G20: Park Arrivati und Hamburger Herrenmenschen

Seit wenigen Tagen hat sich am Neuen Pferdemarkt, im Grüngelände eingezwängt zwischen Straßen und Partymeilen, der Park Arrivati etabliert. Der Park der Angekommenen steht ganz  im Zeichen der Refugees, der Vertriebenen und Geflüchteten. Dort werden die körperlichen und seelischen Ursachen und Umstände von Flucht und Vertreibung dokumentiert und Fragen im Umgang mit den hier Angekommenen aufgeworfen, hier wird informiert, kritisiert und diskutiert. Der Park Arrivati ist eine vollkommen friedfertige Angelegenheit, die zahlreichen Menschen vor Ort sind ausgelassener Stimmung und interessiert an den Dokumentationsmaterialien und kleinen Aktionen und Spielformen, die den Geist schärfen. Hier kann man etwa einen Einbürgerungstest machen, und so mancher Deutsche taugt dann nicht für dieses Land. Damit ist der Park Arrivate ein Protest auf niedrigstem überhaupt denkbarem Niveau, dem nichts vorzuwerfen ist. Wir müssen allerdings befürchten, dass die Polizei Hamburg auch dieses Projekt vom Rasen prügeln wird, sobald die propagandistische Wirkung etwas zu groß gerät

Die Innenbehörde hat längst deutlich gemacht, dass es ihr in Hamburg zu G20 keineswegs darum geht, gewalttätige Proteste zu verhindern. Sie hat etwas gegen Menschen mit eigener Meinung. Spätestens seit gestern Abend wird 1:1 kopiert, was wir aus der Türkei kennen, aus China, aus Nordkorea, aus Russland und aus sonstigen Kackstaaten. Niederschlagung und Unterdrückung sind die ersten Mittel der Wahl im Umgang mit der Hamburger Bevölkerung und protestierenden Gästen zu G20.

Dem Aufruf zum hedonistischen Massencornern sind gestern abend Tausende in Hamburg gefolgt. Und sie haben genau das getan, an Ecken herumgelungert, Musik gehört, miteinander angestoßen, nichts weiter. Als es zu viele Menschen wurden, wurde das war der Polizei zu viel. Mit Aufgeboten von Hundertschaften, dem Einsatz von Schlagstöcken und Wasserwerfern wurden rund um den Neuen Pferdemarkt die cornernden Menschenmassen von Ecke zu Ecke getrieben. Auch den Park Arrivati hat es dabei (erstmals) erwischt, obwohl der eine ganz eigene Veranstaltungsform in unmittelbarer Nähe zu einer cornernden Menge darstellt.

Als das Schauspielhaus gestern Abend überraschend seine Türen für Übernachtungen öffnete, hatte die Polizei rechtswidrig nichts Besseres zu tun, als sich versperrend vor der Tür aufzubauen. Sie wurde vom Schauspielhaus nicht darum gebeten. Hier sollte abermals die harte Haltung durchgesetzt werden, dass Protestcamps in der Stadt nicht geduldet werden und jede solidarische Aktion nichts anderes darstellt als ein Camp auf anderem Niveau. In der Art, sich als Herrenmenschen zu gebärden, bis an die Zähne bewaffnet in Übermacht aufzulaufen, baut die Polizei Drohszenarien auf, mit denen sie sich ihre Konflikte selber aussucht, indem sie sie produziert. Das ist die eigentliche Taktik, und auch dieses Verhaltensmuster ist uns aus totalitären Staaten bekannt. Die Geschäftsführung des Schauspielhauses musste die Polizei allen Ernstes erst darüber belehren, dass sie das Hausrecht im eigenen Haus hat und eigene Entscheidungen treffen darf, ehe die Polizei sich zurückzog!

Schauspielhaus Hamburg, 04. Juli 2017, 23:15 Uhr: Hamburger Herrenmenschen blockieren rechtswidrig am Schauspielhaus Hamburg den Zutritt zum Gebäude.

Ich hatte nie einen Zweifel daran, dass Hamburg diesen Sommer nie vergessen wird. Die Dummheit der Polizei an der Herausbildung dieses Gedächtnisses ist dabei unbeschreiblich.

Denn sie produziert Widerstand.

Kulturtipp für G20-Flüchtlinge: KUNST_AN_BAU

Angeblich wollen fast ein Drittel der Hamburger zu G20 aus Hamburg flüchten. Gerade G20-Flüchtlinge, bzw. die Fluchtwilligen sollten aber genau deshalb in Hamburg bleiben. Denn gerade sie spüren doch in der eigenen Haut, was das für ein beknackter Politzirkus ist, der hier mitten im Herzen der Stadt verunstaltet (!) wird. Gerade die Fluchtwilligen haben also allen Grund, sich aufzuregen, sich querzustellen, ihren Unmut auf die Straßen zu tragen und der Welt zu zeigen, was faul ist im Polizeistaat Hamburg.
Zur Förderung der Proteste auf Hamburgs Bannmeilen fordere ich deshalb alle Nachbargemeinden Hamburgs und alle sonstigen Außerhamburgischen Ländereien dazu auf, sämtliche G20-Flüchtlinge aus Hamburg unverzüglich in ihr Heimatland abzuschieben respektive die Aufnahme politischer Flüchtlinge aus Hamburg zu verweigern. Die körperliche Gewalt, die Asylsuchenden in Hamburg droht, ist kein Asylgrund; sie wird aus Hamburger Gewohnheitsrecht vonseiten der Polizei ausgeübt und praktisch nie von Richtern auf rechtsstaatlicher Ebene gewürdigt – falls die überhaupt mal in Laune sind, sich mit so was zu beschäftigen. Im Prinzip ist sie also vollkommen bedeutungslos und wird in diesem Sinne von der Boulevardpresse auch mit der Gegengewalt, die ihnen doppelt und dreifach wiegt, aus dem öffentlichen Bewusstsein getilgt.
Es ist unverkennbar, dass ich so ziemlich gar kein Verständnis für diejenigen aufbringe, die jetzt weglaufen, denn sie verraten die Kritiker und Gegner des Gipfels, die undemokratischen Zustände in der Stadt, die vielfältigen Rechts- und Verfassungsverstöße der Verfolgungsbehörden, den Generalverdacht gegen jeden und alles und den offiziellen Empfang von gleich drei Diktatoren im in der jüngeren Geschichte doppelt diktaturbelasteten Deutschland auf ganz perfide Weise.
Zur Pflege und Förderung meiner ganz persönlichen Toleranzgrenzen warte ich deshalb mit einem Kulturtipp auf – zumindest für all jene G20-Flüchtlinge, denen es gelingen wird, sich bis nach Pinneberg durchzuschlagen. Pinneberg ist eine geradezu G20-aseptische Dorfgemeinschaft, mir jedenfalls ist am vergangenen Wochenende auf meinem Spaziergang durch die Stadt nicht ein einziger Aufruf aufgefallen, der kritische Geister wecken und nach Hamburg locken sollte. Aber ich will den Mund mal nicht zu voll nehmen, vielleicht gibt es doch ein Plakat.
In Pinneberg betreibt MIOQ (dahinter verbirgt sich keine japanische Spanschachtelmanufaktur, sondern Marion Inge Otto-Quoos) die Kunstremise. Ein altes Gemäuer mit großzügigem Garten samt altem Pavillon und fast konstruktivistischem Baumhaus mitten in der Innenstadt. Zu Fuß in höchstens drei Minuten von überall aus zu erreichen. Dort arbeitet MIOQ an eigener Kunst und veranstaltet Projekte, für die sie Tür und Tor ihrer Kunstremise öffnet, die sie deshalb konsequent auch als Kunstpension bezeichnet bzw. führt und zur Verfügung stellt.

Seit letztem Wochenende hat sich in der Kunstremise, in der Kunstpension, in Haus und Garten der KUNST_AN_BAU breitgemacht, eine wunderbare kleine Schau mit zumeist minimalistischen auf die Gegebenheiten zugeschnittenen Werken. Für mich war der Zufallsfund des Kunst_AN_BAUs am letzten Samstag eine herausragende Entschädigung nach dem Besuch der Eröffnung der Regionalschau, bei der aufgrund der ungefähr fünfhundert Besucher mein Durchschnittsalter übrigens um mindestens 30 Jahre nach oben geschnellt ist.*

 

 

Karin Hilbers: „Postfaktisch – der Glanz ist ab“. Die Künstlerin präsentiert und erläutert den chemischen Vorgang, der den zunächst glanzpolierten Begriff Wahrheit in Rot- und Brauntönen vergehen lässt (bzw. aufgehen, wenn man so möchte) …

Nico Wolf: ohne Titel. Die Videoinstallation, die eine halbe Stunde lang einen sich auftürmenden Maulwürfshügel zeigt, geht der Frage nach, ob man einen Maulwurshügel als Skulptur betrachten kann. Nico Wolf konterkariert damit die allgemeine Ansicht von Gartenbesitzern, Maulwürfe wären so etwas wie Ungeziefer, weil sie die Ordnung stören. Die Projektion des Films auf den unebenen Feldsteinboden verleiht der Installation eine zusätzlich irreale Note.

 

Arne Lösekann: ohne Titel: „Das Baufeld ist eng gesteckt, Abstandsflächen (sind) nicht einzuhalten und Baulasten zu vermeiden. 1 qm vermaßter Raum ist ein Anfang, aber schon geht der Streit los. Wo soll weiter gemessen werden und in welchen Dimensionen? Ein Objekt setzt sich mit der Ungewissheit des rechten Winkels auseinander und fragt sich, ob wir am Ende nicht doch mit 2 Dimensionen auskommen.“ Ich hatte spontan ganz andere Gedanken, als ich diesem beinahe monumental abgezirkelten Quadratmeter begegnete: Ich dachte auch sofort an Streit, allerdings eher an Grenzstreitigkeiten, an kleinbürgerlichen Quatsch um ein paar Grundstückszentimeter, Nachbarn, die sich in die Haare kriegen und verachten, als hätte es die Jahrzehnte, die sie von einem kleinen Irrtum in der Vermessung oder Nutzung nicht wussten, nie gegeben …

 

Feine Menschen: „Kunstsamen“. Die Feinen Menschen fordern dazu auf, die Kunstsamen in die weite Welt hinaus zu tragen. Aus dem KunstkurOrt Pinneberg. Das nenn ich mal herrlich selbstbewusst und witzig. Die Kunstsamen bestehen übrigens aus Konfetti, und in einem einzelnen Konfetti kann man durchaus ein minimalistisches Kunstwerk sehen. Also: Schüttet mal Pinneberger Kunstsamen in Nachbars Garten, ihr werdet überrascht sein, wie blitzartig diese Saat aufgeht!

 

Für die teilnehmenden Künstler wurden im Garten Ausstellungsflächen abgesteckt. Dies ist die Fläche von Kirstin Petersen für ihr Werk „Spontan“. Ihre knappe Einlassung dazu lautet: „Wie es die Zeit erlaubt.“ Es steht nun völlig im Raum, ob Petersen keine Zeit hatte, spontan einen Beitrag zu leisten. Oder ob es die Ironie der Sache ist, dass sie eine ungenutze Fläche eben durch Nichtnutzung nutzt! (Hoffentlich kommt sie nicht auf Idee, doch noch einen Beitrag auf die Wiese zu stellen, denn das würde die geistreiche Installation aus Nichts – unabhängig davon, ob das überhaupt ihre Absicht war – zunichte machen).

 

Das Baumhaus im Garten der Kunstremise ist nicht Teil des KUNST_AN_BAUs. Man sollte trotzdem nicht achtlos daran vorbei gehen, denn es birgt eine feine Überraschung für Kunstfreunde …

 

Gagal: „Zu schön, um wahr zu sein: Taraxacum in neuem Kleid. Gagel staunt“ Der bunt bemalte und mit Glitter bestreute Löwenzahn, der sich im Eingangsbereich ausbreitet, lässt sich irgendwo zwischen Kitsch und streetart verorten. Mir gefällt an der Installation, dass durch diesen Eingriff die Sicht auf etwas so Unbedeutendes wie Löwenzahn, den die meisten Menschen für Unkraut halten und bei der Gelegenheit persönlichen Landbesitzes überall (insbesondere in direkter Nähe des Wohnhauses) ausreißen, völlig verändert wird.

Teilnehmende Künstler (und Autoren):

  • Karin Hilbers
  • Inken N. Woldsen
  • Brigitta Höppner
  • Hannah Rau
  • Birgit Bornemann
  • Anke Bromberg
  • Thomas Piesbergen
  • Arne Lösekann
  • Stilla Seis
  • Gagel
  • Niko Wolf
  • Adriana Steckhan
  • MIOQ
  • Kirsten Petersen
  • Karl Boyke
  • Feinen Menschen
  • Florian Huber
  • Rosa Tress

 

 

KUNST_AN_BAU
Atelier Kunstremise MIOQ | Fahltskamp 30 | 25421 Pinneberg
Sa 08.07. | So 09.07.
14:00 — 18:00 Uhr

 

MIOQ
Feine Menschen

 

*Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe nichts gegen alte Leute, die Kunst besuchen. Das ist allemal besser, als einäugig in der ersten Reihe vorm Fernseher zu hocken und sich von Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen vollschleimen zu lassen. Wenn ich allerdings mehr alten Menschen begegne als auf dem Sommerfest in der Seniorenresidenz bei Heinz, dann fällt mir das Dilemma ein, dass ich nicht einen einzigen 90jährigen kenne, der sich auf die letzten Tage noch n Bild (im besten Fall sogar: junge Kunst) für ein paar tausend Euro neben den Notrufknopf nagelt. Die halten ihr Erspartes zusammen, damit es fürs Alter reicht, zum Vererben also. Dabei muss man Kunst gar nicht kaufen, um den persönlichen Besitz zu mehren, man kann sie auch verschenken und notfalls sogar direkten Verwandten einen Gefallen tun, die sich das nicht leisten können oder zu geizig sind …

Hamburger Aufstand 2017: G20 in Plakaten und Protesten

Eröffnung Regionalschau / Drostei Pinneberg

Für gewöhnlich besuche ich keine Gruppenausstellungen, wenn ich selbst mit von der Partie bin. Mir geht die Eitelkeit der Kollegen nämlich auf den Sack, die sich nur für sich selbst interessieren und es auch nie müde werden, bei unpassendsten Gelegenheiten auf ihre Urheberschaft hinzuweisen, indem sie gleich ihr ganzes erbärmliches Leben referieren. Dazu verharren sie oft stundenlang am eigenen Werk und erschrecken jeden, der aus Versehen einen Blick darauf wirft, mit ihrer pathologischen Problemen: der Kunst. Meistens vielmehr dem, was sie dafür halten.

Besonders nervig bei solchen Eröffnungen sind die Reden. Viel zu viele davon von viel zu vielen Leuten, die ihre politische Dorfprominenz, ihre Vereins- oder Amtstätigkeit oder ihre großzügige Geldspende mit der Tatsache verwechseln Ahnung zu haben von dem, zu dem sie gebeten wurden, ihren Senf dazuzugeben. Ich war also schlau genug, mir die zumeist langatmigen, inhaltsleeren Worthülsen, in denen jeder und alles kontrastfrei hervorgehoben und gelobt wird, gar nicht erst anzutun.

Diese Beschwerden sind nun keine spezielle Kritik an der Regionalschau, es sind generelle Betrachtungen, anwendbar auf alle jemals abgehaltenen und in der Zukunft stattfindenden unspezifischen Gruppenausstellungen, die vom Charakter her eher an einen Flohmarkt erinnern als an eine Kunstschau.

Das Problem solcher GroßKunstschauen lässt sich nämlich ganz einfach auf den Punkt bringen: Ganz schön viel Buntmalscheisse, noch viel mehr Kunstartiges ohne jeden eigenständigen Wert, Zeugs das man bei einiger Kenntnis der modernen Kunstgeschichte entweder als reine Affinität zu irgendwem und irgendwas entlarvt oder längst von anderen Künstlern kennt. Nur besser und sogar mit Sinn und Verstand. Manchmal frage ich mich, weshalb da überhaupt kuratiert wurde oder ob das Kuratorium wieder total besoffen war, weil das Koks nicht für alle gereicht hat.

Schwamm drüber. In der Kunst hat es grundsätzlich gar keinen Sinn, sich ins weniger Gelungene zu versteigen. Man darf getrost darauf bauen, dass mittelmäßige Kunst ohnehin scheitert, es ist also unnötig sich konkret an einzelnem Mist hochzuziehen, um der Selbstüberschätzung ganz gezielt vor’s Schienbein zu treten. Nur das Gegenteil macht echt Sinn: Man muss sich auf das Herausragende konzentrieren, denn nur dies bereichert uns, unseren Geist und letztlich die Welt. Zum Glück gibt es bei aller berechtigter Kritik in jedem noch so fragwürdigen Sammelsurium von Exponaten immer auch Großartiges zu entdecken, und so hat auch die Regionalschau einiges Sehenswerte zu bieten.

Etwa die Mariage von Ursula Dietze: Ein Kleid aus Stacheldraht. (Mariage lässt sich zwar mit Hochzeit übersetzen, gemeint ist aber keine Heirat im eigentlichen Sinne, sondern eine Zusammenfügung. So verwendet man z.B. auch in der Antiquitätenrestauration den Begriff verheiratet, wenn etwa der Fuß des einen mit der Tischplatte eines ganz anderen Tischs zu einem hübsch verkäuflichen Möbel zusammengefügt wird.)

Dieses Kleid aus Stacheldraht möchte ich dieser Tage der Polizei in Hamburg als Uniform empfehlen, denn die Polizeiwannen auf den Straßen, die bewaffneten Polizisten, denen man unvermutet sonstwo begegnet, die nervigen Hubschrauberflüge vor allem des nachts und die unendlichen Kilometer an rasiermesserscharfem Natodraht, die in der Stadt an allen Ecken und Enden verbaut wurden, verdeutlichen gar nicht genug die Behauptung von Olaf Scholz (1. Bürgermeister im Polizeistaat HH), die meisten Hamburger würden von G20 praktisch nichts mitbekommen …
(Die Mariage ist übrigens mit 800 Euro recht günstig zu haben …)

Sehenswert ist übrigens auch der Ausstellungsort selbst: Die Drostei, ein freistehender beeindruckender Barockklotz aus rotem Backstein, zur Vorderseite öffnet sich die Innenstadt, an der Rückseite ein Park. Nur selten hat man die Gelegenheit, mitten in einer Stadt so ein Gebäude zu umrunden. Denn über die Jahrhunderte wurden auch Prachtbauten gerne architektonisch eingezwängt, wahrscheinlich, um durch direkte Nähe etwas von der Strahlkraft der Nachbarschaft zu stehlen. Die Drostei ist außerdem nicht kaputtsaniert, davon zeugen die herrlich knarrenden Stufen im hölzernen Treppenhaus. Allein das ist einen Besuch wert.

 

6. Regionalschau
Aktuelle Kunst norddeutscher und dänischer Künstler
01. Juli —06. August 2017

Vernissage: Samstag | 01. Juli 2017 | 16.30 Uhr
Eintritt frei

Mittwoch — Sonntag, 11 — 17 Uhr
Eintritt: € 3,- / € 1,50 Euro
Schüler zahlen nix

Die Drostei | Dingstätte 23 | 25421 Pinneberg
 
(Die Regionalschau wandert vom 19. August —  17. September
ins dänische Haderslev und wird dort aufgeteilt auf zwei Ausstellungen
im Kunstverein und im Rathaus gezeigt.)

Termine G20

Aus aktuellem Anlass:

Sonntag, 02. Juli | Aufbau des Antikapitalistischen Camps

Nach wochenlangem juristischen und politischen Kampf um ein
antikapitalistisches Protestcamp haben wir heute nacht vorm
Verwaltungsgericht gewonnen. Es hat entschieden, dass wir ab Sonntag
(2.7.) mittag um 12h
im Elbpark Entenwerder (S-Bahn Rothenburgsort) ein
Camp _inklusive Schlafzelten errichten dürfen. In der letzten Woche hat
die Polizei mehrfach gezeigt, wie wenig sie von gerichtlichen Urteilen
und Versammslungsrecht hält. Daher erwarten wir nicht, dass der Aufbau
ungestört von statten gehen kann.

Wir brauchen also richtig, richtig viele Menschen! Helft uns, dieses
Camp möglich zu machen, auch wenn sich Grote und seine Polizei nicht an
die eigenen Regeln halten wollen. Zusammen bauen wir das Camp auf!

Leitet das über alle Kanäle weiter!

Antikapitalistisches Camp

 

Polizei Hamburg pfeift wie gewohnt aufs Recht und verhindert Protestcamp Entenwerder (siehe mopo)
Spätestens hiermit sollte klar sein, dass die Polizei gewalttätige Konflikte provozieren will. Sie jammert sie schon seit Monaten herbei …

 


Freitag, 30. Juni

19:00 | Aktion | Protest | umsonst & draussen

Mal wieder aus der Reihe tanzen

Die sog. „Blaue Zone“ (Demoverbotszone) tanzbar machen: Konzert, Soundsystem, Redebeiträge

Irie Revoltes LIVE

Achidi-John-Platz | vor der roten Flora | Schanzenviertel


19:00 | Ausstellung

Abdalla Al Omari „The Vulnerability Series Extended“

Anlässlich des G20 Gipfels in Hamburg laden Lemonaid und die Affenfaust Galerie zu ihrer eigenen Interpretation eines „Spitzentreffens“ ein. Al Omari, der aus Syrien flüchtete und heute in Brüssel lebt, illustriert in seiner Bildreihe „The Vulnerability Series“ (Serie der Verwundbarkeit) Weltpolitiker als Vertriebene und nimmt ihnen damit ihre wichtigste Eigenschaft: die Macht. Plötzlich erscheinen sie im Auge des Betrachters selbst verzweifelt und „verwundbar“.

(Die Ausstellung läuft bis 08.07.2017)

Affenfaust Galerie | Paul-Roosen-Straße 43 | St. Pauli

 

Samstag, 01. Juli

10:00 | Workshop (01.07. 10:00 — 02.07. 18:00)

Aktivismus und Fiktion

Der Workshop „Aktivismus und Fiktion“ mit den Mitgliedern des spanischen Künstler_innenkollektivs Enmedio aus Barcelona, der in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg stattfindet, bereitet sich im TOOLKIT-Modus, mit Techniken der Fiktion und künstlerischen Praxis (Photografie, Video, Text, Körper) auf den G20 Gipfel in Hamburg vor.

Gängeviertel | Fabrique 4. Stock | Valentinskamp 34 (Zugang über Speckstr.) | 20355 Hamburg


15:00 | Vortrag

G20-Gipfel in Hamburg — Der Gipfel der Repression?

Andreas Blechschmidt gibt einen Überblick über die staatliche Repression im Vorfeld und während des G20-Gipfels und berichtet über polizeiliche und geheimdienstliche Vorfeldaktivitäten und polizeiliche Einsatztaktiken während des G20-Gipfels. Dazu kann gemeinsam über Gegenmaßnahmen diskutiert werden.

(Im Rahmen der Anarchistischen Veranstaltungswoche “Bücher. Bildung. Barrikaden“ | 29. Juni – 6. Juli)

Kölibri | Hein-Köllisch-Platz 12 | St. Pauli


19:00 | Ausstellung | Aktion

Museum des Kapitalismus

Was ist Kapitalismus? Führt er wirklich zu Freiheit und Wohlstand? Oder zu Unterdrückung und Ausbeutung? Was hat das mit dem G20Gipfel zu tun? Und was denkst du darüber?

Das Museum des Kapitalismus und das Kollektiv für Alternativen laden ein zu einer interaktiven Mitmach- Ausstellung. Exponate zum Anfassen, Ausprobieren und Mitgestalten bieten einen unterhaltsamen Einstieg in Fragen rund um den Kapitalismus.

Das Projekt läuft bis 08.07.2017. Geöffnet täglich 15:00 — 19:00

Affenfaust Galerie | Paul-Roosen-Straße 43 | St. Pauli

 

Sonntag, 02.Juli

13:00  und 16:00 workshop| Mobilisierung

Aktions- und Blockadetraining

Für Aktionen des Zivilen Ungehorsams benötigen wir gute Vorbereitung, Erfahrungsaustausch und Aktionstechniken, die erlernbar sind. Damit ihr euch in Aktion sicherer fühlt und euch selbst schützen könnt, wollen wir gemeinsam Befürchtungen abbauen, sowie unsere individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit stärken.

Uni Hamburg | Hauptcampus | Von-Melle-Park 9 | Dammtor


15:00 Infoveranstaltung | Vortrag

Widerstand in der Trump-Ära

Wie konnte Donald Trump an die Macht kommen und was sagt uns das über die Zeit in der wir leben? Und welche Strategien bieten sich an, um zunehmend repressiven Regierungen und einem stärker werdenden Graswurzelnationalismus die Stirn zu bieten?

Centro Soziale | Sternstr.2 | Ecke Neuer Kamp | Karoviertel


19:00 Vollversammlung

Vollversammlung gegen die Kriminalisierung des Schlafes – Protestcamps in Hamburg möglich machen!

In HH sind jetzt selbst Dinge wie Schlafen, Essen oder Duschen verboten und kriminalisiert, Unterstützer*innen aus dem Wendland werden nicht in die Stadt gelassen (bzw. erst nach 5 Stunden Verhandlungen mit Anwält*innen). Versammlungsrecht? BVG-Urteil? Gegen Duddes „Polizeirecht“ wirkungslos. Die Gäste aus aller Welt kommen natürlich trotzdem. Auf der VV soll konkret darüber gesprochen werden, wie Camps praktisch ermöglicht und damit die Proteste insgesamt unterstützt werden können.

Rote Flora | Achidi-John-Platz 1 | Schanzenviertel

 

 

Montag, 03. Juli

19:00 Infoveranstaltung | Vortrag

Hamburg: Vom Hafengeburtstag bis G20 — Die Bundeswehr im Einsatz an der Heimatfront

Es ist davon auszugehen, dass die Bundeswehr im Zuge des G20 Gipfels in Hamburg eingesetzt werden wird. Das wäre nach dem OSZE-Gipfel im Dezember 2016 innerhalb von sechs Monaten schon das zweite Mal, dass das Militär im Kontext sozialer Proteste in Hamburgs Straßen aktiv würde. Die Kooperation von Polizei und Militär ist in Deutschland keine Seltenheit. Die beiden staatlichen Repressionsorgane arbeiten routiniert zusammen und die Militärs sind ständig im Inland im Einsatz.

Alison Dorsch (Bündnis Bildung ohne Bundeswehr – BoB) gibt einen Überblick darüber, was die SoldatInnen in Deutschlands Straßen dürfen, was sie tatsächlich machen und welche gesellschaftlichen Kräfte davon profitieren.

Internationales Zentrum B5 | Brigittenstraße 5 | St. Pauli

 

Dienstag, 04. Juli

ab 16:00 | Aktion | Protest

Hedonstisches Massencornern gegen G20

In der Demoverbotszone auf die Straße. Boxen raus und aufdrehen. Laut, draußen, vielzählig & widerspenstig. Mit Lärm und Lust gegen die Blaue Zone.

Überall. Brennpunkte: St. Pauli | Schanze | Karoviertel | MESSEHALLEN

 

Mittwoch, 05. (und 06. Juli)

10:00 | Alternativgipfel G20 | Aktion | Diskussion | Workshop

Gipfel für Globale Solidarität

Mehr als 50 Initiativen und Organisationen rufen zu einem zweitägigen Treffen als Alternative zum Gipfel der G20 auf.

„Die G20 verteidigt ein System, das die soziale Ungleichheit auf die Spitze treibt. Wir zeigen die Zusammenhänge der globalen Probleme auf und diskutieren Alternativen, die zu einer Lösung führen können.

Wie überwinden wir Armut, Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg und Naturzerstörung? Wie können wir soziale und demokratische Rechte global durchsetzen? Wie bekämpfen wir effektiv Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Homophobie? Wie erreichen wir ein solidarisches Gemeinwesen, das auf Kooperation und Selbstbestimmung basiert? Wie sieht eine Wirtschaftaus, die dem Menschen dient?

Wir sind überzeugt: eine andere Politik ist möglich!“

Das gesamte Programm

Kampnagel | Jarrestr. 20 | 22303 Hamburg

 

Mittwoch, 05. Juli

12:00 Performance | Aktion

1000 Gestalten

Die Kunstaktion 1000 Gestalten läuft bereits seit einigen Wochen. An verschiedensten Orten Hamburgs tauchen unvermittelt lehmverkrustete Gestalten auf, die zombieartig das Stadtbild verzerren.

Am 05. Juli findet die Aktion ihren Höhepunkt, indem alle Aktivisten in einer riesigen Masse aufeinandertreffen, sich von ihren Lehmpanzern befreien, ihre Menschlich­keit und ihren individuellen Ausdruck zurückgewinnen.

Hamburg | Augen auf!


16:00 Demo

Woman’s March gegen Trump und G20

Donald Trump ist mit seiner frauenfeindlichen Politik in den letzten Monaten zur negativen Hauptfigur massenhafter Proteste auf der ganzen Welt geworden. Wenn er uns zum G-20-Gipfel in Hamburg besucht, wollen wir das natürlich nicht unkommentiert lassen. Auch ist Trump nicht der Einzige, der für die Frauenfeindlichkeit der G20-Regierungen steht. Erst vor wenigen Monaten hat Putin die Strafe für häusliche Gewalt gesenkt. Erdogan steht für einen reaktionären Islam, seine Ministerien veröffentlichen sexistische Broschüren, wie Männer zu Hause mit ihrer Frau umzugehen haben, die auch Vergewaltigungen und Gewalt nicht ablehnen. Und auch in Deutschland ist es zu einem Ende der Unterdrückung der Frauen noch ein weiter Weg.

Ottenser Hauptstraße | Ottensen


18:00 | Demo | Rave | Nachttanzdemno

Lieber tanz ich als G20

Es ist Anfang Juli 2017. Halb Hamburg ist eine lahmgelegte Sicherheitszone, während einige wenige Staatschefs sich anmassen, über unsere Lebensbedingungen und Zukünfte zu bestimmen. Nehmen wir diesen Anlass zum Fest. Zeigen wir, tanzend, feiernd, lachend, dass wir uns nicht fügen. Dass wir eigene Träume für die Zukünfte haben und nicht gewillt sind, lahmgelegt zu werden. Weder durch Sicherheitszonen noch durch die kapitalistische Verwertungsmaschinerie

Landungsbrücken | St. Pauli

 

Donnerstag, 06. Juli

16:00 Reden | Konzert   •   19:00 Demo

G20 welcome to hell

Internationale antikapitalistische Demonstration gegen den G20-Gipfel. Mit politischen Beiträgen und Konzert: Die goldenen Zitronen, Neonschwarz, Captain Gips, Johnny Mauser.

Fischmarkt | St. Pauli


18:00 Ausstellung

La Grande Plakastrophe

Die Agentur giraffentoast hat dazu aufgerufen, Plakate zu gestalten, um Hamburg zu G20 mit Protesten zuzuballern. Die 20 stärksten Motive bekommt die Welt auf die Augen. In der Ausstellung werden alle 100 eingereichten Vorschläge gezeigt.

giraffentoast design gmbh | Kleiner Schäferkamp 28 | 20357 hamburg

 

Freitag, 07. Juli

10:30 Streik | Bildungsstreik

Jugend gegen G20

Bildungsstreik — Gegen G20 — Für selbstbestimmtes Lernen!

Hast du dich auch schon über die Schule oder Uni geärgert? Dass die Noten deine Zukunft pflastern? Dass jetzt schon entschieden wird, wie du später leben wirst? Schule, Ausbildung, Studium – Wir als Jugend werden so früh wie möglich tauglich für den Arbeitsmarkt gemacht. Darauf haben wir keinen Bock mehr!

Wir fordern Selbstbestimmung! Wir wollen entscheiden, was wir lernen und vor allem wofür!

Hachmannplatz | HBF


12:00 Aktion | Protest

Fussball gegen G20

Am 7. und 8. Juli findet in unserem Viertel das G20-Treffen statt. Wir von der Herrenfußball-Abteilung wollen mit einem Fußball-Turnier auf unseren Kunstrasenplätzen ein Zeichen gegen diesen unerträglichen Gipfel setzen!

(Der Fussballprotest findet auch am 08. Juli ab 12:00 statt. Dazu Rahmenprogramm mit Musik, Essen und co. Auch in anderen Teilen des Stadions wird die ganze Woche der Protest unterstützt. Dazu u.a. Alternatives Medienzentrum  in der Südtribüne und laufend Volxküche.)

Rasensportplätze FC St. Pauli | Millerntor


Aktion | Demo

Block G20 — colour the red zone

Mehrere Gruppen wollen auf die „roten Zonen“ Messehallen und Elbphilharmonie zuströmen und diese blockieren. Wo es nötig wird, sollen Barrieren überwunden und Polizeiketten durchflossen werden. Dabei wird die politische Auseinandersetzung gesucht, nicht aber der körperliche Angriff.

Elbphilharmonie | Messehallen


Aktion | Demo

Ketten sprengen — Hafen lahmlegen

Die „Logistik des Kapitals“ und spezieller der Hafen soll durch Blockaden lahmgelegt werden.

(Passend dazu ist der Alte Elbtunnel ganz zufällig wegen dringender Wartungsarbeiten exakt zum Gipfelwochenende gesperrt. Angeblich bot sich gerade dieser Termin an, weil man zu G20 mit keiner hochfrequenten Nutzung des Alten Elbtunnels rechnet, die Unannehmlichkeiten einer Vollsperrung sich also in Grenzen halten. Der Alte Elbtunnel ist aber eben auch der kürzeste Weg für Demonstranten in den Hafen —  jetzt also wird’s über die Elbbrücken gehen, Verkehrschaos inclusive … )

„Am Beispiel des Hamburger Hafens zeigt sich exemplarisch, was derzeit genau im Argen liegt: Er ist das Symbol einer Stadt, die sich gerne mit Weltoffenheit schmückt und gleichzeitig Vorreiterin bei Abschiebungen nach Afghanistan ist. Migrant*innen kommen über den Hafen ins Land, der gleichzeitig Ausbeutungsstätte von zahlreichen Arbeiter*innen ohne Papiere oder Arbeitserlaubnis ist.“ (Aus dem Aufruf)


19:00 Aktion | Fahrraddemo

Colorful Mass gegen den G20-Gipfel

Große Fahrradtour durch Hamburg.

Während sich in der ersten Juliwoche Sta­atschefs ihre Fahrze­ugflotten einfliegen lassen und aus mehr­eren Bundesländern schweres Gerät von Polizei und Bundeswe­hr aufgefahren wird, wollen wir mit einer großen Fahrradtour durch Hambu­rg eine Geschwindigkeit­sdrosselung all dies­er verbrauchsintensi­ven Fahrzeuge herbei­führen.

Moorweide | Dammtor


20:00 Demo

Revolutionäre Demo — G20 entern — Kapitalismus versenken

Am 7. und 8. Juli treffen sich die Herrschenden zum G20-Gipgel in Hamburg. Ein paar Wenige wollen um die Neuaufteilung der Welt pokern. Die untereinander konkurrierenden Regierungen und Konzerne kämpfen dabei jeweils um ihre eigene Vorherrschaft. Das tun sie wahlweise am Verhandlungstisch oder auf dem Schlachtfeld. Sie spielen sich als Herren Welt auf und sind dadurch ein Symbol für das globale Wirken kapitalistischer Nationen, Banken und Konzerne. Dabei stürzen sie die Welt in Kriege, verschmutzen die Umwelt und schaffen tagtäglich mehr Elend.

Reeperbahn | St. Pauli

 

Samstag, 08. Juli

11:00 Demo

Grenzenlose Solidarität statt G20!

Gegen die kalte und grausamen Welt des globalen Kapitalismus, wie sie von den G20 repräsentiert und organisiert wird! Solidarität mit all jenen, die weltweit durch Proteste, Streiks oder Aufstände der Politik der G20 entgegentreten! Für eine Welt des Friedens, der globalen Gerechtigkeit und der grenzenlosen Solidarität!

Deichtorhallen

 

Sonntag, 09. Juli

12:00 Demo

Nobody forgotten, nothing forgiven!

Es ist leider zu befürchten, dass sich auch nach Ende des „Gipfels der Repression“ Freund*innen in Polizei-Gewahrsam oder Haft befinden. Sie werden wir nicht alleine lassen! Wir werden unsere Solidarität mit den Gefangenen und unsere Wut auf die Repressionsorgane auf die Straße tragen, für ihre Freilassung und gegen Repression und Knäste demonstrieren.

Die Demo startet am Harburger Rathausplatz (S-Bahn Harburg-Rathaus) und wird am G20-Knast (zentrale Gefangenensammelstelle / GeSa) vorbeigehen und im Harburger Zentrum enden.

Harburg | Rathaus


Das alles ist nicht alles.

Mehr Termine gibts auf dem Infoportal

NoG20 2017


Soli-Aktion in hunderten Kneipen weltweit

Soli-Mexicaner gegen Trump

Er ist scharf. Er hinterlässt Kopfschmerzen. Und er ist DER Schnaps auf St. Pauli: Der Mexikaner. Vor knapp 30 Jahren entstand der rote Schnaps in einer Kneipe nahe der Reeperbahn. Seitdem wird er in vielen Läden rund um den Kiez in Eigenregie hergestellt und passt zum Viertel wie die Faust auf’s Auge: Schon immer ein wenig anders, vielfältig und widerborstig.

Jetzt allerdings will der Mann den Kiez aufsuchen, der wie kein Zweiter Rassismus und Sexismus verkörpert. Und der an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen will.

Nicht mit uns. Mit Blockaden, Demonstrationen und anderen, kreativen Aktionen werden Hamburger_innen und Gäste aus aller Welt deutlich machen, dass eine andere, solidarische Welt möglich ist und ihren lautstarken Protest gegen die G20 auf die Straße tragen.


Nicht vom Tisch:
Die Protestcamps werden kommen.
Legal. Illegal. Scheissegal.

Rückzugsmöglichkeit mit zahlreichen Veranstaltungen, workshos und Dauerprotest im Gängeviertel

OASE im Gängeviertel


Alle Rückzugsmöglichkeiten während der Demos und Proteste zum Essen, Trinken, Kraft tanken usw. im Ticker auf indymedia


 

Ausstellung La Grande Plakastrophe

Ausstellung

am 06. Juli ab 18 Uhr

„Da haben wir den Salat: Am 7. und 8. Juli kommt die bucklige Verwandtschaft zu Besuch nach Hamburg, inkl. einer erklecklichen Menge despotischer Onkels, um an sich zu raffen, was wir laut Volksmund nur von unseren Kindern geliehen haben: Die Erde.

Da wir von Natur aus zu blass und schmächtig sind, um Sachen ins Büffet zu schmeißen, greifen wir gemeinsam zu den Waffen, die wir am besten beherrschen: Unsere Ideen. Und Photoshop. Oder Pinsel. Egal wie.

Wir riefen Designer, Illustratoren und Texter auf: „Gestaltet eure Forderung an die Mächtigen, euer trotziges Aufstampfen oder euer empörtes Jetztaber – als Plakat!“

Rund 100 Plakate zum G20-Gipfel in Hamburg sind in unserer Propaganda-Zentrale eingegangen. Die gibt es am 6. Juli bei uns zu sehen.

Schaut euch die eingereichten Plakate in all ihrer Pracht an und lobt sie tüchtig! Kommt auf die Ausstellung „La Grande Plakastrophe“ bei uns in den Räumen im Schanzenviertel, nur wenige hundert Meter Luftlinie vom G20-Veranstaltungsort entfernt.“ (giraffentoast)


Eingereichte Plakate unter anderem von:

  • Tommy Jürgens
  • Hannes Mussbach
  • Bastian Seever
  • Ole Taschenbier
  • SPÄM
  • Carsten Schmidt
  • Moki
  • Remo Pohl
  • Marc Lehmann
  • Andreas Müller
  • Heiko Krützmann
  • Mathias Weinert
  • Luca Hinrichs
  • Peter Kraus
  • Philip Jones
  • Anna Ziegler
  • Anna Belle Jöns
  • Carsten Hardt
  • Christopher Glass
  • israelsabine
  • Till Kraschutzki
  • Andreas Hain
  • Elisabeth Maria Erdel
  • Iven Einszehn
  • Jens Uwe Meyer
  • Paula Partzsch

 

 

Ausstellung
„La Grande Plakastrophe“
Donnerstag | 6. Juli 2017
18:00 — 23:00 Uhr

giraffentoast design gmbh
Kleiner Schäferkamp 28
20357 Hamburg

Der Eintritt ist frei. Die Getränke sind kalt.
Die Begleitung ist willkommen.

giraffentoast
La Grande Plakastrophe auf facebook
instagram

G20: Unhappy Meeting

Regionalschau 1: Drostei Pinneberg

6. Regionalschau

Aktuelle Kunst norddeutscher und dänischer Künstler

Beteiligte Künstler:

Gudrun Adrion, Anja Badners, Jared Bartz, Karin Baum, Susanne Berger, Margot Berghaus, Wolfgang Block, Heinke Both, Maiken Brathe, Elisabeth Brekenfeld, Ines Brinkschmidt, Birgit Bugdahl, Cornelia Busch, Isabel Calderón, Silke Claußen, Susanne Cleemann, Christa Conradsen, Helga Czeloth, Andrea Cziesso, Peter-Paul Dahms, Karin Daum, Inger Dethlefsen, Susanne Dettmann, Silvi Diercksen, Ursula Dietze, Kaisa Duus, Bernd Eilers, Iven Einszehn, Dorothee Ellerbrock, Ulrich Engelmann, Kai Feddersen, Eva-Maria Freudenreich-Kolb, Dieter Freywald, Renate Fürst, Dorsi Germann, Maria Gibert, Karin Goetzen, Gerten Goldbeck, Ann Goldmund, Erika Esther Goldschmidt, Andrea Gose, Tanja Gott, Ralf Greulich, Annelie Haack, Uwe Hahn, Bernd Harms, Ingrid Hartmann, Marion Heckmann, Tanja Hehmann, Maria R. Herrmann, Beate Hildebrandt, Rosa Hipp, Birte Jansen, Birgit Jendrossek-Rasmussen, Bettina Jungmann, Ralf Jurszo, Anne Marie Just, Bertina Kaerager-van Eijck, Petra Kilian, Birgit Marie Kjaer, Susanne Klena, Ingrid Klu Holling, Carsten Koch, Ruth Alice Kosnick, Heidi Koß, Jørgen B.Kraft, Birgit Kratschmayr, Solvej Krüger, Barbara Kübel, Petra Kuck, Ute Kühn, Emma Kundt, Wolfgang Legler, Marie-Luise Liebe, Margret Lieser, Birgit Lindemann, Werner Lohmann, Wieslaw Madecki, Lillimor Mahlstaedt, Hanna Malzahn, Margrit Meister, Thomas Meseberg, Karin Mohrdieck, Renate Möller, Martin Musiol, Rolf Naedler, Johannes Nawrath, Tomasz Paczewski, Keike Pelikan, Andreas Petzold, Susanne Pollach, Andrea Pöter, Gudrun Probst, QUINTESSENZ (Birgit Bornemann, mioq Marion Inge Otto-Quoos, Inken N. Woldsen, Renate Poggendorf, Karin Hilbers), Mouna Ramcke, Gerda-Maria Raschke, Ingrid Rästa-Thomsen, Silke Rath, Jens Rausch, Hartmut Rexin, Sabine Reyer, Anke Richter-Teubler, Joan Riis, Christian Ristau, Freddy Rode, Sigrun Roemmling, Claudia Rüdiger, Hans-Joachim Ruge, Marlies Rzadkiewicz, Christiane Schedelgarn, Claudia Schnack, Angela Schoknecht, Anita Schreiber, Rufina Schröter, Bettina Schwarze, Stilla Seis, Gudrun Eleonore Siegmund, Bernd Sievers, Bente Sloth Møller, Ruth Søe, Gundula Sommerer, Michael Staats, Adriane Steckhan, Kirsten Steenfatt, Finn Steenfatt Thomsen, Birgit Strohscher, Llaura I. Sünner, Nina Tholander, Ursula Trams, Inge von Krottnaurer, Valérie Wagner, Gabriele Walter, Gönna Warncke, Stephan Weißflog, Elke Werner, Ulf Wiechmann, Gudrun Wolff-Scheel, Anna Würth, Fred Zimmak, Gerd Zimmermann, Marion Zobe

 

6. Regionalschau
Aktuelle Kunst norddeutscher und dänischer Künstler
01. Juli —06. August 2017

Vernissage: Samstag | 01. Juli 2017 | 16.30 Uhr
Eintritt frei

Mittwoch — Sonntag, 11 — 17 Uhr
Eintritt: € 3,- / € 1,50 Euro
Schüler zahlen nix

Die Drostei | Dingstätte 23 | 25421 Pinneberg
 
(Die Regionalschau wandert vom 19. August —  17. September
ins dänische Haderslev und wird dort aufgeteilt auf zwei Ausstellungen
im Kunstverein und im Rathaus gezeigt.)

Eröffnung Regionalschau / Drostei Pinneberg

Der G20-Witz

Es ist ja in den letzten Tagen kreuz und quer durch die Presse gegangen: Zu G20 soll Diktator Erdogan seine Prügel-Leibwächter zu Hause lassen. Wohlgemerkt: nicht alle, nur jene, die bereits per Haftbefehl gesucht werden.

(snapshot: stern.de)

Mancher denkt vielleicht, indem so eine öffentliche Note in Richtung Ankara Mittelalter gesendet wird, wäre das ein sehr deutliches Signal, da beweise der Staat endlich mal Haltung, gar Courage. Großartig. Klasse. Solche Gewalttäter wollen wir hier nicht, und das machen wir mal unmissverständlich klar. Endlich mal klare Kante gegen die Türkei.

In Wahrheit ist das bloß ein schlechter Witz.

Denn es besteht ein Auslieferungsabkommen mit den USA. Spätestens wenn die USA darauf drängen, müssten die türkischen Schläger, gegen die in den USA Haftbefehle bestehen, in Deutschland festgenommen und an die USA ausgeliefert werden. In Wahrheit knickt Deutschland hier also einmal mehr gegen das Unterdrücker-Regime Erdogans ein, indem diplomatisch der Platz zwischen den Stühlen breitgesessen wird.

So hat man nicht wirklich was falsch gemacht — bloß das Richtige mal wieder unterlassen.

Sportlich könnte man auch sagen: Deutschland hat keine Lust auf erneute Nazi-Ausraster und Hass-Tiraden des Diktators, in denen er sich an Dummheit stets selbst überbietet, das will man sich nicht schon wieder antun und offiziell unkommentiert kommentieren, da gibts schon viel zuviel zu ignorieren in den deutsch-türkischen Beziehungen, die krampfhaft aufrecht erhalten werden, wie der imitierte Kopfschmerz, um sich den schlechten Sex in einer routinierten Ehe zu ersparen …

 

"Alexa, was heisst verdorrter Hoden auf türkisch?"

"Verdorrter Hoden auf türkisch heisst fünf Jahre Straflager."

 

G20: Unhappy Meeting

Die Vorbereitung auf den G20-Gipfel in Hamburg ist vor allem eine Liste von Horrormeldungen. Deshalb planen angeblich bereits 30% der Hamburger Anfang Juli ein langes Wochenende in öden Gegenden.

Iven Einszehn: „Unhappy Meeting“ Plakatentwurf für La Grande Plakastrophe /
Aktion der Agentur giraffentoast, um Hamburg zu G20 mit Protesten vollzubomben

 

Der G20-Knast auf dem Gelände eines ehemaligen Baumarktes in Harburg ist längst vorbereitet, um dort anlässlich des Großereignisses 500 Gefangene unterzubringen. Die erschreckende Kapazität von 500 Menschen dürfte nur die halbe Wahrheit verraten. Denn die von Schnellgerichten direkt vor Ort Abgeurteilten werden unverzüglich auf andere Gefängnisse verteilt werden, um Platz zu schaffen, um frisch von den Plätzen gesammelte Demonstranten einzusperren und abzuurteilen. Damit das wunschgemäß klappt, soll für die bis zu 150000 in Hamburg erwarteten Demonstranten eine Demoverbotszone eingerichtet werden, die den gesamten Kernbereich der Stadt umfasst – fast 40 Quadratkilometer groß, vom Flughafen im Norden, bis zur Elbe im Süden, von Osdorf im Westen bis St. Georg im Osten! In dieser riesigen Verbotszone muss man nicht wirklich was falsch machen, um verhaftet zu werden. Es reicht das falsche Aussehen, es reicht eine Fresse, die einem Polizisten nicht gefällt: Insbesondere Polizisten besitzen nämlich die hellseherische Fähigkeit, Gesinnung von außen zu erkennen. (Diese herausragende Eigenschaft wird zur Entlarvung von Nazis und Pädophilen übrigens niemals angewendet!)

Souvenir, geklaut am G20-Knast in Harburg
Absurderweise wurde dort der mit Natodraht gesichterte Massivzaun mit läppischen Absperrbändern gesichert, sichere Sache, das …

 

Und machen wir uns bloß nichts vor: Selbst wenn Gerichte zur Wahrung der Grundrechte diese Verbotszone einkassieren, sind Polizeiaufgebote in Hamburg in den vergangenen zwanzig Jahren nicht durch eklatante Rechtstreue aufgefallen.

Das eigentliche Problem sind aber gar nicht die Demonstranten, es sind die Staatschefs. So konnten wir bereits in der Zeitung lesen, dass die Personenschützer von Trump Demonstranten erschießen werden, sobald der Konvoi des Präsidenten durch eine Sitzblockade zum Stehen gebracht wird. Denn ein Stillstand der Präsidentenlimousine wird als Angriff gewertet und zur Verteidigung des trumpen Trottels wird nicht lang gefackelt, da sind alle Mittel Recht. Ok, den Amis wurde der Wermutstropfen nachgeschenkt, dass amerikanische Verhältnisse so in Deutschland noch nicht erlaubt sind, mit ’ner Kugel im Kopf (Verzeihung: im Rücken, amerikanische Verhältnisse) hat man davon allerdings wenig …

Nachdem Nobelhotels Charakter gezeigt und eine Unterbringung Trumps abgelehnt haben, kommt er nun im Gästehaus des Senats unter. Zu diesem Zweck werden eigens mitgebrachte Kriegsdrohnen über Hamburg kreisen, die aus fünf Kilometern Höhe jedes Gesicht identifizieren können, wie es heißt. Wozu das nötig ist, wird uns nicht verraten. Was diese Drohnen sonst noch leisten können, auch nicht.

Um andere Vollverrückte aus Unterdrückerstaaten und Diktaturen, wie etwa China, Russland und der Türkei, ist es im Vorfeld des Weltgipfels der Größenwahnsinnigen 20 erstaunlich still. Dabei müssen wir uns wegen denen ganz besonders Sorgen machen. Denn eine besondere Gefahr für unsere demokratischen Grundrechte geht vom Tross der jeweils bis zu 600 Mitarbeiter aus, die etwa Putin und Erdogan begleiten. In der Hauptsache handverlesene, linientreue Idioten, die immer wieder auffallen, weil sie gewalttätige Arschlöcher sind, die Demonstranten verprügeln oder Journalisten auf’s Maul hauen, wenn die eine unbequeme Frage stellen.

Hamburger Innenbehörde und Polizeiapparat versorgen uns zwar fast täglich mit gewaltbereiten Extremisten, die zu tausenden nach Hamburg kommen werden, um hier Anschläge zu verüben. Von der Kehrseite erfahren wir nichts: Neben dem Tross gehirngewaschener Schafe, die jeden Staatschef begleiten, wäre es mal interessant zu erfahren, wie viele Sicherheitsleute, Spitzel und Kollaborateure bereits seit Wochen nach Hamburg eingeschleust wurden, um Dissidenten einzuschüchtern, um Kritiker mundtot zu machen, um Presse und öffentliche Meinung zu manipulieren. Kurzgesagt, um die Lage zu sondieren.

Und die Lage meint: Uns.

Uns, die wir nicht einverstanden sind mit dem politischen Affenzirkus, bei dem die eigentlichen Feinde stets die eigenen Völker sind. Diesen Gipfel mitten in einer Millionenstadt abzuziehen, ist nicht nur der Gipfel, bei dem hunderte von Millionen Euro verbrannt werden. Das hat vor allem den einen Sinn, dem Volk durch Unterdrückung klarzumachen, wer die Macht im Staat hat. Auf einem Flugzeugträger könnte man so einen Gipfel elegant ohne großartige Sicherheitsprobleme über die Bühne bringen – man würde aber nie herausfinden, wer auf welcher Seite steht. Denn letztlich kann man die Gesinnung eines Menschen eben doch nicht von außen erkennen. Hier soll mitten in Hamburg die Niederschlagung sozialer Kämpfe der Zukunft geübt werden!

Lasst euch nicht einschüchtern!

Geht am 06., am 07. und am 08. Juli auf die Straße!

Tut euch mit anderen zusammen. Bildet Banden. Blockiert jede Kreuzung der Innenstadt.

Wir sehen uns!

 

Die Aktionen und Kampagnen zu den vielfältigen Protesten gegen G20
sind seit Wochen sehr unübersichtlich,
einen ganz guten Überblick verschaffen die Seiten

No G20 2017

G20 Demo

G20 Protest

 

Die Plakataktion La Grande Plakastrope von giraffentoast
läuft noch bis zum 19. Juni. Noch ein paar Tage Zeit also,
ein Plakat zurechzufummeln und einzureichen.
Die 20 stärksten Motive werden gedruckt
und in Hamburg an die Wände geballert.

 

(Du hast es bemerkt: Bei meinem Entwurf „Unhappy Meeting“ handelt es sich um ein Zitat nach dem Song „Unhappy Birthday“ von The Smiths.)

Künstlerbücher für Alles

Ausstellung in der

Weserburg | Museum für moderne Kunst Bremen

Zentrum für Künstlerpublikationen


„Künstlerbücher gehören zu den besonderen Phänomenen der zeitgenössischen Kunst. Seit ihrer Entstehung in den 1950er Jahren haben sie sich weltweit als neue Kunstform etabliert. Künstlerbücher sind autonome Kunstwerke in Form eines Buches. Als Kunstwerke in einer größeren Auflage stehen sie gleichsam für eine Demokratisierung der Kunst sowie für künstlerische Mobilität und Vernetzung. Sie entstehen als publizierte, gedruckte und vervielfältigte eigenständige Kunstwerke aus einer künstlerischen Konzeption heraus und in der Tradition von Dieter Roth, Ilya Kabakov und Marcel Broodthaers in Europa, Ed Ruscha und Michael Snow in Nordamerika, Ulises Carríon, Clemente Padin und Edgardo Antonio Vigo in Lateinamerika, William Kentridge in Afrika, Yoko Ono in Asien und Robert Jacks in Australien.

Die Ausstellung möchte erstmals einen Überblick über die aktuelle Entwicklung und Verbreitung des Künstlerbuches geben und die Vielfältigkeit dieses Genres aufzeigen. Es werden Künstlerbücher gezeigt, die ca. in den letzten fünf Jahren international entstanden sind. Dazu lädt das Zentrum für Künstlerpublikationen mit einen „Call for Artists‘ Books“ Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ein, sich mit einem Werk an der Ausstellung zum internationalen Künstlerbuch zu beteiligen. Unter dem Motto „Künstlerbücher für Alles  –  Artists‘ Books for Everything  –  Livre d’artiste pour tout“ können bis Ende April 2017 Künstlerbücher eingereicht werden, die in einer größeren Auflage, also nicht als Unikate oder in Kleinstauflage, entstanden sind und über den Buchhandel oder Galerien bzw. die Künstlerinnen und Künstler selbst vertrieben werden.

Ziel der Ausstellung ist es, Künstlerbücher aus Ländern aller Kontinente mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten, Charakteristiken, Themen und Motiven zu zeigen, und so einen repräsentativen Eindruck vom Status Quo des Künstlerbuches zu geben. Es geht aber auch darum, die Bedeutung und den Stellenwert des Künstlerbuches in der zeitgenössischen Kunst aufzuzeigen. Mit dem Call for Artists‘ Books sollen insbesondere auch Künstlerinnen und Künstler in den afrikanischen, asiatischen sowie mittel- und südamerikanischen Ländern angesprochen werden, deren Werke gerade in Europa häufig noch nicht bekannt sind, um ihre Werke mit ausstellen zu können.

Der Titel oder das Motto „Künstlerbücher für Alles“ oder „Artists Books for Everything“ bezieht sich auf den deutsch-schweizerischen Künstler Dieter Roth und seine „Zeitschrift für Alles“, für die er ebenso Künstlerinnen und Künstler eingeladen hatte, sich mit künstlerischen Beiträge zu beteiligen. Für die Ausstellung ist geplant die Künstlerbücher in einem Katalog darzustellen.

Die Ausstellung des Zentrums für Künstlerpublikationen ist ein Kooperationsprojekt mit der Universität Bremen.“ (Zentrum für Künstlerpubikationen, Bremen)


Folgende Künstler sind in der Ausstellung vertreten:

(Tim), Endre Aalrust,Reinhold Adt, Marco Agosta, Cristina de Almeida, Diana Mercedes Alonso, Laura Anastasio, Butak Andras, Søren Andreasen, Julia Appelt, Henning (exc.) Arend, Rozbeh Armani, Lina Avramidou, Seung Woo Back, Clara Bahlsen, Balamuc, Tiziana Baracchi, Matthias Beckmann, Sergio Belinchón, Jennifer Bennett, Matthias Berthold, Anastasia Bessarabova, Felix Bielmeier, Guy Bigland, Jessica Bizzoni, Blast, BLEK, Simon Blue, Sarah Bodman, Regine Bonke, Anne Doris Borgsen, Jean-Francois Bory, Madeleine Boschan, Peter Boué, Birgit Brandis, Martin Brandsma, Brandstifter, Vibe Bredahl, Lars Breuer, Marcia Breuer, Thorsten Brinkmann, Lothar Bührmann, Susanne Bürner, Armin Brito Cador, Nonkululeko Chabalala, Kyun-hwa Choi-ahoi, Claudia Christoffel, Angela B. Clement, Marisa Coneja, Martin Conrads, Matthias Conrady, Leone Contini, Jirka Pfahl,Till Cremer, Pál Csaba, Dadanautik, Antoine D’Agata, Irmgard Dahms, Maks Dannecker, Michael Danner, Salmo Dansa, Naomi Del Vecchio, David Dellafiora, Gianinna Delpino, Eva-Maria Offermann,Karin Demuth, Klaus Peter Dencker, Liza Dieckwisch, Anja Dietmann, Marcello Diotavelli, Veronika Dobers, Linda Rae Dornan, Reinhard Doubrawa, Chris Drange, Felix Dreesen, Alexis Dworsky, Jorn Ebner, Volker Eichelmann, Sibylle Eimermacher, Friedrich Einhoff, Iven Einszehn, Petter Eklund, Birte Endrejat, Jan Erbelding, Carl Johan Erikson, Mauro Espíndola, Andrea Esswein, Éts. Decoux, Johan (Ever Arts) Everaers, Jeannette Fabis, Jesper Fabricius, Alexander Fahima, Harald Falkenhagen, Anoka Faruqee, Melanie Feder, Jenny Feldmann, Mariska Fenner, Sabrina Fernandez, Helio Fervenza, Gundi Feyrer, Luc Fierens, Johannes Fiola, Gesa Foken, Manfred Förster, Moritz Frei, H.R. Fricker, Sabrina Fritsch, Nora Fuchs, Nieves de la Fuente Gutierrez, Andrés Galeano, Thomas Geiger, Yann Géraud, Damien Mazières,Patricio Gil Flood, Johanna Gilje, Anna Gille, Mathias Glas, Gloria Glitzer, Philipp Donald Göbel, Bruno Goosse, Dieter M. Gräf, Henriette Grahnert, Angela Grasser, Anna Grath, Malcolm Green, Ion Grigorescu, Uli Grohmann, Sabine Groschup, Gruppo Sinestetico, Philipp Gufler, Stefan Gunnesch, Karl-Friedrich Hacker, Michèle Haenni, Tilman Haffke, Roland Halbritter, Matthias Hamann, Kerstin Hehmann, Tanja Hehn, Ellen Heinemann, Manfred Heinze, Simon Hempel, Lisa Herfeldt, Sarah Hildebrand, Almut Hilf, Timo Hinze, Jan Hoeft, Anna Hoffmann, Kornelia Hoffmann, Marianne Holm Hansen, Manfred Holtfrerich, Christian Holtmann, Thomas Hombach, Nikolas Hönig, Sookyoung Huh, Bassel Ibrahim, Immigration Office, Constantin Jaxy, Michael Jochum, Sveinn Fannar Jóhannsson, Åse Eg Jørgensen, Yuki Jungesblut, Lucas Jaspar, Kalmus, Marina Kampka, Theresa Kampmeier, Katrin Kamrau, Maria Karpushina, Déirdre Kelly, Gudrun Kenschner, Hartmut Kiewert, Ilona Kiss, KLANK. MusikAktionEnsemble, Anneke Kleimann, Lennart Klein, Stefan Klein, Franziska Klose, Monika (Karo Blau) Knaack, Anatol Knotek, Simona Koch, Ingar Krauss, Sabine Küster, Lorraine Kwan, Paul Laidler, Carolin Lange, Gesa Lange, Björn Larsson, Simon Le Ruez, Helmut Lemke, Jelte van Lente, Jürgen Liefmann, Margarete Lindau, Pia Litzenberger, Ginny Lloyd, Jue Löffelholz, Imke Lohmann, Isolde Loock, Ricarda Löser, Leon Lothschütz, Sean Lowry, Axel Loytved, Malte Lück, Andrea Lühmann, Lilly Lulay, Alina Lupu, Sara Mackillop, Francis van Maele, Ruggero Maggi, Brigitte Mahlknecht, Victor Malsy, Gudrun von Maltzan, Sandra March, Margulis & Sagan, Benna G. Maris, Stefan Marx, Siya Masuku, Hanna Mattes, Reiner Maria Matysik, Eva May, Sara McLaren,Elizabeth McTernan, Patrizia Meinert, Dirk Meinzer, Nanne Meyer, Almut Middel, Hammann von Mier, Paula Miéville, Peter Miller, Miralda, Steffen Missmahl, Mitko Mitkov, Beate Mohr, Patrick Morarescu, Johnny Amore, Heinrich Obst, Ulrike Möschel, Jean-Luc Moulène, Peter Müller, Ute Müller, Myong-Hee KI, Lia Nalbantidou, Franziska Nast, Antoinette Nausikaä, Carlos Navarrete, Wawi Navarroza, Irina Neacsu, Sebastian Neubauer, Tabea Nixdorff, Lätitia Norkeit, Elia Núñez Barez, Eva Claudia Nuovia, Nick Oberthaler, Tobias Öchsele, Felix Oehmann, Ahlrich von Ohlen, Ghaku Okazaki, Franziska Opel, Csaba Pál, Gabor Palotai, Sue Pam-Grant, Ulrika Paul, Micha Payer, Martin Gabriel, Maria (Exotikdot) Paz, Paula Andrea Pedraza, Fion Pellacini, Christian Pellet, Kate Pelling, Daniel Ramon Persy, Tilman Peschel, Rodolphe Petit, Jörg Petri, Nina Petri, Burkhard Pfister, Heidi Pfohl, Michalis Pichler, Thomas Piekarski, Peter Piller, Patricia Pinheiro de Sousa, Eva von Platen, Jochen Plogsties, Holger Pohl, Jan Pötter, Tania Prill, Alberto Vieceli, Sebastian Cremers, Joan Rabascall, Josef Ramaseder, Hannah Rath, Antonia Rehnen, Lisa Rein, Anna Rosa Rupp, Tim Reinecke, Penard Remy, Ann Carolin Renninger, Sarah Rhys, Angelo Ricciardi, Jörg Riechardt, Tina Rietzschel, Michael H. Rohde, Aaron Romine, Edo Rosenblith, Anna Rosa Rupp, Matthias Ruthenberg, Barbara Šalamoun, Fritz Sauter, Jenny Schäfer, Martina Schall, Matthias Schamp, Antje Schaper, Paul Altmann, Nora Schattauer, Maxi Scheller, Marvin Systermans, Anja Schlamann, Uwe Schloen, Anne Schlöpke, Doris Schmid, Claudia Schmitz, Salome Schmuki, Kim Schoen, Natalia Schul, Annie Schulze, Inga Danysz, Max Schulze, Petra Schulze-Wollgast, Anne Schwalbe, Roberto Seala, Vera Sebert, Martin Seck, Tilman Peschel, Anija Seedler, Elfie Seidel, Maria Seitz, Dasha Shishkin, Gabriel Sierra, Nina Sieverding, Buhlungu Simnikiwe, Angelika Sinn, Barbara Rosengarth, Myne Søe-Pedersen, Heidi Specker, Buzz Spector, Diana Sprenger, Euan Williams, Stephen Spurrier, Julius Stahl, Christiane Stegat, Gabi Steinhauser, Angela Stiegler, Karl-Johan Stigmark, Maxwell Stolkin, Josef Strau, Ana, Streng, Lisan Strüver, Bo Su, Rod Summers, Survival Kit, Stephan Takkides, Amanda Teixeira, Ralf Tekaat, Tillmann Terbuyken, Beate Terfloth, Anja Teske, Hans-Ulrich Theilkäs, Stephan Thierback, Jan van der Til, Barbro Maria Tiller, Timotheus Tomicek, Claudia de la Torre, Piet Trantel, Barbara Camilla Tucholski, Anne Vagt, Aymeric Vergnon-d’Alancon, Lucas Vertel, Frederic Vincent, Julius Voigt, Konstantin Voit, Marianne Vordermayr, Eva Weber, Heidemarie von Wedel, Michael Weisser, Corinne Welch, Käthe Wenzel, Nicole Wermers, Thilo Westermann, Antonia Wetzel, Janika Naja Wetzig, Paul Wiersbinski, Johannes Wilke, Gosia Wlodarczak, Ruth Wolf-Rehfeldt, Seçil Yersel, Mario Ziegenbalg, Rahel Zoller, Maren Zombik, Benjamin Zuber

 

Künstlerbücher für Alles
03. Juni – 06. August 2017
Eröffnung | 02. Juni | 19:00 Uhr

Zentrum für Künstlerpublikationen 
Weserburg | Museum für moderne Kunst
Teerhof 20 | 28199 Bremen

Di – So | 11:00 – 18:00 Uhr
Do | 11:00 – 20:00 Uhr
(Mo geschlossen)
Erwachsene € 8,- / € 5,- 
Familien € 14,-

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