All You Can Interview°

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Daniel Ableev:

Als diplomierter Tausendsassa verfolgst du eine klare „Was muss, das muss, und müssen muss alles“-Linie – gibt es Kunst, die du nicht machen würdest? Welche zu machende Kunst steht hingegen noch aus?

Iven Einszehn:

Typische Frauenkunst werde ich auf keinen Fall machen! Man erkennt typische Frauenkunst am Unfertigen, schlecht Durchdachten, frei von Kontext, so ungefähres Zeug, dafür irgendwas mit Gefühl, worauf ganz viel abgelabert wird, in den Floskeln Ja, stimmt / find ich auch / hier rechts, auch schön, denn in dieser Kunst stimmt immer alles, weil sie sich einer Kunstbetrachtung entzieht, indem sie sich in Kunsttratsch wälzt.
Typische Frauenkunst würde ich gerne mal machen. Mich befreien vom Vollständigkeitsdrang, den Übertreibungen, der inhaltlichen Pedanterie, mich erfreuen am Unfertigen, Zufriedensein mit geistig angerissenen Inhalten, die komplizierten Kontexte, die einen wochenlang martern, einfach mal weglassen, mich auf das konzentrieren, weshalb ich in Therapie bin: Gefühle. Dazu ganz viel Blasentee. Vielleicht entwickel ich mich sogar weiter und filze meine Ängste.

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Daniel Ableev:
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Das war Bucktopia

Kunstfestival Bucktopia – Endzeit.

27. – 29.09.2013

Bauprojekt Gucklochgalerie. Außenseiten: Eigene Arbeiten; Innenraum: Galerie Endzeit und Atelier. Die Installation titulierte schnell unter dem schlichten Begriff „Kubus“.

Ich brauchte für mein Bauprojekt einen regenfesten Ort, denn geplant war ein kubusartiger Bau von dreineinhalb Meter Höhe, aus praktischen Erwägungen ohne Dach, innen vollgestopft mit Werken anderer Künstler. Es fand sich eine atemberaubende, turmartige Halle  – in der auch noch genug Platz für die Skulpturen von Marthan und Thomas Andrée blieb, so dass aus „meinem“ Bauplatz am Ende eine schöne kleine Kunsthalle wurde …

Wie sich nach knapp einer Woche Bauzeit herausstellte, habe ich für meinen Bauplatz innerhalb dieser vermeintlich wetterfesten Halle allerdings den einzigen Fleck gewählt, auf dem es hineinregnet. Völlig ungeplant wurde ein Dach nötig. Zum Glück bot sich Konstantin Bensch hilfreich an, und in einer Nachtschicht haben wir zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens eine gut 4,50 m hohe Stahlstele geschweißt, über die ich eine Plane spannen konnte …

Stahlstele Gemeinschaftswerk mit Konstantin Bensch
Stahlstele
Gemeinschaftswerk mit Konstantin Bensch
Stahlstele Detail Schwuler Astronaut
Stahlstele Detail
Schwuler Astronaut

Außenansichten:

Iven Einszehn
Bucktopia Gucklochgalerie
ALL YOU CAN ART, unter diesem Motto fasse ich mein facettenreiches Schaffen zusammen …
Kubus-001
Iven Einszehn
Bucktopia Gucklochgalerie
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Iven Einszehn
Bucktopia Gucklochgalerie
Kubus-003
Iven Einszehn
Bucktopia Gucklochgalerie
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Iven Einszehn
Bucktopia Gucklochgalerie

Im Vordergrund: Der Fadenmann von Thomas Andrée.
Der Fadenmann verweist in Material (Treibholz und Ton von/aus der Elbe, Nadel und Faden), sowie Verarbeitung (genähtes Holz!) & Darstellung auf Iven Einszehn.
Danke, Thomas, für diese wunderbare Würdigung!

Kubus_Nachts_006
Iven Einszehn
Bucktopia Gucklochgalerie Nachts
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Iven Einszehn
Bucktopia Gucklochgalerie Nachts

Innenansichten und Einblicke:

Dem Aufruf, in der Galerie Endzeit auszustellen, sind folgende Künstler gefolgt: Britta Scheibe, Kirsten, Alke, Sebastian Fricke, Sarah Bernau, Andreas Seidel, holle W., Sylvia Walther, Erika Hess, einige Schulkinder, Thomas Andrée, Stan, u.a. (die Namensliste ist verloren gegangen, hier nicht genannte Teilnehmer, bitte melden!)

Galerie Endzeit Ansicht 1
Galerie Endzeit
Ansicht 1
Galerie Endzeit Ansicht 2
Galerie Endzeit
Ansicht 2
Galerie Endzeit Ansicht 3
Galerie Endzeit
Ansicht 3
Galerie Endzeit Ansicht 4
Galerie Endzeit
Ansicht 4