Kleinigkeit aus dem rassistischen Alltag …

… den Grimme-Preis gibt‘ dafür nicht, aber locker drei Hakenkreuze:

Tja, das Problem mit dem Rassismus lässt sich eben nicht auf  die holzpfahlartigen Auswüchse von PEGIDA, AfD, Nazis, Stammtischparolen und einfacher Vollverblödung reduzieren. Es sind häufig die kleinen unbedachten Schnitzer, die den Rassismus ganz selbstverständlich in den Alltag transportieren.

Hier ist es die dumme Konnotation!

(Die ich nicht erötern werde – denn das bisschen Hirn setze ich voraus, um zu kapieren, dass es so mal gar nicht geht.)

Als Anregung für weitere Artikel in der Tegernseer Dorfzeitung hätte ich anzubieten:

  • Jugendliche unfreundlicher als Flüchtlinge
  • Grau häßlicher als Flüchtlinge
  • Müll stinkender als Flüchtlinge

und natürlich:

  • Maxi Hartberger dümmer als Flüchtlinge!


Bei der Gelegenheit:

Amnesty International hat vor wenigen Wochen eine große antirassistische Kampagne gestartet. Tu was gegen den Rassismus im Alltag. Besorg dir bei Amnesty Kampagnenmaterial. Es gibt Infobroschüren, Postkarten, Poster, Aukleber, Buttons. Alles kostenlos. Zeig der Welt, dass Du den Durchblick hast und verschaff jenen, denen es daran mangelt, den allernötigsten Hintergrund, um das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen!

amnesty
Kampagne gegen Rassismus in Deutschland

 

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Geiz ist nicht geil!

Amnesty Bochum veranstaltet seit Jahren kurz vor Weihnachten eine Benefiz-Auktion. Aktuell können wieder Kunstwerke eingereicht werden.

Prima Sache, sollte man denken.

Dem Grundgedanken nach ist eine Benefiz-Auktion selbstverständlich großartig, denn die dort eingenommenen Gelder werden für eine gute Sache verwendet und stünden ansonsten wahrscheinlich nicht zur Verfügung.

Die Sache selbst aber ist völlig verwurmt. Denn die üble Wahrheit bei Benefiz-Auktionen ist schlicht die: Dort wird die Kunst verramscht. Kaum ein Bieter ist ernsthaft bereit, ordentlich Kohle rauszuhauen, obwohl es genau darum geht: Bereitwillig Geld zu geben für eine gute Sache. Nicht auf den Wert zu schauen, sondern auf den Zweck. Der ist den meisten Leuten aber sowas von egal, es geht ihnen nicht um Offenherzigkeit, es geht ihnen um egoistische Raffgier, es geht darum, Schnäppchen zu machen. Und in dieser Eigenschaft wähnen die sich dann noch in der Funktion des Gutmenschen.

So bedienen sich Sammler auf (hochrangigen) Benefiz-Auktionen schamlos. Da gibt es regelrechte Benefiz-Vagabunden, die dafür sorgen, dass so mancher namhafte Künstler sich aus diesem Kokolores konsequent heraushält.

Andere Künstler werden schamlos, indem sie dreist drittklassiges Zeug hergeben oder auf ausgesprochene Ladenhüter zurückgreifen, die unter normalen Umständen eh niemand kaufen wollte.

Dass sich zu solchen Anlässen dann auch noch drittklassige Künstler gesellen, die ihren leider selbst gemalten Werken Listenpreise von Märchenqualität verpassen, um sich genau die Wichtigkeit zu verleihen, die sie im Leben nie erlangen werden, verübelt die Sache noch um einiges mehr. Dieser Spendenmüll verdünnt die Qualität der gelungegen Kunst und rechtfertigt fast schon die Bieterunwilligkeit. Im Durcheinander minderwertiger Ware (die zugegeben mit € 12,50 auch schon mal völlig überteuert ersteigert wird) ist ihnen eine angemessene Wertschätzung kaum noch zuzumuten.

Nach Benefiz-Auktionen werden die Erträge gerne öffentlich gefeiert, die sich nach haufenweise billig verklappten Werken meist um lächerliche Summen bewegen, die als reiner Betrag betrachtet zwar ganz ordentlich wirken können, es in Wahrheit aber eben nicht sind. Das ist das eigentliche Armutszeugnis. Das ist das Armutszeugnis, das von Veranstaltern in devoter Pflicht zur Dankbarkeit hochstilisiert wird. Sie wollen es sich ja nicht verderben, nicht mit den Spendengebern und nicht mit den Bietern.

Aber genau diesen Bietern muss man mal ordentlich ins Hirn scheißen.

Geiz ist nicht geil!

Wer auf eine Benefiz-Auktion geht, um dort extrem billig zuzuschlagen, der hat gar nichts begriffen!

(Die Ausrede, im Bietergefecht keinen angemessenen Gegner gefunden zu haben, lasse ich nicht gelten. Gerade auf Benefiz-Auktionen kommen Geizhälse selten allein, Du bist also lediglich unter deinesgleichen. Und es steht dir jederzeit völlig frei, deinen eigenen Preis angemessen zu überbieten. Für die gute Sache!)

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Neu: Iven auf Twitter

Neues Buch: Es geht auch ohne Elke, Elke

Amnesty Bochum Kunstauktion

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