Termine G20

Aus aktuellem Anlass:

Sonntag, 02. Juli | Aufbau des Antikapitalistischen Camps

Nach wochenlangem juristischen und politischen Kampf um ein
antikapitalistisches Protestcamp haben wir heute nacht vorm
Verwaltungsgericht gewonnen. Es hat entschieden, dass wir ab Sonntag
(2.7.) mittag um 12h
im Elbpark Entenwerder (S-Bahn Rothenburgsort) ein
Camp _inklusive Schlafzelten errichten dürfen. In der letzten Woche hat
die Polizei mehrfach gezeigt, wie wenig sie von gerichtlichen Urteilen
und Versammslungsrecht hält. Daher erwarten wir nicht, dass der Aufbau
ungestört von statten gehen kann.

Wir brauchen also richtig, richtig viele Menschen! Helft uns, dieses
Camp möglich zu machen, auch wenn sich Grote und seine Polizei nicht an
die eigenen Regeln halten wollen. Zusammen bauen wir das Camp auf!

Leitet das über alle Kanäle weiter!

Antikapitalistisches Camp

 

Polizei Hamburg pfeift wie gewohnt aufs Recht und verhindert Protestcamp Entenwerder (siehe mopo)
Spätestens hiermit sollte klar sein, dass die Polizei gewalttätige Konflikte provozieren will. Sie jammert sie schon seit Monaten herbei …

 


Freitag, 30. Juni

19:00 | Aktion | Protest | umsonst & draussen

Mal wieder aus der Reihe tanzen

Die sog. „Blaue Zone“ (Demoverbotszone) tanzbar machen: Konzert, Soundsystem, Redebeiträge

Irie Revoltes LIVE

Achidi-John-Platz | vor der roten Flora | Schanzenviertel


19:00 | Ausstellung

Abdalla Al Omari „The Vulnerability Series Extended“

Anlässlich des G20 Gipfels in Hamburg laden Lemonaid und die Affenfaust Galerie zu ihrer eigenen Interpretation eines „Spitzentreffens“ ein. Al Omari, der aus Syrien flüchtete und heute in Brüssel lebt, illustriert in seiner Bildreihe „The Vulnerability Series“ (Serie der Verwundbarkeit) Weltpolitiker als Vertriebene und nimmt ihnen damit ihre wichtigste Eigenschaft: die Macht. Plötzlich erscheinen sie im Auge des Betrachters selbst verzweifelt und „verwundbar“.

(Die Ausstellung läuft bis 08.07.2017)

Affenfaust Galerie | Paul-Roosen-Straße 43 | St. Pauli

 

Samstag, 01. Juli

10:00 | Workshop (01.07. 10:00 — 02.07. 18:00)

Aktivismus und Fiktion

Der Workshop „Aktivismus und Fiktion“ mit den Mitgliedern des spanischen Künstler_innenkollektivs Enmedio aus Barcelona, der in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg stattfindet, bereitet sich im TOOLKIT-Modus, mit Techniken der Fiktion und künstlerischen Praxis (Photografie, Video, Text, Körper) auf den G20 Gipfel in Hamburg vor.

Gängeviertel | Fabrique 4. Stock | Valentinskamp 34 (Zugang über Speckstr.) | 20355 Hamburg


15:00 | Vortrag

G20-Gipfel in Hamburg — Der Gipfel der Repression?

Andreas Blechschmidt gibt einen Überblick über die staatliche Repression im Vorfeld und während des G20-Gipfels und berichtet über polizeiliche und geheimdienstliche Vorfeldaktivitäten und polizeiliche Einsatztaktiken während des G20-Gipfels. Dazu kann gemeinsam über Gegenmaßnahmen diskutiert werden.

(Im Rahmen der Anarchistischen Veranstaltungswoche “Bücher. Bildung. Barrikaden“ | 29. Juni – 6. Juli)

Kölibri | Hein-Köllisch-Platz 12 | St. Pauli


19:00 | Ausstellung | Aktion

Museum des Kapitalismus

Was ist Kapitalismus? Führt er wirklich zu Freiheit und Wohlstand? Oder zu Unterdrückung und Ausbeutung? Was hat das mit dem G20Gipfel zu tun? Und was denkst du darüber?

Das Museum des Kapitalismus und das Kollektiv für Alternativen laden ein zu einer interaktiven Mitmach- Ausstellung. Exponate zum Anfassen, Ausprobieren und Mitgestalten bieten einen unterhaltsamen Einstieg in Fragen rund um den Kapitalismus.

Das Projekt läuft bis 08.07.2017. Geöffnet täglich 15:00 — 19:00

Affenfaust Galerie | Paul-Roosen-Straße 43 | St. Pauli

 

Sonntag, 02.Juli

13:00  und 16:00 workshop| Mobilisierung

Aktions- und Blockadetraining

Für Aktionen des Zivilen Ungehorsams benötigen wir gute Vorbereitung, Erfahrungsaustausch und Aktionstechniken, die erlernbar sind. Damit ihr euch in Aktion sicherer fühlt und euch selbst schützen könnt, wollen wir gemeinsam Befürchtungen abbauen, sowie unsere individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit stärken.

Uni Hamburg | Hauptcampus | Von-Melle-Park 9 | Dammtor


15:00 Infoveranstaltung | Vortrag

Widerstand in der Trump-Ära

Wie konnte Donald Trump an die Macht kommen und was sagt uns das über die Zeit in der wir leben? Und welche Strategien bieten sich an, um zunehmend repressiven Regierungen und einem stärker werdenden Graswurzelnationalismus die Stirn zu bieten?

Centro Soziale | Sternstr.2 | Ecke Neuer Kamp | Karoviertel


19:00 Vollversammlung

Vollversammlung gegen die Kriminalisierung des Schlafes – Protestcamps in Hamburg möglich machen!

In HH sind jetzt selbst Dinge wie Schlafen, Essen oder Duschen verboten und kriminalisiert, Unterstützer*innen aus dem Wendland werden nicht in die Stadt gelassen (bzw. erst nach 5 Stunden Verhandlungen mit Anwält*innen). Versammlungsrecht? BVG-Urteil? Gegen Duddes „Polizeirecht“ wirkungslos. Die Gäste aus aller Welt kommen natürlich trotzdem. Auf der VV soll konkret darüber gesprochen werden, wie Camps praktisch ermöglicht und damit die Proteste insgesamt unterstützt werden können.

Rote Flora | Achidi-John-Platz 1 | Schanzenviertel

 

 

Montag, 03. Juli

19:00 Infoveranstaltung | Vortrag

Hamburg: Vom Hafengeburtstag bis G20 — Die Bundeswehr im Einsatz an der Heimatfront

Es ist davon auszugehen, dass die Bundeswehr im Zuge des G20 Gipfels in Hamburg eingesetzt werden wird. Das wäre nach dem OSZE-Gipfel im Dezember 2016 innerhalb von sechs Monaten schon das zweite Mal, dass das Militär im Kontext sozialer Proteste in Hamburgs Straßen aktiv würde. Die Kooperation von Polizei und Militär ist in Deutschland keine Seltenheit. Die beiden staatlichen Repressionsorgane arbeiten routiniert zusammen und die Militärs sind ständig im Inland im Einsatz.

Alison Dorsch (Bündnis Bildung ohne Bundeswehr – BoB) gibt einen Überblick darüber, was die SoldatInnen in Deutschlands Straßen dürfen, was sie tatsächlich machen und welche gesellschaftlichen Kräfte davon profitieren.

Internationales Zentrum B5 | Brigittenstraße 5 | St. Pauli

 

Dienstag, 04. Juli

ab 16:00 | Aktion | Protest

Hedonstisches Massencornern gegen G20

In der Demoverbotszone auf die Straße. Boxen raus und aufdrehen. Laut, draußen, vielzählig & widerspenstig. Mit Lärm und Lust gegen die Blaue Zone.

Überall. Brennpunkte: St. Pauli | Schanze | Karoviertel | MESSEHALLEN

 

Mittwoch, 05. (und 06. Juli)

10:00 | Alternativgipfel G20 | Aktion | Diskussion | Workshop

Gipfel für Globale Solidarität

Mehr als 50 Initiativen und Organisationen rufen zu einem zweitägigen Treffen als Alternative zum Gipfel der G20 auf.

„Die G20 verteidigt ein System, das die soziale Ungleichheit auf die Spitze treibt. Wir zeigen die Zusammenhänge der globalen Probleme auf und diskutieren Alternativen, die zu einer Lösung führen können.

Wie überwinden wir Armut, Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg und Naturzerstörung? Wie können wir soziale und demokratische Rechte global durchsetzen? Wie bekämpfen wir effektiv Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Homophobie? Wie erreichen wir ein solidarisches Gemeinwesen, das auf Kooperation und Selbstbestimmung basiert? Wie sieht eine Wirtschaftaus, die dem Menschen dient?

Wir sind überzeugt: eine andere Politik ist möglich!“

Das gesamte Programm

Kampnagel | Jarrestr. 20 | 22303 Hamburg

 

Mittwoch, 05. Juli

12:00 Performance | Aktion

1000 Gestalten

Die Kunstaktion 1000 Gestalten läuft bereits seit einigen Wochen. An verschiedensten Orten Hamburgs tauchen unvermittelt lehmverkrustete Gestalten auf, die zombieartig das Stadtbild verzerren.

Am 05. Juli findet die Aktion ihren Höhepunkt, indem alle Aktivisten in einer riesigen Masse aufeinandertreffen, sich von ihren Lehmpanzern befreien, ihre Menschlich­keit und ihren individuellen Ausdruck zurückgewinnen.

Hamburg | Augen auf!


16:00 Demo

Woman’s March gegen Trump und G20

Donald Trump ist mit seiner frauenfeindlichen Politik in den letzten Monaten zur negativen Hauptfigur massenhafter Proteste auf der ganzen Welt geworden. Wenn er uns zum G-20-Gipfel in Hamburg besucht, wollen wir das natürlich nicht unkommentiert lassen. Auch ist Trump nicht der Einzige, der für die Frauenfeindlichkeit der G20-Regierungen steht. Erst vor wenigen Monaten hat Putin die Strafe für häusliche Gewalt gesenkt. Erdogan steht für einen reaktionären Islam, seine Ministerien veröffentlichen sexistische Broschüren, wie Männer zu Hause mit ihrer Frau umzugehen haben, die auch Vergewaltigungen und Gewalt nicht ablehnen. Und auch in Deutschland ist es zu einem Ende der Unterdrückung der Frauen noch ein weiter Weg.

Ottenser Hauptstraße | Ottensen


18:00 | Demo | Rave | Nachttanzdemno

Lieber tanz ich als G20

Es ist Anfang Juli 2017. Halb Hamburg ist eine lahmgelegte Sicherheitszone, während einige wenige Staatschefs sich anmassen, über unsere Lebensbedingungen und Zukünfte zu bestimmen. Nehmen wir diesen Anlass zum Fest. Zeigen wir, tanzend, feiernd, lachend, dass wir uns nicht fügen. Dass wir eigene Träume für die Zukünfte haben und nicht gewillt sind, lahmgelegt zu werden. Weder durch Sicherheitszonen noch durch die kapitalistische Verwertungsmaschinerie

Landungsbrücken | St. Pauli

 

Donnerstag, 06. Juli

16:00 Reden | Konzert   •   19:00 Demo

G20 welcome to hell

Internationale antikapitalistische Demonstration gegen den G20-Gipfel. Mit politischen Beiträgen und Konzert: Die goldenen Zitronen, Neonschwarz, Captain Gips, Johnny Mauser.

Fischmarkt | St. Pauli


18:00 Ausstellung

La Grande Plakastrophe

Die Agentur giraffentoast hat dazu aufgerufen, Plakate zu gestalten, um Hamburg zu G20 mit Protesten zuzuballern. Die 20 stärksten Motive bekommt die Welt auf die Augen. In der Ausstellung werden alle 100 eingereichten Vorschläge gezeigt.

giraffentoast design gmbh | Kleiner Schäferkamp 28 | 20357 hamburg

 

Freitag, 07. Juli

10:30 Streik | Bildungsstreik

Jugend gegen G20

Bildungsstreik — Gegen G20 — Für selbstbestimmtes Lernen!

Hast du dich auch schon über die Schule oder Uni geärgert? Dass die Noten deine Zukunft pflastern? Dass jetzt schon entschieden wird, wie du später leben wirst? Schule, Ausbildung, Studium – Wir als Jugend werden so früh wie möglich tauglich für den Arbeitsmarkt gemacht. Darauf haben wir keinen Bock mehr!

Wir fordern Selbstbestimmung! Wir wollen entscheiden, was wir lernen und vor allem wofür!

Hachmannplatz | HBF


12:00 Aktion | Protest

Fussball gegen G20

Am 7. und 8. Juli findet in unserem Viertel das G20-Treffen statt. Wir von der Herrenfußball-Abteilung wollen mit einem Fußball-Turnier auf unseren Kunstrasenplätzen ein Zeichen gegen diesen unerträglichen Gipfel setzen!

(Der Fussballprotest findet auch am 08. Juli ab 12:00 statt. Dazu Rahmenprogramm mit Musik, Essen und co. Auch in anderen Teilen des Stadions wird die ganze Woche der Protest unterstützt. Dazu u.a. Alternatives Medienzentrum  in der Südtribüne und laufend Volxküche.)

Rasensportplätze FC St. Pauli | Millerntor


Aktion | Demo

Block G20 — colour the red zone

Mehrere Gruppen wollen auf die „roten Zonen“ Messehallen und Elbphilharmonie zuströmen und diese blockieren. Wo es nötig wird, sollen Barrieren überwunden und Polizeiketten durchflossen werden. Dabei wird die politische Auseinandersetzung gesucht, nicht aber der körperliche Angriff.

Elbphilharmonie | Messehallen


Aktion | Demo

Ketten sprengen — Hafen lahmlegen

Die „Logistik des Kapitals“ und spezieller der Hafen soll durch Blockaden lahmgelegt werden.

(Passend dazu ist der Alte Elbtunnel ganz zufällig wegen dringender Wartungsarbeiten exakt zum Gipfelwochenende gesperrt. Angeblich bot sich gerade dieser Termin an, weil man zu G20 mit keiner hochfrequenten Nutzung des Alten Elbtunnels rechnet, die Unannehmlichkeiten einer Vollsperrung sich also in Grenzen halten. Der Alte Elbtunnel ist aber eben auch der kürzeste Weg für Demonstranten in den Hafen —  jetzt also wird’s über die Elbbrücken gehen, Verkehrschaos inclusive … )

„Am Beispiel des Hamburger Hafens zeigt sich exemplarisch, was derzeit genau im Argen liegt: Er ist das Symbol einer Stadt, die sich gerne mit Weltoffenheit schmückt und gleichzeitig Vorreiterin bei Abschiebungen nach Afghanistan ist. Migrant*innen kommen über den Hafen ins Land, der gleichzeitig Ausbeutungsstätte von zahlreichen Arbeiter*innen ohne Papiere oder Arbeitserlaubnis ist.“ (Aus dem Aufruf)


19:00 Aktion | Fahrraddemo

Colorful Mass gegen den G20-Gipfel

Große Fahrradtour durch Hamburg.

Während sich in der ersten Juliwoche Sta­atschefs ihre Fahrze­ugflotten einfliegen lassen und aus mehr­eren Bundesländern schweres Gerät von Polizei und Bundeswe­hr aufgefahren wird, wollen wir mit einer großen Fahrradtour durch Hambu­rg eine Geschwindigkeit­sdrosselung all dies­er verbrauchsintensi­ven Fahrzeuge herbei­führen.

Moorweide | Dammtor


20:00 Demo

Revolutionäre Demo — G20 entern — Kapitalismus versenken

Am 7. und 8. Juli treffen sich die Herrschenden zum G20-Gipgel in Hamburg. Ein paar Wenige wollen um die Neuaufteilung der Welt pokern. Die untereinander konkurrierenden Regierungen und Konzerne kämpfen dabei jeweils um ihre eigene Vorherrschaft. Das tun sie wahlweise am Verhandlungstisch oder auf dem Schlachtfeld. Sie spielen sich als Herren Welt auf und sind dadurch ein Symbol für das globale Wirken kapitalistischer Nationen, Banken und Konzerne. Dabei stürzen sie die Welt in Kriege, verschmutzen die Umwelt und schaffen tagtäglich mehr Elend.

Reeperbahn | St. Pauli

 

Samstag, 08. Juli

11:00 Demo

Grenzenlose Solidarität statt G20!

Gegen die kalte und grausamen Welt des globalen Kapitalismus, wie sie von den G20 repräsentiert und organisiert wird! Solidarität mit all jenen, die weltweit durch Proteste, Streiks oder Aufstände der Politik der G20 entgegentreten! Für eine Welt des Friedens, der globalen Gerechtigkeit und der grenzenlosen Solidarität!

Deichtorhallen

 

Sonntag, 09. Juli

12:00 Demo

Nobody forgotten, nothing forgiven!

Es ist leider zu befürchten, dass sich auch nach Ende des „Gipfels der Repression“ Freund*innen in Polizei-Gewahrsam oder Haft befinden. Sie werden wir nicht alleine lassen! Wir werden unsere Solidarität mit den Gefangenen und unsere Wut auf die Repressionsorgane auf die Straße tragen, für ihre Freilassung und gegen Repression und Knäste demonstrieren.

Die Demo startet am Harburger Rathausplatz (S-Bahn Harburg-Rathaus) und wird am G20-Knast (zentrale Gefangenensammelstelle / GeSa) vorbeigehen und im Harburger Zentrum enden.

Harburg | Rathaus


Das alles ist nicht alles.

Mehr Termine gibts auf dem Infoportal

NoG20 2017


Soli-Aktion in hunderten Kneipen weltweit

Soli-Mexicaner gegen Trump

Er ist scharf. Er hinterlässt Kopfschmerzen. Und er ist DER Schnaps auf St. Pauli: Der Mexikaner. Vor knapp 30 Jahren entstand der rote Schnaps in einer Kneipe nahe der Reeperbahn. Seitdem wird er in vielen Läden rund um den Kiez in Eigenregie hergestellt und passt zum Viertel wie die Faust auf’s Auge: Schon immer ein wenig anders, vielfältig und widerborstig.

Jetzt allerdings will der Mann den Kiez aufsuchen, der wie kein Zweiter Rassismus und Sexismus verkörpert. Und der an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen will.

Nicht mit uns. Mit Blockaden, Demonstrationen und anderen, kreativen Aktionen werden Hamburger_innen und Gäste aus aller Welt deutlich machen, dass eine andere, solidarische Welt möglich ist und ihren lautstarken Protest gegen die G20 auf die Straße tragen.


Nicht vom Tisch:
Die Protestcamps werden kommen.
Legal. Illegal. Scheissegal.

Rückzugsmöglichkeit mit zahlreichen Veranstaltungen, workshos und Dauerprotest im Gängeviertel

OASE im Gängeviertel


Alle Rückzugsmöglichkeiten während der Demos und Proteste zum Essen, Trinken, Kraft tanken usw. im Ticker auf indymedia


 

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Mehr aus der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie

Selbst wenn man denkt, alles gesehen zu haben, lohnt sich ein zweiter Besuch immer: Man hat nie alles gesehen, manchmal sogar halbe Etagen ausgelassen, bloß weil da so ne verschlossene Tür im Weg stand. So war ich gestern noch einmal in Harburg in der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie.

 

Die highlights zuerst,

zwei weitere typische Gemälde von Plotbot Ken,

eins davon leider voll blöd gecrosst …

(Detail, gehört zum Raben-Gemälde –> vgl. hier)

 

1. Bildstrecke New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie

Plotbot Ken in Hamburg:
Portrait: Vergangenheit als Zukunft
Mural auf MS-Dockville

 

Drei Leute sind mir besonders ins Auge gefallen:
"der schiefe Katzenmaler" (wer ist das?)
Herbird (Herbird Gröhlemeyer)
und drpnz (jon dry pnz / jon drypnz / jonpnz) tumblr / Flickr

 

New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie

In Harbug gammelt die ehemalige New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie seit Jahren als Industriebrache vor sich hin. Die Fassade steht unter Denkmalschutz, ein Investor möchte dort seit Jahren einen sog. Wohn- und Gewerbepark errichten: Die Aufwertung Harburgs ist spätestens seit der Internationalen Bauausstellung in vollem Gange, manche Ecke sieht hier mittlerweile aus, wie n schlechter Abklatsch der Hafencity …

„Bis heute ist daraus nichts geworden, weil das denkmalgeschützte Gemäuer der alten Fabrik mit krebserregenden Nitrosaminen aus der früheren Gummiproduktion belastet ist, die selbst in größerem Umkreis noch in der Luft nachgewiesen werden können.“ (Hamburger Abendblatt)

Der Investor wünscht deshalb den kompletten Abriss. So tut sich baulich nichts, aber inhaltlich jede Menge: Das Gemäuer ist ein kleiner Kunsttempel. Auch ein fabelhaftes Gemälde von Plotbot Ken kann man dort besichtigen – wenn man sich nur hinein traut, in das KrebsGift atmende Gemäuer …

Hat zuviel Nitrosamine gefressen, nehm ich an …

 


Iven Einszehn: 1A Geschenk für doofe Verwandte
Lack und Collage auf garantiert verseuchtem Fundstück
H ca. 50 x B 52,5 cm

 

 


Plotbot Ken:

Plotbot Ken in Hamburg
Portrait: Vergangenheit als Zukunft
Mural auf MS-Dockville

 

 

Plotbot Ken im Small Space

Rudi D. Klöckner, der Macher

Wer sich für Streetart interessiert, kommt an Rudi D. Klöckner nicht vorbei. Bereits seit zehn Jahren betreibt Rudi das Portal urbanshit. Mit seinen täglichen Schlaglichtern auf die Szene der Urbanart ist Rudi hierzulande längst einer der vorrangigen Archivare urbaner Kulturen, der mit unbefangenem Blick auch abwegigste Interventionen im öffentlichen Raum zu würdigen weiß. Den ewig und immer wieder aufkeimenden Diskussionen, häufig eher noch Anfeindungen im Bild-Zeitungs-Niveau, dies oder das wäre ja bloß Sachbeschädigung, purer Schwachsinn, hätte mit Kunst gar nichts zu tun usw. blabla, weiß Rudi doch immer wieder mit einer kleinen Huldigung an die Kreativität zu trotzen. Ich habe ja stets die Hoffnung, dass es genau so gelingen kann, den einen oder anderen Geist zu befreien …

Nicht mehr wegzudenken ist Rudi in Hamburg allerdings auch als Macher und Ausstellungsmacher. Was zunächst 2014 als Online-shop, der Urbanshit Gallery, begann, fand seine geradezu folgerichtige Fortsetzung in diversen Popup-Ausstellungen.

Seit letztem Jahr zeichnet Rudi außerdem als Vereinsvorsitzender des Urban Art Institute verantwortlich, das sich zur Aufgabe gemacht hat, unter dem Motto Walls can dance die Kunstwelt in großformatigen Murals in Harburgs Binnenhafen und Innenstadt zu bringen. Das erste von insgesamt zehn geplanten Wandgemälden wurde vor ziemlich genau einer Woche vom Künstlerduo Low Bros fertiggestellt und ist am TU-Gebäude in der Harburger Schloßstraße zu besichtigen.

Wie schon im vergangenen Jahr, betreut Rudi auch in diesem Sommer die Kunst auf dem Musikfestival MS Dockville als Kurator. Dem diesjährigen Thema von MS Artville „Oasen“ hat Rudi aber zunächst einmal eine eigene Oase vorangestellt.

Denn ab heute ist die Kunst der Urbanshit Gallery nicht nur online und gelegentlich an kurz aufgezogenen Orten zu haben, urbanshit hat ab sofort eine kleine, feine Galerie, den Small Space in der Breiten Str. 56 in Altona. Zur Eröffnung wartet die Galerie mit einer Einzelausstellung von Plotbot Ken aus Berlin auf.

Small Space, die Urbanshit Galerie in der Breiten Straße 56

Plotbot Ken: Vergangenheit als Zukunft

Plotbot Ken legt ein dystopisches Werk vor, in mehrfachem Sinne. Da sind zum einen seine Bildwelten, die man durchwegs als bedrohte Arten überschreiben kann, gleichgültig ob er Menschen oder Tiere darstellt. Während sich in den auf den ersten Blick rein naturalistischen Tierbildern die Szenearien der Bedrohung vielleicht nicht auf den ersten Blick erschließen, werden sie spätestens in den Titeln deutlich. Menschen malt Plotbot Ken häufig mit Atemschutz, Gasmaske oder in Schutzanzug. Verzichtet der Künstler auf diese Insignien der Selbstzerstörung, sind die Köpfe in den Darstellungen häufig zu Schädeln verwest, die einen noch im Tod stoisch aus dem Hemdkragen betrachten oder Haltung bewahrend aus der Uniform anstarren.

Plotbot Ken: „…“ (Ausschnitt)
Plotbot Ken: „A lie told often enough becomes the truth“

Plotbot Ken: „Lead, follow or get the hell out of the way“
Plotbot Ken: „Only you can prevent a forest“
Plotbot Ken: „Mèmoires“
Plotbot Ken: „Airmail“

Zum anderen sind da die Materialien, auf denen Plotbot Ken arbeitet. Munitionskisten, Schubladen, Blechkisten, Benzinkanister, Schilder, Buchdeckel, Briefumschäge, Konstruktionszeichnungen und Fundstücke aller Art aus Schrott oder Altholz. Allesamt Dinge und Gegenstände, die ihre Funktion hinter sich gelassen und auf denen die Zeiten deutliche Spuren hinterlassen haben. Obwohl diese Materialien lediglich aus vergangenen bis vergessenen Zeiten stammen, wirken sie für sich genommen bereits wie eine Mahnung an eine Zukunft, an der die Menschheit allen Auswüchsen und Katastrophen zum Trotz nicht müde wird, sie sich selbst zu bescheren.

Plotbot Ken: „Nuclear Winter“

Und dystopisch sind die Orte, an denen Plotbot Ken sein Arbeitsmaterial findet. Aufgegeben Fabriken, Industriebrachen, Ruinen, verlassene Orte. Lost places dienen dem Künstler aber nicht allein als Fundgrube für sein Arbeitsmaterial, Plotbot Ken lässt sich gleichsam von den verwahrlosten Orten inspirieren und tritt mit seinen Werken in einen Dialog mit der Umgebung: Der Künstler nutzt nämlich nicht allein die Materialien, die er dort vorfindet, er malt auf genau diesem Material direkt vor Ort.

Plotbot Ken legt letzte Hand an die Präsentation von: „Endangared“

 

Urbanshit
Urban Art Institute / Walls can dance
Low Bros

 

Small Space
Plotbot Ken : Product of Environment
Breite Straße 56 | HH-Altona
(S-Bahn Königstr. oder Reeperbahn)
Vernissage: 08.04.2017 | 19:00 Uhr
(bis 05.05.2017)

Allgemeine Öffnungszeiten:
Di | Mi 14:00 - 18:00 Uhr 
Sa 14:00 - 17:00

Plotbot KEN:
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