Diktator Erdogan ersetzt Alte Meister in Nationalgalerie

Der Islamist Recep Tayyip Erdogan baut die Türkei in eine Diktatur um, und die Welt kratzt sich ein bisschen den Kopf.

Massenverhaftungen und -entlassungen aller, die nicht 110% auf islamistischer Linie das eigene Denken abgeschafft haben, sind nur die Spitze des Eisbergs. Diktator Erdogan hatte nicht nur Listen zig Tausender in petto, die sich unbeliebt gemacht haben oder sich ungeliebt machen könnten. Richter etwa, die verfassungsgemäß dreist nach dem Gesetz geurteilt haben oder genau diese Schweinerei eines Tages praktizieren könnten.

Im Nationalmuseum hingen auch seit etlichen Jahren billige Kopien alter Meister. Die Originale waren längst überarbeitet. Diktator Erdogan wartete lediglich auf die passende Hirn- und Volkserweichung, um die überarbeiteten Originale gegen die Kopien auszutauschen.

Duerer_nach_dem_Putsch-web
Nach dem Putsch-Versuch in der Türkei: Gemälde Albrecht Dürers in der Nationalgalerie Istanbul. (Die auf dem Gemälde dargestellte ERDOGAN-Kette aus Swarovski-Kristallen ist im Museumsshop erhältlich. Da gibt’s auch Socken und keine Kondome. Touristen sollten darauf verzichten. Jeder Kauf finanziert die islamistische Diktatur.)

 

Touristen, welche die Nationalgalerie besuchen, sei zur Vorsicht geraten. Wer behauptet, hier handele es sich um Fälschungen, Verfälschungen, Übermalungen, Geschichtsklitterei, Propaganda o.ä., wird sofort verklagt. Der Diktator ist ganz schnell angepisst, versteht keinen Spaß und auch ansonsten eher wenig.

Besonders perfide bei der Erdoganisierung der Kunst (im Volk schlicht Allahisierung) ist übrigens gar nicht die Übermalung des Dürer-Gemäldes, die einem sofort ins Auge springt.* Dem Meisterwerk wurde durch den ekelhaften Plastikrahmen überdies die türkische Kitsch-Kultur aufgezwungen.

*Der westliche Betrachter würde hier vielleicht ein Kopftuch erwarten oder sogar eine Burka angebracht finden. Dann wäre die Fresse des Diktators aber nicht zu sehen. Es ist aber ganz wichtig, sie besonders häufig zu zeigen, denn noch immer haben sich nicht alle Türken daran gewöhnt. Manche erschrecken beim Anblick derart, dass sie sofort verhaftet werden.

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Die Graffiti-Brille

Neulich war ich auf dem Land unterwegs und in irgend einem geleckten Kleinstadtdorf in Niedersachsen hatte ich Glück: Ich hab bei Penny noch einen Satz Graffiti-Brillen erwischt!

Penny_Graffiti-Lesehilfe-kleiner

Eigentlich habe ich die Dinger ja gar nicht nötig, aber ich hab sie trotzdem ausprobiert und kann bestätigen: Die Graffiti-Brillen fördern nicht allein das Lesen, sondern auch das Sehen. Man sieht Urbanart, Streetart und Graffiti usw. nicht nur wesentlich besser, die Brillen wirken auch positiv aufs Gehirn – man findet alles, was es an anarchistischer Kunst in der Welt so gibt, total gut.

Der Gebrauch der Graffiti-Brillen ist zwar etwas umständlich,  aber wenn man es endlich hinbekommen hat, die drei Brillen aufzusetzen, entdeckt man dank der fulminanten Sehhilfen so manches versteckte

Detail:

Detail

und Rätsel:

Rätsel

Ich hab die Graffiti-Brillen aber auch zu Hause getestet. Sie sind sehr hilfreich bei der Sichtung und Sortierung meiner Bildarchive, so dass ich auch hier fündig geworden bin und so manches DETAIL und RÄTSEL (wieder)entdeckt habe:

 

Alle Dokumente in und aus Hamburg, etliches davon längst zerstört …


Kleiner Nachtrag: Schmiere (s. Galerie) finde ich als Tag ähnlich gelungen wie Dreck, Scum, Abschaum u.ä., weil solche Begriffe die bürgerliche Meinung, dass es sich bei streetart bloß um Geschmiere handelt, selbstbewusst und ironisch konterkarieren.

Schmiere hätte ich also toll gefunden – schaut man genau hin, entdeckt man allerdings einen Schinesen. In der Weise aber auch sehr schön  🙂


SUGAR im Barmbeker Rundbunker

Wer es gestern nicht geschafft hat, zur Eröffnung zu kommen, sollte sich beeilen: Die Ausstellung SUGAR im Barmbeker Rundbunker ist nur noch heute ab 14:00 zu besuchen. Im Barmbeker Rundbunker ist für gewöhnlich die Boutique Peggis Schwester ansässig. Dank Sebastian Hack, Initiator der Ausstellung, haben deutsche und schweizer Künstler den Bau in ein temporäres Gesamtkunstwerk verwandelt.

SUGAR: Gesamtkunstwerk

Schon beim ersten Schritt in die Ausstellung empfängt einen der Geruch von Lack. Man ahnt, dass das letzte an die Wand gesprühte Werk erst vor fünf Minuten beendet wurde, weiß aber nicht, dass der Bunker schlecht zu belüften ist. So hält sich das typische Aroma von MOLOTOW-Dosen und umnebelt einen heftig, während man den Bunker nach oben steigt und sich Werk um Werk über die Nase ins Gedächtnis prägt. Ein praktischer Nebeneffekt, denn die Verknüpfung von Geruchssinn und Erinnerungen ist nicht zu unterschätzen.

SUGAR: Bobbie Serrano

 

SUGR: Bobbie Serrano

Immerhin braucht man, umweht vom Gas der Kannen, nicht ganz so viele Biere, um besoffen zu werden, als besuchender Künstler fühlt man sich sofort zu Hause und mit dem ersten Atemzug wird deutlich, worum es in dieser Ausstellung geht bzw. was die Künstler in all ihrer Unterschiedlichkeit eint: Es ist die Straße. Allesamt sind sie Streetartkünstler, haben ihre Wuzeln im Graffiti oder bedienen sich der anarchistischen Techniken – die zugegeben bei der Verwendung im Atelier immer etwas von ihrem Reiz verlieren. Denn eine Kalligrafie, ein Graffiti oder ein Bombing entwickelt an der Wand und in der Hermetik einer Ausstellung nie die Kraft, die Wirkung und Bedeutung, die es auf der Straße durch seine Umgebung und den Kontext des Verbotenen erhält.

SUGAR: OneTruth + Gesamtkunstwerk

 

SUGAR: Gesamtkunstwerk Detail

Zu entdecken gibt es dennoch viel großartige Kunst, mal unverkennbar nah dran an der gemeinsamen Herkunft, dann in vollkommener Ferne, so dass im Werk keine unmittelbar sichtbare biografische Notiz verbleibt. Dies ist aber unerheblich, denn in der Kunst geht es allein um die Kunst. Über Ursache und Wirkung lässt sich viel und gerne reden – darauf reduzieren muss man aber nichts. Bestes Beispiel hierfür: die herausragenden Gemälde von Tobias Kroeger, in denen er die Gesichter in Farbbalken zerlegt, in abstrakte Landschaften und in geometrischen Zerfall, wodurch diese Bilder den Betrachter mit der Deutung vollkommen allein lassen. Genau genommen aber: einen genau damit reichhaltig beschenken.

SUGAR: Tobias Kroeger

 

SUGAR: Tobias Kroeger

Auch ohne die Kunst ist der Ort einen Besuch wert, denn der Rundbunker ist die architektonisch optimale Lösung, möglichst viele Menschen auf geringem Platz unterzubringen. Der Turm ist eine einzige sich selbst verschlingende Etage, in der es auf einer geschwungenen Rampe vom Erdgeschoss bis unter die Decke geht. Bei der Begehung kann einem schwindelig werden. Man mag sich kaum vorstellen, wie die Menschen in Barmbeker Bombennächten auf dieser Rampe verharrten, Stunde um Stunde, dicht an dicht, auf schiefem Grund.


SUGAR ARTEXCHANGE
Rundbunker Barmbek
Wiesendamm 7 (direkt S/U-Bahn Barmek)
NUR NOCH HEUTE, 16. April, 14:00 – 22:00
Aftershow Party im Molotow: Heute, 16. April 23 Uhr – open end

 

Künstler: Rips 1 / OneTruth / Dr. Drax / Pase / Tobias Kroeger / Base 23 / Frau Meier / Ona Sadkowsky / Fred Naujoks / kasi / RobiTheDog /  Bobbie Serrano / Oibel / Kera / Attidude / Thomas Koch (Strassenkoeter) / Kilian Vilim / Mark Freiboth

Entwurf für das Atelierhaus

Iven Einszehn: „Entwurf für das Atelierhaus
in den Bober Dünen (Erdgeschoss)

Druckertinte, Collage von Faltungen,
Korrekturstift, Tintenstift und streetink
auf Leinwand, 50 x 40 cm

 


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 Warnung:

Der Kauf dieses Buches wird mit Lesen nicht unter 114 Seiten bestraft!

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Erhältlich bei Amazon für € 6,01

Stadt

Iven Einszehn: "Stadt"
Tusche, Collage von Faltungen, Ritzungen,
Streetink und Korrekturstift
auf Leinwand, 50 x 70 cm


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Der Kauf dieses Buches wird mit Lesen nicht unter 114 Seiten bestraft!

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Erhältlich bei Amazon für € 6,01

Eishöhle

Iven Einszehn: “Eishöhle”
Glasmalfarbe, Collés von Faltungen, Ritzungen, streetink und Lackstift
auf Leinwand / H 30 x B 24 cm

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Neues Buch: Es geht auch ohne Elke, Elke

Elke-cover-vorn

  • Taschenbuch: 114 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent; 3. Auflage
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517683475
  • ISBN-13: 978-1517683474
  • € 6,01

Erhältlich bei Amazon

 

Blumen 2 + 3

Iven Einszehn: “Blumen 2”
Druckertinte, Dispersionsfarbe, Collés von Faltungen, Korrekturstift und Bleistift
auf Leinwand / H 30 x B 25 cm
Iven Einszehn: “Blumen 3”
Druckertinte, Dispersionsfarbe, Collés von Faltungen, Korrekturstift, Bleistift und streetink
auf Leinwand / H 30 x B 25 cm

 

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Neues Buch: Es geht auch ohne Elke, Elke

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  • Taschenbuch: 114 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent; 3. Auflage
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517683475
  • ISBN-13: 978-1517683474
  • € 6,01

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Barbra Streisand

 

Iven Einszehn: “Barbra Streisand”
Linoldruckfarbe (Latexdruck), Collé von Faltung auf Karton, Farbstift und Bleistift
auf Papier/ H 60,8 x B 42,7 cm
Iven Einszehn: “Barbra Streisand”
(Detail auf Kante)

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Neues Buch: Es geht auch ohne Elke, Elke

Elke-cover-vorn

  • Taschenbuch: 114 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent; 3. Auflage
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517683475
  • ISBN-13: 978-1517683474
  • € 6,01

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Europa

Iven Einszehn: „Europa“
Ausziehtusche, Collés von Faltungen, Ritzungen, Druckertinte, Streetink und Lackstift
auf Leinwand / H 40 x B 50 cm

 


 

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Neues Buch: Es geht auch ohne Elke, Elke

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  • Taschenbuch: 114 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent; 3. Auflage
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517683475
  • ISBN-13: 978-1517683474
  • € 6,01

Erhältlich bei Amazon

Blumen 1

Iven Einszehn: „Blumen 1“
Ausziehtusche, Collés von Faltungen, Ritzungen, Streetink und Lackstift
auf Leinwand / H 70 x B 50 cm

 


 

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