protesten vollzubomben

 

Der G20-Knast auf dem Gelände eines ehemaligen Baumarktes in Harburg ist längst vorbereitet, um dort anlässlich des Großereignisses 500 Gefangene unterzubringen. Die erschreckende Kapazität von 500 Menschen dürfte nur die halbe Wahrheit verraten. Denn die von Schnellgerichten direkt vor Ort Abgeurteilten werden unverzüglich auf andere Gefängnisse verteilt werden, um Platz zu schaffen, um frisch von den Plätzen gesammelte Demonstranten einzusperren und abzuurteilen. Damit das wunschgemäß klappt, soll für die bis zu 150000 in Hamburg erwarteten Demonstranten eine Demoverbotszone eingerichtet werden, die den gesamten Kernbereich der Stadt umfasst – fast 40 Quadratkilometer groß, vom Flughafen im Norden, bis zur Elbe im Süden, von Osdorf im Westen bis St. Georg im Osten! In dieser riesigen Verbotszone muss man nicht wirklich was falsch machen, um verhaftet zu werden. Es reicht das falsche Aussehen, es reicht eine Fresse, die einem Polizisten nicht gefällt: Insbesondere Polizisten besitzen nämlich die hellseherische Fähigkeit, Gesinnung von außen zu erkennen. (Diese herausragende Eigenschaft wird zur Entlarvung von Nazis und Pädophilen übrigens niemals angewendet!)

Souvenir, geklaut am G20-Knast in Harburg
Absurderweise wurde dort der mit Natodraht gesichterte Massivzaun mit läppischen Absperrbändern gesichert, sichere Sache, das …

 

Und machen wir uns bloß nichts vor: Selbst wenn Gerichte zur Wahrung der Grundrechte diese Verbotszone einkassieren, sind Polizeiaufgebote in Hamburg in den vergangenen zwanzig Jahren nicht durch eklatante Rechtstreue aufgefallen.

Das eigentliche Problem sind aber gar nicht die Demonstranten, es sind die Staatschefs. So konnten wir bereits in der Zeitung lesen, dass die Personenschützer von Trump Demonstranten erschießen werden, sobald der Konvoi des Präsidenten durch eine Sitzblockade zum Stehen gebracht wird. Denn ein Stillstand der Präsidentenlimousine wird als Angriff gewertet und zur Verteidigung des trumpen Trottels wird nicht lang gefackelt, da sind alle Mittel Recht. Ok, den Amis wurde der Wermutstropfen nachgeschenkt, dass amerikanische Verhältnisse so in Deutschland noch nicht erlaubt sind, mit ’ner Kugel im Kopf (Verzeihung: im Rücken, amerikanische Verhältnisse) hat man davon allerdings wenig …

Nachdem Nobelhotels Charakter gezeigt und eine Unterbringung Trumps abgelehnt haben, kommt er nun im Gästehaus des Senats unter. Zu diesem Zweck werden eigens mitgebrachte Kriegsdrohnen über Hamburg kreisen, die aus fünf Kilometern Höhe jedes Gesicht identifizieren können, wie es heißt. Wozu das nötig ist, wird uns nicht verraten. Was diese Drohnen sonst noch leisten können, auch nicht.

Um andere Vollverrückte aus Unterdrückerstaaten und Diktaturen, wie etwa China, Russland und der Türkei, ist es im Vorfeld des Weltgipfels der Größenwahnsinnigen 20 erstaunlich still. Dabei müssen wir uns wegen denen ganz besonders Sorgen machen. Denn eine besondere Gefahr für unsere demokratischen Grundrechte geht vom Tross der jeweils bis zu 600 Mitarbeiter aus, die etwa Putin und Erdogan begleiten. In der Hauptsache handverlesene, linientreue Idioten, die immer wieder auffallen, weil sie gewalttätige Arschlöcher sind, die Demonstranten verprügeln oder Journalisten auf’s Maul hauen, wenn die eine unbequeme Frage stellen.

Hamburger Innenbehörde und Polizeiapparat versorgen uns zwar fast täglich mit gewaltbereiten Extremisten, die zu tausenden nach Hamburg kommen werden, um hier Anschläge zu verüben. Von der Kehrseite erfahren wir nichts: Neben dem Tross gehirngewaschener Schafe, die jeden Staatschef begleiten, wäre es mal interessant zu erfahren, wie viele Sicherheitsleute, Spitzel und Kollaborateure bereits seit Wochen nach Hamburg eingeschleust wurden, um Dissidenten einzuschüchtern, um Kritiker mundtot zu machen, um Presse und öffentliche Meinung zu manipulieren. Kurzgesagt, um die Lage zu sondieren.

Und die Lage meint: Uns.

Uns, die wir nicht einverstanden sind mit dem politischen Affenzirkus, bei dem die eigentlichen Feinde stets die eigenen Völker sind. Diesen Gipfel mitten in einer Millionenstadt abzuziehen, ist nicht nur der Gipfel, bei dem hunderte von Millionen Euro verbrannt werden. Das hat vor allem den einen Sinn, dem Volk durch Unterdrückung klarzumachen, wer die Macht im Staat hat. Auf einem Flugzeugträger könnte man so einen Gipfel elegant ohne großartige Sicherheitsprobleme über die Bühne bringen – man würde aber nie herausfinden, wer auf welcher Seite steht. Denn letztlich kann man die Gesinnung eines Menschen eben doch nicht von außen erkennen. Hier soll mitten in Hamburg die Niederschlagung sozialer Kämpfe der Zukunft geübt werden!

Lasst euch nicht einschüchtern!

Geht am 06., am 07. und am 08. Juli auf die Straße!

Tut euch mit anderen zusammen. Bildet Banden. Blockiert jede Kreuzung der Innenstadt.

Wir sehen uns!

 

Die Aktionen und Kampagnen zu den vielfältigen Protesten gegen G20
sind seit Wochen sehr unübersichtlich,
einen ganz guten Überblick verschaffen die Seiten

No G20 2017

G20 Demo

G20 Protest

 

Die Plakataktion La Grande Plakastrope von giraffentoast
läuft noch bis zum 19. Juni. Noch ein paar Tage Zeit also,
ein Plakat zurechzufummeln und einzureichen.
Die 20 stärksten Motive werden gedruckt
und in Hamburg an die Wände geballert.

 

(Du hast es bemerkt: Bei meinem Entwurf „Unhappy Meeting“ handelt es sich um ein Zitat nach dem Song „Unhappy Birthday“ von The Smiths.)

Kleinigkeit aus dem rassistischen Alltag …

… den Grimme-Preis gibt‘ dafür nicht, aber locker drei Hakenkreuze:

Tja, das Problem mit dem Rassismus lässt sich eben nicht auf  die holzpfahlartigen Auswüchse von PEGIDA, AfD, Nazis, Stammtischparolen und einfacher Vollverblödung reduzieren. Es sind häufig die kleinen unbedachten Schnitzer, die den Rassismus ganz selbstverständlich in den Alltag transportieren.

Hier ist es die dumme Konnotation!

(Die ich nicht erötern werde – denn das bisschen Hirn setze ich voraus, um zu kapieren, dass es so mal gar nicht geht.)

Als Anregung für weitere Artikel in der Tegernseer Dorfzeitung hätte ich anzubieten:

  • Jugendliche unfreundlicher als Flüchtlinge
  • Grau häßlicher als Flüchtlinge
  • Müll stinkender als Flüchtlinge

und natürlich:

  • Maxi Hartberger dümmer als Flüchtlinge!


Bei der Gelegenheit:

Amnesty International hat vor wenigen Wochen eine große antirassistische Kampagne gestartet. Tu was gegen den Rassismus im Alltag. Besorg dir bei Amnesty Kampagnenmaterial. Es gibt Infobroschüren, Postkarten, Poster, Aukleber, Buttons. Alles kostenlos. Zeig der Welt, dass Du den Durchblick hast und verschaff jenen, denen es daran mangelt, den allernötigsten Hintergrund, um das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen!

amnesty
Kampagne gegen Rassismus in Deutschland

 

Wettbewerb: Sticker gegen Rechts

Die Druckerei INnUP – Next Level Printing aus Bremen veranstaltet bereits zum siebten Mal den Wettbewerb

STICKER

GEGEN

RECHTS

Werdet kreativ, werdet relevant, mischt den braunen Sumpf auf und macht mit.

Iven Einszehn: Das Doppelte von dumm

 

Iven Einszehn: Hirn schlägt Vaterland

Teilnahmebedingungen

01.03.17 – 29.03.17

Alle kreativen Köpfe sind herzlich eingeladen gegen rechtspolitisches Gedankengut, Rassismus und Ausgrenzung klar Standpunkt zu beziehen.

  1. 60 kostenlose Sticker für JEDEN Teilnehmer oder Supporter

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können alle, ganz egal, ob ein Motiv extra für den Wettbewerb angefertigt wird oder ein bereits bestehendes Motiv verwendet wird. Auch eingescannte Zeichnungen oder Fotos können am Wettbewerb teilnehmen. Wichtig ist dabei nur, dass der/die Teilnehmer/in auch Urheber des Motivs ist. Eine mehrmalige Teilnahme durch mehrere Beiträge ist möglich. Der Versand der Gewinnersticker erfolgt jedoch nur pro Teilnehmer/in und nicht für jeden Beitrag pro Teilnehmer/in.
Da wir im letzten Jahr schon viele Fragen zur Teilnahme mit einem Bezug zu aktuellen Themen erhalten haben, möchten wir in diesem Jahr geradezu aufrufen, eure Ideen mit präsenten Themen zu verknüpfen. Hierbei sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt also sehr gerne einen Bezug zu aktuellen Themen in den Nachrichten, z.B. der Wahl von Donald Trump, Brexit, oder auch dem Aufmarsch der AFD oder ähnlichem nehmen.

Wie bewerte ich die Beiträge?

Damit wir ein klares Gewinnermotiv ermitteln können, verfügt jeder Beitrag über ein 5-Sterne Bewertungssystem, mit dem man einen Beitrag entweder positiv, neutral oder negativ bewerten kann. Es zählt also nicht nur die Anzahl der Personen, die für einen Beitrag abgestimmt haben, sondern auch die Beurteilung des jeweiligen Beitrags selbst. Vor der Auswertung der Motive werden die abgegebenen Stimmen hinsichtlich möglicher Spam-Taktiken bereinigt. Die Anzahl der Shares auf Facebook hat keine direkte Relevanz für die Bewertung und wird für die Auswertung nicht berücksichtigt. Die Share-Funktion soll lediglich eine einfache Möglichkeit bieten, um das Feedback eurer Freunde für euren Beitrag zu gewinnen. Die Abstimmung erfolgt völlig anonym.

Werden die Beiträge überprüft?

Ja, im Laufe des Wettbewerbs werden alle Beiträge hinsichtlich ihrer Eignung geprüft. Beiträge, die gegen den Geist des friedlichen Protests verstoßen, z.B. durch zur Gewalt auffordernde Motive, werden mit den Beitragsverfassern besprochen und in drastischen Fällen kommentarlos entfernt. Ebenso werden alle Beiträge, die erkennbar Bildmaterial Dritter enthalten vom Wettbewerb ausgeschlossen. Bei Unklarheiten kontaktieren wir den Beitragsverfasser, um eine schnelle Lösung zu finden.

Was passiert mit meinen Daten?

Damit wir am Ende des Wettbewerbs die kostenlosen Sticker an alle verteilen können, benötigen wir eine gültige Emailadresse von jedem Teilnehmer. Diese wird nur im Rahmen des Wettbewerbs, um euch über eine etwaige Spitzenplatzierung zu informieren und eine Adresse für den Versand der Sticker abzusprechen, verwendet. Danach wird die Emailadresse gelöscht. Alle Daten werden nur im Rahmen des Wettbewerbs genutzt, nicht zweckentfremdet und nicht an Dritte weitergegeben.

Wie viele Sticker kann ich absahnen?

Jede/r, der/die am Wettbewerb teilnimmt, erhält 30 Mal das Gewinnermotiv, 20 Exemplare des zweitplatzierten Aufklebers und 10 Sticker vom Beitrag des Drittplatzierten, kostenlos, an eine beliebige Anschrift zugesandt. Die Gewinner bekommen die Gewinnermotive in folgenden Auflagen:

Platz Auflage Platz 1 Auflage Platz 2 Auflage Platz 3
1 600 400 300
2 400 500 100
3 300 200 400

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wie kann ich Supporter werden?

Wer nicht aktiv am Wettbewerb teilnehmen, aber dennoch die kostenlosen Gewinnersticker bekommen möchte, kann sich als Supporter bei uns melden. Poste einfach einen Beitrag auf deiner Webseite (Blog) oder berichte in deiner Community über unseren Wettbewerb und sende uns die URL, von der du zum Wettbewerb verlinkst, zu.

Bitte habt Verständnis: Das Posten des Wettbewerbs auf euren Facebook-Seiten ist zwar toll, Sticker verschicken wir allerdings nur an Supporter mit eigener Website oder Blog.

Warum macht eine Druckerei einen solchen Wettbewerb?

Druckereien haben traditionell eine strategische Rolle bei der Verbreitung von politischen Inhalten gespielt und auch wir haben zuweilen Aufträge von politischen Organisationen und Parteien. Insofern ist es uns wichtig, auch selbst politisch eine Position zu beziehen. Das Aufstehen gegen Gewalt in jeglicher Form und das Weiterreichen dieser Motivation an die heutigen Jugendlichen und damit an die nächste Generation ist Hauptanlass für die Durchführung dieses und ähnlicher Wettbewerbe.

Hier eine kleine Übersicht unserer bisherigen Wettbewerbe und Aktionen:

Sticker gegen Rechts 2008-2015

Eigene Ideen hochladen und / oder Entwürfe bewerten:
INnUP Sticker gegen Rechts

Sticker gegen Rechts auf facebook

Türkei entsendet Luftwaffe nach Hamburg

Eilmeldung

erdogan-sitzung-abgesagt-rahmen-web

Trumpland 2

 

iven_einszehn-trump-aggravation-rahmen

iven_einszehn-trump-trumpland-rahmen

iven_einszehn-trump-superlative-rahmen

 

Trumpland

Korrigierte Flagge 1

trumpland

Korrigierte Flagge 2

trumpland-me-first

(Ich kann mir den Kalauer nicht verneifen: Der Fachbegriff für Flaggenkunde lautet Vexillologie. Für Trampel Trump würde ich Wixollologie vorschlagen …)

Ab 20. Januar trampelt Trump offiziell durch die Weltgeschichte …

iven_einszehn_trump_vorraete-web

iven_einszehn_trump-toupet-web

Kurzmeldungen 1

Iven Einszehn: „Warnschild“
Lack (Stencil) auf Schild
29,8 x 42,2 cm

 


Geldstrom – Kunstfluss
Ausstellung im Rahmen der documenta 14
Anthroposophisches Zentrum Kassel
14.05. - 26.06.2017


URBAN ART
Kunstverein Wörth
02.06. - 02.07.2017
Künstlerbücher für ALLES
Weserburg | Museum für moderne Kunst
Zentrum für Künstlerpublikationen
03.06. - 06.08.2017
6. Regionalschau (1)
Aktuelle Kunst deutscher und dänischer Künstler
Drostei Pinneberg
01.07. - 06.08.2017
6. Regionalschau (2)
Aktuelle Kunst deutscher und dänischer Künstler
Rathaus und Kunstverein Haderslev / Dänemark
19.08. - 24.09.2017

 

23.03.2017

20.03.2017

Frage an die Welt:

Iven Einszehn: „Frage an die Welt“

20.03.2017

Huldigung der Blödheit

Iven Einszehn: „Huldigung der Blödheit“

14.03.2017

11.03.2017

Nach Einreiseverbot für Türkischen Außenminister Cavusoglu in die Niederlande droht Erdogan mit Vergeltung und macht Ernst:

23.01.2017

iven_einszehn-trump-frauen

 

19.01.2017

iven_einszehn-saxit-web

18.01.2017

iven_einszehn-vollverbloedung-web


Geldstrom - Kunstfluss
Ausstellung im Rahmen der documenta 14
Anthroposophisches Zentrum Kassel
14.05. - 26.06.2017



URBAN-ART
Kunstverein Wörth
02.06. - 02.07.2017

Künstlerbücher für ALLES
Weserburg | Museum für moderne Kunst
Zentrum für Künstlerpublikationen
03.06. - 06.08.2017

6. Regionalschau (1)
Aktuelle Kunst deutscher und dänischer Künstler
Drostei Pinneberg
01.07. - 06.08.2017
6. Regionalschau (2)
Aktuelle Kunst deutscher und dänischer Künstler
Rathaus und Kunstverein Haderslev / Dänemark
19.08. - 24.09.2017