Opa Gauland: Ausführlicher Kommentar!

Iven Einszehn:
„Ausführlicher Kommentar zur Bundestagsdebatte vom 12.09.2018“
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Antwort auf einen Drohbrief meines Nachbarn

Lieber Mark!

Du hast deine Hausaufgaben wieder einmal viel zu flüchtig erledigt.

Du lebst für deine Vorurteile und Aversionen, bist schnell mit Anschuldigungen und Denunziationen. Mit dem Handwerkszeug der Nazi-Didaktik kennst Du dich prinzipiell also ganz gut aus.

Drohbriefe kannst Du aber noch gar nicht. Da machst Du zu viele Fehler, in der Rechtschreibung und auch inhaltlich. Begriffe wie „Konsequenz“ und „Versprechen“ sind nicht besonders aussagekräftig. Da solltest Du in Zukunft etwas genauer im Ausdruck werden. (Erinnere dich: Bei deinem Lieblingsthema Scheiße ist dir das gelungen, da hast Du allen Hundebesitzern per Rattengiftschild unverhohlen damit gedroht, ihre Köter zu vergiften!)

Leider muss ich dir aber auch sagen, dass selbst eine gelungen formulierte Drohung ihren Zweck verfehlt, wenn man gar keine Freunde hat, hinter denen man sich feige verstecken kann. Ändere das unbedingt, indem Du beispielsweise einige Wochenenden in Jamel verbringst. Im gesamten Dorf wohnen, bis auf die Lohmeyers, ausschließlich Menschen, die exakt so klug sind wie Du und deshalb wahrscheinlich dieselben Probleme mit Orthografie und Interpunktion haben.

Deinen Eigentum“ befindet sich in deinen Wohnung und auf dein Mietparkplatz. Dies sind beides Orte, an denen ich mich nie aufhalte. Es ist also inhaltlich unsinnig, mir irgendeine Veränderung deinen Eigentums vorzuhalten respektive zu verbieten!

Immerhin ist deine Diffamierung meiner politischen Einstellung insofern von Interesse, als das vollkommene Gegenteil deiner Behauptung gilt: Für dein Nazidasein ‒ oder euphemistisch gesagt: für deine rechte Gesinnung ‒ interessieren sich ganz besonders viele Menschen!

Abschließend:

Der Drohbrief ist eine besonders anspruchsvolle Form des Hasses, das hast Du nicht ausreichend verinnerlicht.

Mit viel gutem Willen kann ich dir auf deinen Drohbrief die Note 4− geben.

Allgemein werden Drohbriefe allerdings erst ab Note 2+ ernst genommen.

Linksradikale Juden bestehen im Prinzip aber auf eine glatte 1, um etwas schlechter zu schlafen. Diesen Anspruch solltest Du nicht an dich stellen, bleib realistisch!

Alles in allem musst Du noch sehr viel üben.

Beste Grüße

Iven

Kleines Nazialbum vom 05. September 2018, Gänsemarkt Hamburg

Zur Wiederaufnahme der Merkel-muss-weg-Demos in Hamburg haben sich heute auf dem Gänsemarkt ca. 150 Nazis versammelt. Im Vorfelde wurde zu mehreren Gegendemos aufgerufen, zu denen sich Zigtausende in der ganzen Innenstadt lautstark versammelt haben.

Außerdem wurde zu einer Blockade des Gänsemarktes aufgerufen – überraschenderweise bei den Behörden nicht angemeldet. War leider ne Luftnummer, die Blockade, denn auf dem Gänsemarkt war ich ziemlich alleine. Mit den Nazis.

Was allerdings eine überraschende Erfahrung war. Denn während von der Polizei alle Straßen rings um den Platz gegen die antifaschistischen Demos abgeriegelt wurden, so dass es für Außenstehende so aussehen musste, als gehörte ich zu den Falschen, war ich dicht genug dran, um die deutschtümelnden Idioten zu filmen.

Es folgt ein kleines Nazialbum aus einigen extrahierten Bildern. Vielleicht erkennst Du ja irgendwen der Leute bzw kennst Du irgendwen  von denen, ohne zu ahnen, was für ein Vollpfosten das ist …


Termine:

12.09.2018 Hamburger Landgericht
Der Berufungsprozess gegen die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck
wurde verschoben. Deshalb findet auch die Nazikundgebung
vor dem Hamburger Landgericht nicht statt.
Die Gegendemo erübrigt sich damit.

Holen wir aber nach,
sobald Nazi-Ursel ihren Gerichtstermin bekommt!


29.09.2018 | 12:00 Antirassistische Grossdemo Hamburg

 

Nachhilfe für den hauptamtlichen Vollidioten zu Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer behauptet in seiner Regierungserklärung zur faschistischen Grundstörung in Chemnitz: „Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd und es gab keine Pogrome in dieser Stadt.“

Da könnte man jetzt sagen: Echt jetzt? Was ist bloß in den gefahren? Ist der trump oder was?

Ich aber sage: So doof muss man erst mal sein!

Deshalb auf die Schnelle für einen geistig und politisch offensichtlich voll unterentwickelten Ministerpräsidenten (!) die nötigste Nachhilfe, nachzulesen in jedem Duden:

Pogrom: Ausschreitungen gegen nationale, religiöse oder ethnische Minderheiten

Hetzjagd: Verfolgen, Jagen eines Menschen

Mob: Pöbel / kriminielle Bande, organisiertes Verbrechertum

ANTIFA HH heute:
1. Anti-Nazi-Demo 17:30 ab Kirchenallee
2. Anti-Nazi-Demo 17:00 ab Stephansplatz
3. Blockade Merkel-muss-weg-Nazis 16:00 Gänsemarkt

Großdemo Seebrücke in Hamburg am 02. September 2018

Zur gestrigen Demo Seebrücke in Hamburg waren über 16000 Menschen auf den Straßen. Einen Teil der vielfältigen Forderungen und Statements an Politik und Gesellschaft dokumentiere ich hier …

… schade, übrigens, dass Du nicht dabei warst, Du Arschloch.

Damit meine ich im Speziellen jeden Schwulen, den ich persönlich kenne.

Seit Jahr und Tag frage ich mich, weshalb euch die Welt sowas von scheißegal ist, daß ich niemals auch nur einem von euch auf einer antirassistischen oder antifaschistischen Demo begegne …?!

 


Info Seebrücke:

Wir bauen eine Brücke zu sicheren Häfen.

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Seebrücke läd ausdrücklich jeden dazu ein, eine eigene Aktion zu starten! (s. homepage)

Seebrücke e.V.

Ella John: Kleines Konzert mit großem Oje

Am Vera-Brittain-Ufer in Hammerbrook fand heute Abend ein kleines Openair-Konzert statt: Ella John, Folk-Singer-Songwriter-Duo aus Berlin. Auf einem pedalbetriebenen Floß. Schöne Idee eigentlich. Das Floß lag allerdings am einzigen völlig ungeeigneten Platz der gesamten Uferlänge, einer kleinen Treppenanlage, die wie prädestiniert für kleine Veranstaltungen wirkt, weil man ihr – zugegeben – nicht ansieht, dass sie es in sich hat.

Ich hatte den Termin zwar auf dem Zettel, aber niemals damit gerechnet, dass das Konzert ausgerechnet exakt hier stattfindet. Vor Ort habe ich diese Tatsache zunächst hingenommen, denn als „Einzelkämpfer“ wäre ich von den ca. 40 bespaßungswilligen Besuchern, die es sich auf Decken bequem gemacht hatten und teilweise Gin-Tonic mixten, wohl eher vom Ufer gepöpelt worden, statt erhört zu werden. Zur Entschuldigung aller Anwesenden gehe ich allerdings davon aus, dass keiner von denen Kenntnis davon hatte, wo er sich überhaupt befand.

Unmittelbar nach dem Konzert habe ich Magdalena Jacob (Sängerin Duo Ella John) gefragt, ob sie eigentlich wüsste, um was für einen Ort es sich hier handelt.

Ich klärte sie darüber auf, dass es sich bei dieser hübschen kleinen Treppenanlage um ein missglücktes Mahnmal für die Bombenopfer des zweiten Weltkrieges handelt. Die beiden Konzertbesucher auf dem mittleren Treppenklotz säßen mitten auf der Gedenktafel. Genau in diesen Kanal seien im zweiten Weltkrieg von Phosphorbomben entzündete Menschen gesprungen, die jedes mal, wenn sie aus dem Wasser auftauchten, erneut zu brennen anfingen. Also kein geeigneter Ort für ein Konzert.

„Das wusste ich nicht, das musst Du den Veranstaltern sagen,“ entgegnete Magdalena mir. Wie prompt ein Mensch doch fähig ist, Schuld bzw. Verantwortung auf andere abzuladen!

Deshalb antwortete ich ultimativ: „Jetzt weißt Du es. Und Du kannst es den Leuten hier jetzt sagen!“

Leider kann ich Körpersprache lesen und habe Magdalena bereits auf das Stichwort „Mahnmal“ angemerkt, dass sie meine Ausführungen ab dem Bruchteil dieser Sekunde nicht die Bohne interessiert haben. Statt also eine Ansage an die Gäste zu machen, sich gar zu entschuldigen, wie es der gesunde Menschenverstand geboten hätte, ist Magdalena unmittelbar nach meiner Info zurück aufs Floß gestiegen für eine Zugabe.

Damit hat sie etwas viel Aussagekräftiges gesagt: Ich scheiße auf Gedenkkultur, mein Ego steht über jedem einzelnen Opfer, ich verkaufe lieber ein paar CDs. Damit ist Magdalena Teil dieser Zeitgeistidiotie, die auf dem Holocaustmahnmal in Berlin für Selfies Faxen macht oder am Gedenkort Hannoverscher Bahnhof in der Hafencity Dehnübungen praktiziert, um sich fit zu halten.

Um diese schwachsinnigen Fehlleistungen ganz einfach auf den Punkt zu bringen: Für jeden Scheiß, den ein Mensch machen möchte, gibt es auf der Welt überall massenhaft Platz. Die Notwendigkeit, dafür ein Mahnmal zu benutzen, gibt es nie.

Extra für dich, Magdalena, möchte ich eine Kleinigkeit hinzufügen: Allein In Hammerbrook, dem einstigen Arbeiterviertel, sind im Juli 1943 12000 Menschen verreckt. Vielleicht machst Du darüber mal ein Lied, damit Du deinen Zuhörern nicht nur mit Gitarrengeplänkel schmeichelst, sondern ihnen auch mal vom Inhalt eines Songs rechtschaffen schlecht wird! Ich könnte mir vorstellen, dass dir dies einiges an Achtung einbringen würde …

Hamburgs Innensenator Grote geisteskrank

Das ist ja lustig. Wie man in der gestrigen Mopo lesen konnte, spricht Hamburgs Innensenator Grote im Zuge erfolgreicher Öffentlichkeitsfahndungen nach G 20 eine Warnung an linke Straftäter aus:

„Wir werden jetzt und in Zukunft auch Monate oder Jahre später noch Konsequenzen sehen“, sagte Grote. Das müsse jeder, der bei politischen Auseinandersetzungen auf der Straße Straftaten verübe, bedenken. „Das ist eine klare Botschaft an die Szene: Überlegt euch das gut. Und wenn ihr das unbedingt machen wollt, macht lieber einen Bogen um Hamburg“, drohte er.  (Zitat Mopo)

Absurderweise wurde der Rechtsanwalt Andreas Beuth, als ihm schockiert von den Ausschreitungen im Schanzenviertel zu G 20 ein ähnlicher Fauxpas über die Lippen kam, indem er anmerkte, solcher Scheiß sollte bitte eher in Pöseldorf stattfinden, von den Medien praktisch gelyncht.

Hamburgs Innensenator Grote, der bisher lediglich als größenwahnsinnig aufgefallen ist, schlägt nun in dieselbe Kerbe, indem er linken Straftätern empfiehlt, außerhalb Hamburgs tätig zu werden. Wie dumm ist das denn!

Immerhin wird damit deutlich, dass Grote geisteskrank ist, denn hätte er funktionstüchtige Hirnmasse, wäre ihm so ein Schwachsinn nicht unterlaufen!

Für dieses unfreiwillige Bekenntnis: Meinen persönlichen Dank.

G-20-Gedächtniscornern am 05. Juli

Für den 05. Juli 2018 wird zu einem Hamburgweiten Massencornern aufgerufen.

Damit soll an den geisteskranken Übergriff vor knapp einem Jahr erinnert werden, als der Polizei nix Besseres einfiel, als friedlich auf dem Pferdemarkt feiernden Menschen mit Wasserwerfern und Schlagstöcken einzubläuen, wer in dieser Stadt eigentlich wem die Lebensart vorschreibt. Die Bilder der Jagdszenen auf fröhliche Menschen, die um ihr Leben rennen, haben Erdogan, Putin und co. sicher ne Erektion verschafft — wir sind heut noch wütend. Polizisten, die sich wie ein asozialer Sicherheitsdienst aufführen, brauchen wir nicht.

Um es der Polizei diesmal nicht zu einfach zu machen, soll das Massencornern nicht allein zentral am Pferdemarkt stattfinden, sondern an möglichst vielen Plätzen über ganz Hamburg verstreut.

Für St. Georg, bevölkert hauptsächlich von Mirdochegal- und Hipster-Klientel, die wegen Protesten höchstens mal auffällt, weil ein Käseladen dichtmacht, schlage ich den Lindenplatz vor.

Der ist so hässlich geworden, den kann man sich nur schön saufen. Insbesondere, seit vor einigen Jahren sämtliche Sitzbänke entsorgt wurden, weil lebende Menschen es immer wieder gewagt haben, diese zu benutzen!

 

G 20 | Massencornern
05. Juli 2018 | 19 Uhr

Lindenplatz

Comic exklusiv im Hauptquartier

Zum Beitrag „Echt krank: Dr. Gero Winkelmann“ gibts einen Comic ohne Menschen, Möbel, Häuser usw. exklusiv im Hauptquartier der novelle …

Comic ohne Leute, Möbel, Häuser usw. #003: Dr. Winkelmann