Künstlerbücher für Alles

Ausstellung in der

Weserburg | Museum für moderne Kunst Bremen

Zentrum für Künstlerpublikationen


„Künstlerbücher gehören zu den besonderen Phänomenen der zeitgenössischen Kunst. Seit ihrer Entstehung in den 1950er Jahren haben sie sich weltweit als neue Kunstform etabliert. Künstlerbücher sind autonome Kunstwerke in Form eines Buches. Als Kunstwerke in einer größeren Auflage stehen sie gleichsam für eine Demokratisierung der Kunst sowie für künstlerische Mobilität und Vernetzung. Sie entstehen als publizierte, gedruckte und vervielfältigte eigenständige Kunstwerke aus einer künstlerischen Konzeption heraus und in der Tradition von Dieter Roth, Ilya Kabakov und Marcel Broodthaers in Europa, Ed Ruscha und Michael Snow in Nordamerika, Ulises Carríon, Clemente Padin und Edgardo Antonio Vigo in Lateinamerika, William Kentridge in Afrika, Yoko Ono in Asien und Robert Jacks in Australien.

Die Ausstellung möchte erstmals einen Überblick über die aktuelle Entwicklung und Verbreitung des Künstlerbuches geben und die Vielfältigkeit dieses Genres aufzeigen. Es werden Künstlerbücher gezeigt, die ca. in den letzten fünf Jahren international entstanden sind. Dazu lädt das Zentrum für Künstlerpublikationen mit einen „Call for Artists‘ Books“ Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ein, sich mit einem Werk an der Ausstellung zum internationalen Künstlerbuch zu beteiligen. Unter dem Motto „Künstlerbücher für Alles  –  Artists‘ Books for Everything  –  Livre d’artiste pour tout“ können bis Ende April 2017 Künstlerbücher eingereicht werden, die in einer größeren Auflage, also nicht als Unikate oder in Kleinstauflage, entstanden sind und über den Buchhandel oder Galerien bzw. die Künstlerinnen und Künstler selbst vertrieben werden.

Ziel der Ausstellung ist es, Künstlerbücher aus Ländern aller Kontinente mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten, Charakteristiken, Themen und Motiven zu zeigen, und so einen repräsentativen Eindruck vom Status Quo des Künstlerbuches zu geben. Es geht aber auch darum, die Bedeutung und den Stellenwert des Künstlerbuches in der zeitgenössischen Kunst aufzuzeigen. Mit dem Call for Artists‘ Books sollen insbesondere auch Künstlerinnen und Künstler in den afrikanischen, asiatischen sowie mittel- und südamerikanischen Ländern angesprochen werden, deren Werke gerade in Europa häufig noch nicht bekannt sind, um ihre Werke mit ausstellen zu können.

Der Titel oder das Motto „Künstlerbücher für Alles“ oder „Artists Books for Everything“ bezieht sich auf den deutsch-schweizerischen Künstler Dieter Roth und seine „Zeitschrift für Alles“, für die er ebenso Künstlerinnen und Künstler eingeladen hatte, sich mit künstlerischen Beiträge zu beteiligen. Für die Ausstellung ist geplant die Künstlerbücher in einem Katalog darzustellen.

Die Ausstellung des Zentrums für Künstlerpublikationen ist ein Kooperationsprojekt mit der Universität Bremen.“ (Zentrum für Künstlerpubikationen, Bremen)


Folgende Künstler sind in der Ausstellung vertreten:

(Tim), Endre Aalrust,Reinhold Adt, Marco Agosta, Cristina de Almeida, Diana Mercedes Alonso, Laura Anastasio, Butak Andras, Søren Andreasen, Julia Appelt, Henning (exc.) Arend, Rozbeh Armani, Lina Avramidou, Seung Woo Back, Clara Bahlsen, Balamuc, Tiziana Baracchi, Matthias Beckmann, Sergio Belinchón, Jennifer Bennett, Matthias Berthold, Anastasia Bessarabova, Felix Bielmeier, Guy Bigland, Jessica Bizzoni, Blast, BLEK, Simon Blue, Sarah Bodman, Regine Bonke, Anne Doris Borgsen, Jean-Francois Bory, Madeleine Boschan, Peter Boué, Birgit Brandis, Martin Brandsma, Brandstifter, Vibe Bredahl, Lars Breuer, Marcia Breuer, Thorsten Brinkmann, Lothar Bührmann, Susanne Bürner, Armin Brito Cador, Nonkululeko Chabalala, Kyun-hwa Choi-ahoi, Claudia Christoffel, Angela B. Clement, Marisa Coneja, Martin Conrads, Matthias Conrady, Leone Contini, Jirka Pfahl,Till Cremer, Pál Csaba, Dadanautik, Antoine D’Agata, Irmgard Dahms, Maks Dannecker, Michael Danner, Salmo Dansa, Naomi Del Vecchio, David Dellafiora, Gianinna Delpino, Eva-Maria Offermann,Karin Demuth, Klaus Peter Dencker, Liza Dieckwisch, Anja Dietmann, Marcello Diotavelli, Veronika Dobers, Linda Rae Dornan, Reinhard Doubrawa, Chris Drange, Felix Dreesen, Alexis Dworsky, Jorn Ebner, Volker Eichelmann, Sibylle Eimermacher, Friedrich Einhoff, Iven Einszehn, Petter Eklund, Birte Endrejat, Jan Erbelding, Carl Johan Erikson, Mauro Espíndola, Andrea Esswein, Éts. Decoux, Johan (Ever Arts) Everaers, Jeannette Fabis, Jesper Fabricius, Alexander Fahima, Harald Falkenhagen, Anoka Faruqee, Melanie Feder, Jenny Feldmann, Mariska Fenner, Sabrina Fernandez, Helio Fervenza, Gundi Feyrer, Luc Fierens, Johannes Fiola, Gesa Foken, Manfred Förster, Moritz Frei, H.R. Fricker, Sabrina Fritsch, Nora Fuchs, Nieves de la Fuente Gutierrez, Andrés Galeano, Thomas Geiger, Yann Géraud, Damien Mazières,Patricio Gil Flood, Johanna Gilje, Anna Gille, Mathias Glas, Gloria Glitzer, Philipp Donald Göbel, Bruno Goosse, Dieter M. Gräf, Henriette Grahnert, Angela Grasser, Anna Grath, Malcolm Green, Ion Grigorescu, Uli Grohmann, Sabine Groschup, Gruppo Sinestetico, Philipp Gufler, Stefan Gunnesch, Karl-Friedrich Hacker, Michèle Haenni, Tilman Haffke, Roland Halbritter, Matthias Hamann, Kerstin Hehmann, Tanja Hehn, Ellen Heinemann, Manfred Heinze, Simon Hempel, Lisa Herfeldt, Sarah Hildebrand, Almut Hilf, Timo Hinze, Jan Hoeft, Anna Hoffmann, Kornelia Hoffmann, Marianne Holm Hansen, Manfred Holtfrerich, Christian Holtmann, Thomas Hombach, Nikolas Hönig, Sookyoung Huh, Bassel Ibrahim, Immigration Office, Constantin Jaxy, Michael Jochum, Sveinn Fannar Jóhannsson, Åse Eg Jørgensen, Yuki Jungesblut, Lucas Jaspar, Kalmus, Marina Kampka, Theresa Kampmeier, Katrin Kamrau, Maria Karpushina, Déirdre Kelly, Gudrun Kenschner, Hartmut Kiewert, Ilona Kiss, KLANK. MusikAktionEnsemble, Anneke Kleimann, Lennart Klein, Stefan Klein, Franziska Klose, Monika (Karo Blau) Knaack, Anatol Knotek, Simona Koch, Ingar Krauss, Sabine Küster, Lorraine Kwan, Paul Laidler, Carolin Lange, Gesa Lange, Björn Larsson, Simon Le Ruez, Helmut Lemke, Jelte van Lente, Jürgen Liefmann, Margarete Lindau, Pia Litzenberger, Ginny Lloyd, Jue Löffelholz, Imke Lohmann, Isolde Loock, Ricarda Löser, Leon Lothschütz, Sean Lowry, Axel Loytved, Malte Lück, Andrea Lühmann, Lilly Lulay, Alina Lupu, Sara Mackillop, Francis van Maele, Ruggero Maggi, Brigitte Mahlknecht, Victor Malsy, Gudrun von Maltzan, Sandra March, Margulis & Sagan, Benna G. Maris, Stefan Marx, Siya Masuku, Hanna Mattes, Reiner Maria Matysik, Eva May, Sara McLaren,Elizabeth McTernan, Patrizia Meinert, Dirk Meinzer, Nanne Meyer, Almut Middel, Hammann von Mier, Paula Miéville, Peter Miller, Miralda, Steffen Missmahl, Mitko Mitkov, Beate Mohr, Patrick Morarescu, Johnny Amore, Heinrich Obst, Ulrike Möschel, Jean-Luc Moulène, Peter Müller, Ute Müller, Myong-Hee KI, Lia Nalbantidou, Franziska Nast, Antoinette Nausikaä, Carlos Navarrete, Wawi Navarroza, Irina Neacsu, Sebastian Neubauer, Tabea Nixdorff, Lätitia Norkeit, Elia Núñez Barez, Eva Claudia Nuovia, Nick Oberthaler, Tobias Öchsele, Felix Oehmann, Ahlrich von Ohlen, Ghaku Okazaki, Franziska Opel, Csaba Pál, Gabor Palotai, Sue Pam-Grant, Ulrika Paul, Micha Payer, Martin Gabriel, Maria (Exotikdot) Paz, Paula Andrea Pedraza, Fion Pellacini, Christian Pellet, Kate Pelling, Daniel Ramon Persy, Tilman Peschel, Rodolphe Petit, Jörg Petri, Nina Petri, Burkhard Pfister, Heidi Pfohl, Michalis Pichler, Thomas Piekarski, Peter Piller, Patricia Pinheiro de Sousa, Eva von Platen, Jochen Plogsties, Holger Pohl, Jan Pötter, Tania Prill, Alberto Vieceli, Sebastian Cremers, Joan Rabascall, Josef Ramaseder, Hannah Rath, Antonia Rehnen, Lisa Rein, Anna Rosa Rupp, Tim Reinecke, Penard Remy, Ann Carolin Renninger, Sarah Rhys, Angelo Ricciardi, Jörg Riechardt, Tina Rietzschel, Michael H. Rohde, Aaron Romine, Edo Rosenblith, Anna Rosa Rupp, Matthias Ruthenberg, Barbara Šalamoun, Fritz Sauter, Jenny Schäfer, Martina Schall, Matthias Schamp, Antje Schaper, Paul Altmann, Nora Schattauer, Maxi Scheller, Marvin Systermans, Anja Schlamann, Uwe Schloen, Anne Schlöpke, Doris Schmid, Claudia Schmitz, Salome Schmuki, Kim Schoen, Natalia Schul, Annie Schulze, Inga Danysz, Max Schulze, Petra Schulze-Wollgast, Anne Schwalbe, Roberto Seala, Vera Sebert, Martin Seck, Tilman Peschel, Anija Seedler, Elfie Seidel, Maria Seitz, Dasha Shishkin, Gabriel Sierra, Nina Sieverding, Buhlungu Simnikiwe, Angelika Sinn, Barbara Rosengarth, Myne Søe-Pedersen, Heidi Specker, Buzz Spector, Diana Sprenger, Euan Williams, Stephen Spurrier, Julius Stahl, Christiane Stegat, Gabi Steinhauser, Angela Stiegler, Karl-Johan Stigmark, Maxwell Stolkin, Josef Strau, Ana, Streng, Lisan Strüver, Bo Su, Rod Summers, Survival Kit, Stephan Takkides, Amanda Teixeira, Ralf Tekaat, Tillmann Terbuyken, Beate Terfloth, Anja Teske, Hans-Ulrich Theilkäs, Stephan Thierback, Jan van der Til, Barbro Maria Tiller, Timotheus Tomicek, Claudia de la Torre, Piet Trantel, Barbara Camilla Tucholski, Anne Vagt, Aymeric Vergnon-d’Alancon, Lucas Vertel, Frederic Vincent, Julius Voigt, Konstantin Voit, Marianne Vordermayr, Eva Weber, Heidemarie von Wedel, Michael Weisser, Corinne Welch, Käthe Wenzel, Nicole Wermers, Thilo Westermann, Antonia Wetzel, Janika Naja Wetzig, Paul Wiersbinski, Johannes Wilke, Gosia Wlodarczak, Ruth Wolf-Rehfeldt, Seçil Yersel, Mario Ziegenbalg, Rahel Zoller, Maren Zombik, Benjamin Zuber

 

Künstlerbücher für Alles
03. Juni – 06. August 2017
Eröffnung | 02. Juni | 19:00 Uhr

Zentrum für Künstlerpublikationen 
Weserburg | Museum für moderne Kunst
Teerhof 20 | 28199 Bremen

Di – So | 11:00 – 18:00 Uhr
Do | 11:00 – 20:00 Uhr
(Mo geschlossen)
Erwachsene € 8,- / € 5,- 
Familien € 14,-

facebook

Neuigkeit aus dem Hauptquartier

Die CD für Experimentelles ist erschienen:

 

(Mein Beitrag „Gegendarstellung“ ist der Radio-CD mit Norbert entnommen,

erstveröffentlicht 2016 in exakter Auflage von 4 Exemplaren —

zur Förderung der geistigen Gesundheit

ausgeliefert an ausgesuchte Bewohner der DDR …)

Tracklist:

  1. BRUTAL GOD – Done is Done
  2. CORNELIUS VAN ALSUM – In unserem Wäldchen
  3. [BON] BON CHOVY – Die Königin von Samarkand
  4. ALEX DREPPEC – Masochist Marsh
  5. THE SLOW POISONER – WeirdWood
  6. KRAUTJUNGE UNITRA – Bad Acid Trip
  7. A.J. WEIGONI feat. SCOREDRETH – Horror
  8. FAN HSIU SHINO – Der russische Zar_Pisse im Ohr
  9. FORSCHUNGSGRUPPE KUNST – DADA feat. TAPIR
  10. FRITZ WIDHALM – whynot
  11. DEPUTY CAT – Deep in the Woods
  12. HARALD KAPPEL – Verlesung der Anklage
  13. A TRUE ROMANCE – Smash the Steps
  14. IVEN EINSZEHN – Gegendarstellung
  15. KAI G. KLEIN – Die Kugel des Prometheus
  16. KANNKIND – Undenkwürdige Tage
  17. KLAF-XAVER ROMBY – Schmu
  18. TOT AUS DEM WALD – Der Wille zum Nichts
  19. MARIO GUIDA – EV#30 MD#A13 BL#A2
  20. MOGO – Albtraum des Steptänzers
  21. MATHIAS PFEIFFER – Audiobooks
  22. MICHAEL ARNZEN – Audiovile_Obictionary
  23. MW LUDWIG – Ein Krimi
  24. SÖREN HEIM – Wunderbare Reise
  25. STEPHAN WEIDT – Foto an der Wand
  26. THOMAS GLATZ – Außerirdischenvorfall
  27. DIE SCHWADVÖGEL – Haumbrass

 

CD für Experimentelles | 68 min.
Compilation by: Novelle - Headquarters for Experimentalism
Curated by Daniel Ableev
Design & Layout: Sarah Kassem
AMAZON
Novelle
facebook
Tagestipp für den 11. Juni:
Daniel Ableev zu Gast an der Freien Universität St. Georg 
(Sebastian Krämer & Michel Abdollahi)
Polittbüro Hamburg

 

 

Die Novelle #6 Königshäuser

Nach fast vierzehn Jahren Vorbereitung ist die Novelle #6 / Zeitschrift für Experimentelles zum Thema Königshäuser erschienen. Die Buchvorstellung fand pflichtgemäß im Brexitwealth of Great Britain statt. Die auf Einladung europafreundlicher Separatisten angereisten Herausgeber wurden im Buckingham Palace von der Königinmutter (Pseudonym: Queen Elisabeth) höchstpersönlich bespuckt, geschlagen, in den Arsch getreten, als Ausländer beschimpft und des Landes verwiesen.

 

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Beitrage von:

Achim Amme,
Alexander Estis,
Andreas Reichelsdorfer,
Andrew Goldfarb,
Andrzej Kikał,
Bastian Kienitz,
Bianca Bellchambers,
Bianca Tschaikner,
Bianca Tschaikner,
blume,
Bob Schroeder,
Bruce Taylor,
Christian Knieps,
Christine Prinz,
Clemens Schittko,
Corinne Haberl,
Daniel Ableev,
Daniel Mylow,
Dennis Mombauer,
Dominik Riedo,
Elisabeth Wilhelm,
Elizabeta Lindner,
Ferenc Liebig,
Forschungsgruppe Kunst,
Frank Dukowski,
Franz Suess,
Gabriele Nakhosteen,
Gerhard Benigni,
Guido Roh,
Hans G. Gohlisch,
Heide Marie Voigt,
Helmut Glatz,
Henk Nijmeijer,
Henning Bochert,
Holger Vos,
Interview Achim Knorr,
Interview Armin Breidenbach,
Interview Bowls Götzke,
Interview Carl King,
Interview CDU,
Interview Daniel Schulz,
Interview Egner,
Interview Hannah Dörr,
Interview Kai Weber,
Interview Maximilian Meier,
Interview Mehdi Moradpour,
Interview Michel op den Platz,
Interview Nikolaus Wegener,
Interview Paul Backert,
Interview Riedo,
Interview Scott-Thomas,
Interview Sebastian Krämer,
Interview Tania Bezzenberger,
Iven Einszehn,
Jasmin Mödlhammer,
Jürgen Hofstetter,
Kai Gutacker,
Kinga Toth,
Kurt Neumeyr,
Lukas Vering,
Marc Suter,
Marder / Czillerisch,
Marina Büttner,
Markus Lesmeister,
Maximilian Meier,
N. Ehrlich,
Nikola Huppertz,
Peter Kapp,
Peter Zemla,
Philipp Kampa,
Robert Wickmayer,
Rolf Schönlau,
SAID,
Sebastian Schröer,
Sima Moussavian,
Susanne Rzymbowski,
Theresa Luise Gindlstrasser,
Tobias Reußwig,
Tobias Stenzel,
Udo Dickenberger,
Wolfgang Mach,
Yvonne Cromer

Die Novelle #6 / Zeitschrift für Experimentelles: Königshäuser
Hrsg.: Daniel Ableev, Sarah Kassem, Christian Knieps, Dennis Mombauer
Amazon € 6,42

Zentrale für Experimentelles

Einsendungen für Die Novelle #8: Seltsamkeitsforschung

 

Hausaufgabenüberprüfung

Daniel Ableev hat sich ein weiteres experimentelles Interview einfallen lassen, eines, das man getrost als Umweg bezeichnen darf: Peggy Parnass wird darin in gewisser Weise über „was anderes“ befragt. Das einzig zulässige Hilfsmittel hierfür war meine literarische Reportage „Auf dem Parnass der Schuhe.“ Wer Peggy kennt, lernt sie hier einmal von einer ungewohnt minimalistischen Seite kennen …

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Peggy Parnass bei einem Lese- und Gesangsabend im Malersaal des Schauspielhauses Hamburg vor ca. 20 Jahren
Hausaufgabenüberprüfung (HÜ) mit Peggy Parnass
im Wahlpflichtfach Vergangenheitskunde*
Auf dem Parnass der Schuhe

 

Irgendviewas mit Dan1e1 Iveneev

Eine Sache, die an anderer Stelle niemals erörtert werden wird: Irgendviewas ist ein Remix aus Interview und irgendwas. Daraus leitet sich ab, dass Dan1e1 Iveneev ein Namenmix aus Daniel Ableev und Iven Einszehn ist. Denn wir sind der Thermomix der KunstLiteratur, der Kliterunst.

Die Kunst erfordert manchmal Manches. Die Kunst ist oft eine Last. Lästig wird sie aber erst bei mancher Belästigung. Im Irgendviewas könnt ihr sehen, wie wir uns der Sache entledigen bedienen.

Kleiner Tip für Kulturanthropologen: Wir machen das auf unsere Art. Weil wir es können.

Frisch abgelagert in der Zentrale für Experimentelles.

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irgendviewas mit Dan1e1 Iveneev

 

Art Attack auf inside Ottensen

Auf inside-ottensen wurde ein schöner Beitrag zur Art Attack in der Bergiusstraße veröffentlicht:

snapshot inside-Ottensen.de
snapshot inside-ottensen.de

„Eine recht ungewöhnliche, drastische und provozierende Streetart-Aktion hat im September der Hamburger Künstler Iven Einszehn durchgeführt. Er begann das Haus in der Bergiusstraße 12 in einer „Qualitätsoffensive“ mit Kunst zu bereichern. Bei der mehrtägigen Aktion wurde er jedoch gestört, weshalb er die Aktion vorzeitig abbrach. Augenscheinlich geriet er in das Zentrum straßeninterner Machtspielchen, auf die er wenig Lust hatte…“

–> zum Artikel

 

Art Attack Altona I
Art Attack Altona III
Art Attack Altona IV

 

Gesichter im Kunstverein Stade

Der Kunstverein Stade hat einen Wettbewerb zum Thema Gesichter ausgerufen. Knapp 40 Positionen zum Thema sind ab Anfang Dezember im Kunstpunkt Schleusenhaus in Stade zu sehen. Fast alle Exponate sind verkäuflich.

Teilnehmende Künstler:

Frauke Beeck, Gisa Bergmann, Annette Boedts, Karin Boine, Joachim Brumme, Annette Bülow, Andrea Cziesso, Uschi Dechow, Iven Einszehn, Georg Engst, Margaretha Ganseforth, Anke Henneberg, Sarah Hillebrecht, Emese Kazár, Christa Klüßendorf, Gabriele Kurth-Schell, Britta Lange, Sarah Theresa Leja, Detlef Lemme, Christiane Lüdtke, Hanna Malzahn, Anke Maria Montana, Mario Müller, Siegmar Münk, Tamara Nickel, Angelika Petzl, Marc Pusch, Andrea Rausch, Ilse Rüder, Corinna Sapendowski, Anna Sasse, Hans Schlimbach, Susanne Siegmund, Gerhard Silber, Kerstin Stephan, Nicola Vogel, Anke Vos, Johanna Wunderlich, Yihuan Yao

 Mein Beitrag

Iven Einszehn: „TILT“
Linoldruckfarbe (Druck von Trittschalldämmung), Collé, Lack, Streetink, Offsetdruckfarbe (Gummidruck) und aufgesetzte Rahmung auf Papier / auf Sperrholz
H 65,5 x B 50 cm

 

Ausstellung zum Wettbewerb Gesichter
Kunstverein Stade
Kunstpunkt Schleusenhaus | Altländer Str.2 | Stade
04.12.16 - 29.01.17
tägl. 11- 17 Uhr (Eintritt frei, Feiertage geschlossen)

Eröffnung: Sonntag, 04.12.16 | 11 Uhr
Finnisage und Preisverleihung: Sonntag, 29.01.17 | 15 Uhr
Katalog zur Ausstellung
(erscheint Anfang Januar)
52 Seiten | 21 x 21cm | 4farbig
€ 8,- Euro

erhältlich auch über die homepage (Versand € 1,45)

 

TILT
TILT - Van Gogh
TILT - De Vlaamse Schilderkunst

All You Can Interview°

snapshot postmondaen.de
snapshot postmondaen.net

Daniel Ableev:

Als diplomierter Tausendsassa verfolgst du eine klare „Was muss, das muss, und müssen muss alles“-Linie – gibt es Kunst, die du nicht machen würdest? Welche zu machende Kunst steht hingegen noch aus?

Iven Einszehn:

Typische Frauenkunst werde ich auf keinen Fall machen! Man erkennt typische Frauenkunst am Unfertigen, schlecht Durchdachten, frei von Kontext, so ungefähres Zeug, dafür irgendwas mit Gefühl, worauf ganz viel abgelabert wird, in den Floskeln Ja, stimmt / find ich auch / hier rechts, auch schön, denn in dieser Kunst stimmt immer alles, weil sie sich einer Kunstbetrachtung entzieht, indem sie sich in Kunsttratsch wälzt.
Typische Frauenkunst würde ich gerne mal machen. Mich befreien vom Vollständigkeitsdrang, den Übertreibungen, der inhaltlichen Pedanterie, mich erfreuen am Unfertigen, Zufriedensein mit geistig angerissenen Inhalten, die komplizierten Kontexte, die einen wochenlang martern, einfach mal weglassen, mich auf das konzentrieren, weshalb ich in Therapie bin: Gefühle. Dazu ganz viel Blasentee. Vielleicht entwickel ich mich sogar weiter und filze meine Ängste.

hier gehts weiter

 

Daniel Ableev:
Biografie
Zentrale für Experimentelles
homepage
postmondaen

Zwielicht 4

Zwielicht 4 (Verlag Saphir im Stahl, 2014) ist seit neulich in neuer Auflage bei Amazon erhältlich

Zwielicht4
Zwielicht 4 (Hrsg. Michael Schmidt), Amazon
Zwielicht ist ein Horrormagazin, das neben Kurzgeschichten auch Artikel aus dem Genre Horror und Unheimliche Phantastik bringt. Zwielicht gewann zweimal in Folge den Vincent Preis.
Geschichten:
Vincent Voss – Rotkäppchen und Dr. Wolf
Iven Einszehn – Der Arztbesuch
Andreas Schumacher – Dr. Leinensack
Josef Helmreich – Tattoo
Dominik Grittner – Master Carvats Geheimnis Leichen verschwinden zu lassen
Carsten Zehm – Vom wahren Namen eines Baumes
Regina Schleheck – Cristal von der Post
Andreas Flögel – Der Hauch einer Berührung
Verena Gehle – Carlotta
Eric Hauser – Mein Onkel Stanislaus
Max Pechmann – Ein seltsamer, kühler Ort
Daniel Schenkel – Herr Winzig
Michael Böhnhardt – Die Flammen von Troja
Harald A. Weissen – Am Ende des Sommers
Artikel:
Eric Hantsch: Ein poetischer Spökenkieker
Daniel Neugebauer und Mirko Stauch – Weird Fiction
Achim Hildebrand – Algernon Blackwood
Michael Schmidt und Elmar Huber – Vincent Preis 2011+2012
Elmar – Vincent Preis Sieger: Die Romane

Taschenbuch, 386 Seiten
ISBN-10: 1533354286

ISBN-13: 978-1533354280
€ 12,00
Amazon

Anleitung zum Biegen und Brechen der Sprache

Wir unterhalten uns, wir reden miteinander. Daß wir uns dabei verstehen, ist erstaunlich, das sollten wir uns mal bewusstmachen: Viele Wörter haben nämlich gar keinen Sinn, bei genauerer Betrachtung, jedenfalls nicht den, den wir kennen. Das fängt in dieser Sammlung gleich mit dem Vorwort an: Ein Wort ist nun wirklich nur ein Wort. Es müsste Vorworte oder Vorwörter heißen.

Mal gibt es Wörter im Überfluss, mal herrscht Mangel. Durch vermeintliche Regelwerke gezogen, dürfte es manches Wort gar nicht geben, jedenfalls nicht so.

Iven Einszehn:
Anleitung zum Biegen und Brechen der Sprache / Ein Lesikon

Sprache wird gesprochen, nicht gespracht, müsste demnach Sproche heißen – oder Spreche, weil wir sie sprechen. Der Anrufbeantworter beantwortet Anrufe nicht, er nimmt sie entgegen. Der Fernseher sieht nichts, er bildet ab. Der Aschenbecher ist kein Becher, sondern ein Schälchen. Die Kartoffel müsste geschalt werden, nicht geschält, sie hat keine Schäle. In genau 79 Fällen sprechen wir Zahlen numerisch falsch herum. Dem Schluckauf fehlt sein Verb, obwohl man bei diesem Leiden definitiv etwas tut. Rohr und Röhre unterscheiden sich nicht, aber welches Wort ist zu viel?

Solche Beispiele sind hier gesammelt, dabei geht es aber nicht um Besserwissenschaft. Mein Interesse gilt keiner Korrektur. Der Sprache soll nicht zu – vermeintlicher – Genauigkeit verholfen werden. Eher soll denen geholfen werden, die auf diese Genauigkeit vertrauen: Es gibt sie nicht. Sprache ist nicht geradlinig und genau. Bücher, von denen wir annehmen, wir hätten sie dort nachzuschlagen, gaukeln uns das bloß vor.

Dabei ist der Begriff Rechtschreibung schon falsch, es gibt nämlich gar kein Schreibrecht, es gibt kein Recht auf Schreibweisen. Man kann niemanden, der etwas falsch geschrieben hätte, verklagen. Sprache ist gebogen und gebrochen. Und Sprache machen wir uns erst zu eigen, wenn wir sie biegen und brechen. Sprache ist nicht Pflicht, sondern Kür.

Daß die Sache durchaus einen kleinen Haken hat, ist mir bewusst: Man muss die Sprache zunächst einigermaßen gut beherrschen, um dann lustvoll mit ihr richtigfalsch umzugehen. Man muss sehr scharf hinsehen, um dann augenzwinkernd vorbeizugucken oder ein Auge zuzudrücken…

In seinen lustvoll-ironischen Betrachtungen schaut der Autor haarscharf auf Worte und Sprache oder er zielt augenzwinkernd vorbei. Die geistreichen und oft witzigen Exerzitien sollen zur Sprachlust verführen, indem dem Geregelten ein Schnippchen geschlagen oder auch mal dreist ein Haken verpaßt wird. Sprache ist nicht geradlinig und genau. Bücher, von denen wir annehmen, wir hätten sie dort nachzuschlagen, gaukeln uns das bloß vor. Sprache ist gebogen und gebrochen. Und Sprache machen wir uns erst zu eigen, wenn wir sie biegen und brechen. Sprache ist nicht Pflicht, sondern Kür. Zur Ausübung hat Einszehn mit seinem Buch eine Wissenschaft erfunden …


Iven Einszehn

Anleitung zum Biegen und Brechen der Sprache / Ein Lesikon

Mit einem Nachwort von Kurt Schwitters, mitgeteilt von Hans Wald

Grin-Verlag / Paperback / A5 / 150 Seiten
€ 24,99 /
ISBN 978-43376-7

Ebook / € 16,99
ISBN 978-3-656-43019-3


Neu: Iven auf Twitter


 Warnung:

Der Kauf dieses Buches wird mit Lesen nicht unter 114 Seiten bestraft!

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