Triptychon soll heißen: Der Titel für Mittwoch

Triptychon mit Montags- bis Sonntagstitel

der Mittwochstitel lautet:

„Gedankenversunken“

Iven Einszehn: „Gedankenversunken“

Acryllack, Ausziehtusche, Collé von Faltung und Falten und Ritzungen auf Leinwand / auf Papape auf lackiertem, mit Graphit poliertem Sperrholz

H 54 x B 120 cm


linke Tafel: „Versenken“

mittlere Tafel: „Versinken“

rechte Tafel: „Verdanken“


(vergleiche zur Einführung und zum Hirnabgleich das: Triptychon soll heißen

und hier: Der Montagstitel

und hier: Der Dienstagstitel)


Die Titel hat sich Britta ausgedacht:

Britta lebt in Halle und Biederitz.

In Halle widmet sie sich der Archäologie, in Biederitz wird sie bald Mutter. Archäologie und Kinder haben auf den ersten Blick nichts gemein. Wenn die Scheiße nicht wäre.

Stadtarchäologen kann fast nichts Besseres unterkommen, als ein Klo aus dem frühen Mittelalter. Die Kloake stinkt noch nach Jahrhunderten zum Himmel, ist aber jedes Mal eine wahre Fundgrube, weshalb es sich immer lohnt, metertief in der Scheiße zu wühlen. Die haben da früher alles rein geschmissen. Einfach alles, Töpfe, Tassen, Gläser, Geschirr, Kinderspielzeug, Tabakspfeifen, Kämme, Tierkadaver, Schuhe, Bekleidung, teilweise sogar ganze Kachelöfen oder deren Angehörige. Weil der Mensch schon immer blöd war,  ist so manches Wertvolle beim Kacken einfach reingefallen. Darauf sind Archäologen ganz besonders scharf, und deshalb kennen die da nichts.

Als Mutter hat man ordentlich mit Kinderkacke zu tun, das ist zunächst kein Geheimnis. So ein Kind hält aber weit mehr Kinderkacke bereit, als so einem Mutter anfänglich klar ist. Denn nach der physischen Ebene, kommen die psychischen Ebenen: Zeiten der Widerworte, Phasen des Aufbegehrens und der Ungezogenheit gipfeln exakt in dem Augenblick, wo so ein Elter denkt, diese ewige Kinderkacke hinter sich und das Gör endlich auf den rechten Weg erzogen und geschrieen zu haben, in der Pubertät. Die Pubertät ist eine ganze üble Entwicklungsstörung, während der die Jungen extrem häßlich werden, während die Mädchen zu Nuttigkeit und Renitenz tendieren. Kinderkacke über alle Maßen. Kinderkacke ohne Ende. Eigentlich endet das alles erst, wenn die Kinder aus dem Haus sind und man sich mit ihnen zerstritten hat, sodass man sich jahrelang aus dem Wege geht. Wenn man es richtig anstellt, sogar für immer.

Es ist ein unerforschtes Mysterium, weshalb diese Sachverhalte über hunderttausend Generationen hinweg von allen Eltern dieser Welt, die genau diese Erfahrungen gemacht haben, nicht weitergegeben wurden und werden. Ich vermute Rache. Keine Neueltern sollen es besser haben, deshalb werden sie von Alteltern nicht gewarnt. Ich durchbreche diesen Zyklus der Niedertracht. Dafür danke ich mir. Ich bin Iven. Ich hab ja Zeit. Für sowas.


Liste unterschlagener Sachverhalte:

Britta schneidet manchmal Haare. Auf Kunstfestivals. Kostenlos und ohne Garantie. Verklagt wurde Britta nie. Deshalb nicht.

Britta ist bei facebook, ich verrate aber nicht, wo.

Google hält Britta für einen Wasserfilter. Suche zwecklos. Wäre ich Britta, würde ich von dem Wasserfilterherstellerunternehmen Tantiemen verlangen für die Verkeimung ihres Namens. Bei einem Hersteller von Oliven ist mir das erfolgreich gelungen: Was fällt dem ein, einfach meinen Namen in seinem Produkt zu verwenden! Davon lebe ich seitdem.

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Die KUNSTANSTALT sagt:

„Tschüs, Halle!“
Auf dem Weg zum Bahnhof lag noch n bisschen streetart rum, eingesammelt am LaBim und in der Innenstadt …

 


LaBim

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NichtLaBim

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Innenstadt-03-kleiner

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Kunstanstalt in Halle II

Annlässlich des Geheimbesuchs der KUNSTANSTALT Hamburg in Halle habe ich heute eine weitere Industrieruine erforscht, die Freyberg-Brauerei in Glaucha:

 

 

KUNSTANSTALT in Halle

Die KUNSTANSTALT Hamburg ist zu Besuch in Halle. Falls ihr jetzt denkt: Super, da geh ich hin, dann habt ihr Pech, denn die KUNSTANSTALT ist zu Geheimbesuch auf einer privaten Kunst-Party. Eine p-ART-y also.

Bei der Gelegenheit bin ich bereits einige Tage eher angereist, um ein wenig nach Graffiti und streetart zu forschen. In Wahrheit bin ich also nur hergekommen wegen der verrotteten Häuser und Industrieanlagen, welche die ostdeutschen Städte (jedenfalls für mich) einzigartig verlockend machen. Hier tobt die Kunst und hier tobt sich der Nachwuchs aus und übt was das Zeug hält …

(Alle Fotos aufgenommen in einer aufgegebenen Industrieanlage am Reileck, vis-á-vis Kunstkiosk Hr. Fleischer.)

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Mein heimlicher Favorit:
Das Klavier. Ein kleiner Genistreich :-)

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