6. Regionalschau in Dänemark

So, jetzt schnell noch dänisch lernen, denn die 6. Regionalschau geht ab dem Wochenende in die zweite Runde:

6. Regionalschau
med aktuelle værker af tyske og danske kunstnere
Fernisering lørdag de. 19. august

Haderslev Rådhus kl. 14.00 – 15.00:


Åbningstale ved Borgmester H.P.Geil, Haderslev
Hilsner fra: Kreispræsident Burkhardt E.Tiemann, Pinneberg
og Inge Olsen, formand for Flensborg Fjords Kunst og Kulturforening.
Haderslev kommune er vært ved en forfriskning.

Det Gamle Havnekontor kl. 15.30 – 17.00:
Åbningstale ved formand for Kultur og Fritid Allan Emiliussen.

Underholdning med Barokmusik af Bach, Händel og Vivaldi med Maria Johannsen, sopran og Guily Johansen, violin.
Kunstforeningen er vært ved en forfriskning.

Åbningstider:

Det gamle Havnekontor i perioden 19. august – 17. september
Lørdage-søndage kl. 13 – 16 og ekstraordinært i denne periode onsdagene: 23. og 30 august + 6. og 13. september kl. 15 – 18.

På Haderslev Rådhus i perioden 21. august – 22. september i
Rådhusets åbningstider på alle hverdage.
Fri entre – alle er meget velkomne.

Tid: Fernisering 19. august kl. 15.30-17
Pris: Fri Entre

 

6. Regionalschau (2)
Aktuelle Kunst deutscher und dänischer Künstler

Rathaus und Kunstverein Haderslev / Dänemark
19.08. — 24.09.2017

Eröffnung 6. Regionalschau in der Drostei in Pinneberg

Eröffnung Regionalschau / Drostei Pinneberg

Für gewöhnlich besuche ich keine Gruppenausstellungen, wenn ich selbst mit von der Partie bin. Mir geht die Eitelkeit der Kollegen nämlich auf den Sack, die sich nur für sich selbst interessieren und es auch nie müde werden, bei unpassendsten Gelegenheiten auf ihre Urheberschaft hinzuweisen, indem sie gleich ihr ganzes erbärmliches Leben referieren. Dazu verharren sie oft stundenlang am eigenen Werk und erschrecken jeden, der aus Versehen einen Blick darauf wirft, mit ihrer pathologischen Problemen: der Kunst. Meistens vielmehr dem, was sie dafür halten.

Besonders nervig bei solchen Eröffnungen sind die Reden. Viel zu viele davon von viel zu vielen Leuten, die ihre politische Dorfprominenz, ihre Vereins- oder Amtstätigkeit oder ihre großzügige Geldspende mit der Tatsache verwechseln Ahnung zu haben von dem, zu dem sie gebeten wurden, ihren Senf dazuzugeben. Ich war also schlau genug, mir die zumeist langatmigen, inhaltsleeren Worthülsen, in denen jeder und alles kontrastfrei hervorgehoben und gelobt wird, gar nicht erst anzutun.

Diese Beschwerden sind nun keine spezielle Kritik an der Regionalschau, es sind generelle Betrachtungen, anwendbar auf alle jemals abgehaltenen und in der Zukunft stattfindenden unspezifischen Gruppenausstellungen, die vom Charakter her eher an einen Flohmarkt erinnern als an eine Kunstschau.

Das Problem solcher GroßKunstschauen lässt sich nämlich ganz einfach auf den Punkt bringen: Ganz schön viel Buntmalscheisse, noch viel mehr Kunstartiges ohne jeden eigenständigen Wert, Zeugs das man bei einiger Kenntnis der modernen Kunstgeschichte entweder als reine Affinität zu irgendwem und irgendwas entlarvt oder längst von anderen Künstlern kennt. Nur besser und sogar mit Sinn und Verstand. Manchmal frage ich mich, weshalb da überhaupt kuratiert wurde oder ob das Kuratorium wieder total besoffen war, weil das Koks nicht für alle gereicht hat.

Schwamm drüber. In der Kunst hat es grundsätzlich gar keinen Sinn, sich ins weniger Gelungene zu versteigen. Man darf getrost darauf bauen, dass mittelmäßige Kunst ohnehin scheitert, es ist also unnötig sich konkret an einzelnem Mist hochzuziehen, um der Selbstüberschätzung ganz gezielt vor’s Schienbein zu treten. Nur das Gegenteil macht echt Sinn: Man muss sich auf das Herausragende konzentrieren, denn nur dies bereichert uns, unseren Geist und letztlich die Welt. Zum Glück gibt es bei aller berechtigter Kritik in jedem noch so fragwürdigen Sammelsurium von Exponaten immer auch Großartiges zu entdecken, und so hat auch die Regionalschau einiges Sehenswerte zu bieten.

Etwa die Mariage von Ursula Dietze: Ein Kleid aus Stacheldraht. (Mariage lässt sich zwar mit Hochzeit übersetzen, gemeint ist aber keine Heirat im eigentlichen Sinne, sondern eine Zusammenfügung. So verwendet man z.B. auch in der Antiquitätenrestauration den Begriff verheiratet, wenn etwa der Fuß des einen mit der Tischplatte eines ganz anderen Tischs zu einem hübsch verkäuflichen Möbel zusammengefügt wird.)

Dieses Kleid aus Stacheldraht möchte ich dieser Tage der Polizei in Hamburg als Uniform empfehlen, denn die Polizeiwannen auf den Straßen, die bewaffneten Polizisten, denen man unvermutet sonstwo begegnet, die nervigen Hubschrauberflüge vor allem des nachts und die unendlichen Kilometer an rasiermesserscharfem Natodraht, die in der Stadt an allen Ecken und Enden verbaut wurden, verdeutlichen gar nicht genug die Behauptung von Olaf Scholz (1. Bürgermeister im Polizeistaat HH), die meisten Hamburger würden von G20 praktisch nichts mitbekommen …
(Die Mariage ist übrigens mit 800 Euro recht günstig zu haben …)

Sehenswert ist übrigens auch der Ausstellungsort selbst: Die Drostei, ein freistehender beeindruckender Barockklotz aus rotem Backstein, zur Vorderseite öffnet sich die Innenstadt, an der Rückseite ein Park. Nur selten hat man die Gelegenheit, mitten in einer Stadt so ein Gebäude zu umrunden. Denn über die Jahrhunderte wurden auch Prachtbauten gerne architektonisch eingezwängt, wahrscheinlich, um durch direkte Nähe etwas von der Strahlkraft der Nachbarschaft zu stehlen. Die Drostei ist außerdem nicht kaputtsaniert, davon zeugen die herrlich knarrenden Stufen im hölzernen Treppenhaus. Allein das ist einen Besuch wert.

 

6. Regionalschau
Aktuelle Kunst norddeutscher und dänischer Künstler
01. Juli —06. August 2017

Vernissage: Samstag | 01. Juli 2017 | 16.30 Uhr
Eintritt frei

Mittwoch — Sonntag, 11 — 17 Uhr
Eintritt: € 3,- / € 1,50 Euro
Schüler zahlen nix

Die Drostei | Dingstätte 23 | 25421 Pinneberg
 
(Die Regionalschau wandert vom 19. August —  17. September
ins dänische Haderslev und wird dort aufgeteilt auf zwei Ausstellungen
im Kunstverein und im Rathaus gezeigt.)

Regionalschau 1: Drostei Pinneberg

6. Regionalschau

Aktuelle Kunst norddeutscher und dänischer Künstler

Beteiligte Künstler:

Gudrun Adrion, Anja Badners, Jared Bartz, Karin Baum, Susanne Berger, Margot Berghaus, Wolfgang Block, Heinke Both, Maiken Brathe, Elisabeth Brekenfeld, Ines Brinkschmidt, Birgit Bugdahl, Cornelia Busch, Isabel Calderón, Silke Claußen, Susanne Cleemann, Christa Conradsen, Helga Czeloth, Andrea Cziesso, Peter-Paul Dahms, Karin Daum, Inger Dethlefsen, Susanne Dettmann, Silvi Diercksen, Ursula Dietze, Kaisa Duus, Bernd Eilers, Iven Einszehn, Dorothee Ellerbrock, Ulrich Engelmann, Kai Feddersen, Eva-Maria Freudenreich-Kolb, Dieter Freywald, Renate Fürst, Dorsi Germann, Maria Gibert, Karin Goetzen, Gerten Goldbeck, Ann Goldmund, Erika Esther Goldschmidt, Andrea Gose, Tanja Gott, Ralf Greulich, Annelie Haack, Uwe Hahn, Bernd Harms, Ingrid Hartmann, Marion Heckmann, Tanja Hehmann, Maria R. Herrmann, Beate Hildebrandt, Rosa Hipp, Birte Jansen, Birgit Jendrossek-Rasmussen, Bettina Jungmann, Ralf Jurszo, Anne Marie Just, Bertina Kaerager-van Eijck, Petra Kilian, Birgit Marie Kjaer, Susanne Klena, Ingrid Klu Holling, Carsten Koch, Ruth Alice Kosnick, Heidi Koß, Jørgen B.Kraft, Birgit Kratschmayr, Solvej Krüger, Barbara Kübel, Petra Kuck, Ute Kühn, Emma Kundt, Wolfgang Legler, Marie-Luise Liebe, Margret Lieser, Birgit Lindemann, Werner Lohmann, Wieslaw Madecki, Lillimor Mahlstaedt, Hanna Malzahn, Margrit Meister, Thomas Meseberg, Karin Mohrdieck, Renate Möller, Martin Musiol, Rolf Naedler, Johannes Nawrath, Tomasz Paczewski, Keike Pelikan, Andreas Petzold, Susanne Pollach, Andrea Pöter, Gudrun Probst, QUINTESSENZ (Birgit Bornemann, mioq Marion Inge Otto-Quoos, Inken N. Woldsen, Renate Poggendorf, Karin Hilbers), Mouna Ramcke, Gerda-Maria Raschke, Ingrid Rästa-Thomsen, Silke Rath, Jens Rausch, Hartmut Rexin, Sabine Reyer, Anke Richter-Teubler, Joan Riis, Christian Ristau, Freddy Rode, Sigrun Roemmling, Claudia Rüdiger, Hans-Joachim Ruge, Marlies Rzadkiewicz, Christiane Schedelgarn, Claudia Schnack, Angela Schoknecht, Anita Schreiber, Rufina Schröter, Bettina Schwarze, Stilla Seis, Gudrun Eleonore Siegmund, Bernd Sievers, Bente Sloth Møller, Ruth Søe, Gundula Sommerer, Michael Staats, Adriane Steckhan, Kirsten Steenfatt, Finn Steenfatt Thomsen, Birgit Strohscher, Llaura I. Sünner, Nina Tholander, Ursula Trams, Inge von Krottnaurer, Valérie Wagner, Gabriele Walter, Gönna Warncke, Stephan Weißflog, Elke Werner, Ulf Wiechmann, Gudrun Wolff-Scheel, Anna Würth, Fred Zimmak, Gerd Zimmermann, Marion Zobe

 

6. Regionalschau
Aktuelle Kunst norddeutscher und dänischer Künstler
01. Juli —06. August 2017

Vernissage: Samstag | 01. Juli 2017 | 16.30 Uhr
Eintritt frei

Mittwoch — Sonntag, 11 — 17 Uhr
Eintritt: € 3,- / € 1,50 Euro
Schüler zahlen nix

Die Drostei | Dingstätte 23 | 25421 Pinneberg
 
(Die Regionalschau wandert vom 19. August —  17. September
ins dänische Haderslev und wird dort aufgeteilt auf zwei Ausstellungen
im Kunstverein und im Rathaus gezeigt.)

Eröffnung Regionalschau / Drostei Pinneberg

Zuerst mal das …

Iven Einszehn: „Warnschild“
Lack (Stencil) auf Schild
29,8 x 42,2 cm

 

Künstlerbücher für ALLES
Weserburg | Museum für moderne Kunst
Zentrum für Künstlerpublikationen
03.06. — 06.08.2017           Zusatztermine

6. Regionalschau (1)
Aktuelle Kunst deutscher und dänischer Künstler
Drostei Pinneberg
01.07. — 06.08.2017

Eröffnung Regionalschau
6. Regionalschau (2)
Aktuelle Kunst deutscher und dänischer Künstler
Rathaus und Kunstverein Haderslev / Dänemark
19.08. — 24.09.2017

 


CD für Experimentelles