Künstlerbücher für Alles

Ausstellung in der

Weserburg | Museum für moderne Kunst Bremen

Zentrum für Künstlerpublikationen


„Künstlerbücher gehören zu den besonderen Phänomenen der zeitgenössischen Kunst. Seit ihrer Entstehung in den 1950er Jahren haben sie sich weltweit als neue Kunstform etabliert. Künstlerbücher sind autonome Kunstwerke in Form eines Buches. Als Kunstwerke in einer größeren Auflage stehen sie gleichsam für eine Demokratisierung der Kunst sowie für künstlerische Mobilität und Vernetzung. Sie entstehen als publizierte, gedruckte und vervielfältigte eigenständige Kunstwerke aus einer künstlerischen Konzeption heraus und in der Tradition von Dieter Roth, Ilya Kabakov und Marcel Broodthaers in Europa, Ed Ruscha und Michael Snow in Nordamerika, Ulises Carríon, Clemente Padin und Edgardo Antonio Vigo in Lateinamerika, William Kentridge in Afrika, Yoko Ono in Asien und Robert Jacks in Australien.

Die Ausstellung möchte erstmals einen Überblick über die aktuelle Entwicklung und Verbreitung des Künstlerbuches geben und die Vielfältigkeit dieses Genres aufzeigen. Es werden Künstlerbücher gezeigt, die ca. in den letzten fünf Jahren international entstanden sind. Dazu lädt das Zentrum für Künstlerpublikationen mit einen „Call for Artists‘ Books“ Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ein, sich mit einem Werk an der Ausstellung zum internationalen Künstlerbuch zu beteiligen. Unter dem Motto „Künstlerbücher für Alles  –  Artists‘ Books for Everything  –  Livre d’artiste pour tout“ können bis Ende April 2017 Künstlerbücher eingereicht werden, die in einer größeren Auflage, also nicht als Unikate oder in Kleinstauflage, entstanden sind und über den Buchhandel oder Galerien bzw. die Künstlerinnen und Künstler selbst vertrieben werden.

Ziel der Ausstellung ist es, Künstlerbücher aus Ländern aller Kontinente mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten, Charakteristiken, Themen und Motiven zu zeigen, und so einen repräsentativen Eindruck vom Status Quo des Künstlerbuches zu geben. Es geht aber auch darum, die Bedeutung und den Stellenwert des Künstlerbuches in der zeitgenössischen Kunst aufzuzeigen. Mit dem Call for Artists‘ Books sollen insbesondere auch Künstlerinnen und Künstler in den afrikanischen, asiatischen sowie mittel- und südamerikanischen Ländern angesprochen werden, deren Werke gerade in Europa häufig noch nicht bekannt sind, um ihre Werke mit ausstellen zu können.

Der Titel oder das Motto „Künstlerbücher für Alles“ oder „Artists Books for Everything“ bezieht sich auf den deutsch-schweizerischen Künstler Dieter Roth und seine „Zeitschrift für Alles“, für die er ebenso Künstlerinnen und Künstler eingeladen hatte, sich mit künstlerischen Beiträge zu beteiligen. Für die Ausstellung ist geplant die Künstlerbücher in einem Katalog darzustellen.

Die Ausstellung des Zentrums für Künstlerpublikationen ist ein Kooperationsprojekt mit der Universität Bremen.“ (Zentrum für Künstlerpubikationen, Bremen)


Folgende Künstler sind in der Ausstellung vertreten:

(Tim), Endre Aalrust,Reinhold Adt, Marco Agosta, Cristina de Almeida, Diana Mercedes Alonso, Laura Anastasio, Butak Andras, Søren Andreasen, Julia Appelt, Henning (exc.) Arend, Rozbeh Armani, Lina Avramidou, Seung Woo Back, Clara Bahlsen, Balamuc, Tiziana Baracchi, Matthias Beckmann, Sergio Belinchón, Jennifer Bennett, Matthias Berthold, Anastasia Bessarabova, Felix Bielmeier, Guy Bigland, Jessica Bizzoni, Blast, BLEK, Simon Blue, Sarah Bodman, Regine Bonke, Anne Doris Borgsen, Jean-Francois Bory, Madeleine Boschan, Peter Boué, Birgit Brandis, Martin Brandsma, Brandstifter, Vibe Bredahl, Lars Breuer, Marcia Breuer, Thorsten Brinkmann, Lothar Bührmann, Susanne Bürner, Armin Brito Cador, Nonkululeko Chabalala, Kyun-hwa Choi-ahoi, Claudia Christoffel, Angela B. Clement, Marisa Coneja, Martin Conrads, Matthias Conrady, Leone Contini, Jirka Pfahl,Till Cremer, Pál Csaba, Dadanautik, Antoine D’Agata, Irmgard Dahms, Maks Dannecker, Michael Danner, Salmo Dansa, Naomi Del Vecchio, David Dellafiora, Gianinna Delpino, Eva-Maria Offermann,Karin Demuth, Klaus Peter Dencker, Liza Dieckwisch, Anja Dietmann, Marcello Diotavelli, Veronika Dobers, Linda Rae Dornan, Reinhard Doubrawa, Chris Drange, Felix Dreesen, Alexis Dworsky, Jorn Ebner, Volker Eichelmann, Sibylle Eimermacher, Friedrich Einhoff, Iven Einszehn, Petter Eklund, Birte Endrejat, Jan Erbelding, Carl Johan Erikson, Mauro Espíndola, Andrea Esswein, Éts. Decoux, Johan (Ever Arts) Everaers, Jeannette Fabis, Jesper Fabricius, Alexander Fahima, Harald Falkenhagen, Anoka Faruqee, Melanie Feder, Jenny Feldmann, Mariska Fenner, Sabrina Fernandez, Helio Fervenza, Gundi Feyrer, Luc Fierens, Johannes Fiola, Gesa Foken, Manfred Förster, Moritz Frei, H.R. Fricker, Sabrina Fritsch, Nora Fuchs, Nieves de la Fuente Gutierrez, Andrés Galeano, Thomas Geiger, Yann Géraud, Damien Mazières,Patricio Gil Flood, Johanna Gilje, Anna Gille, Mathias Glas, Gloria Glitzer, Philipp Donald Göbel, Bruno Goosse, Dieter M. Gräf, Henriette Grahnert, Angela Grasser, Anna Grath, Malcolm Green, Ion Grigorescu, Uli Grohmann, Sabine Groschup, Gruppo Sinestetico, Philipp Gufler, Stefan Gunnesch, Karl-Friedrich Hacker, Michèle Haenni, Tilman Haffke, Roland Halbritter, Matthias Hamann, Kerstin Hehmann, Tanja Hehn, Ellen Heinemann, Manfred Heinze, Simon Hempel, Lisa Herfeldt, Sarah Hildebrand, Almut Hilf, Timo Hinze, Jan Hoeft, Anna Hoffmann, Kornelia Hoffmann, Marianne Holm Hansen, Manfred Holtfrerich, Christian Holtmann, Thomas Hombach, Nikolas Hönig, Sookyoung Huh, Bassel Ibrahim, Immigration Office, Constantin Jaxy, Michael Jochum, Sveinn Fannar Jóhannsson, Åse Eg Jørgensen, Yuki Jungesblut, Lucas Jaspar, Kalmus, Marina Kampka, Theresa Kampmeier, Katrin Kamrau, Maria Karpushina, Déirdre Kelly, Gudrun Kenschner, Hartmut Kiewert, Ilona Kiss, KLANK. MusikAktionEnsemble, Anneke Kleimann, Lennart Klein, Stefan Klein, Franziska Klose, Monika (Karo Blau) Knaack, Anatol Knotek, Simona Koch, Ingar Krauss, Sabine Küster, Lorraine Kwan, Paul Laidler, Carolin Lange, Gesa Lange, Björn Larsson, Simon Le Ruez, Helmut Lemke, Jelte van Lente, Jürgen Liefmann, Margarete Lindau, Pia Litzenberger, Ginny Lloyd, Jue Löffelholz, Imke Lohmann, Isolde Loock, Ricarda Löser, Leon Lothschütz, Sean Lowry, Axel Loytved, Malte Lück, Andrea Lühmann, Lilly Lulay, Alina Lupu, Sara Mackillop, Francis van Maele, Ruggero Maggi, Brigitte Mahlknecht, Victor Malsy, Gudrun von Maltzan, Sandra March, Margulis & Sagan, Benna G. Maris, Stefan Marx, Siya Masuku, Hanna Mattes, Reiner Maria Matysik, Eva May, Sara McLaren,Elizabeth McTernan, Patrizia Meinert, Dirk Meinzer, Nanne Meyer, Almut Middel, Hammann von Mier, Paula Miéville, Peter Miller, Miralda, Steffen Missmahl, Mitko Mitkov, Beate Mohr, Patrick Morarescu, Johnny Amore, Heinrich Obst, Ulrike Möschel, Jean-Luc Moulène, Peter Müller, Ute Müller, Myong-Hee KI, Lia Nalbantidou, Franziska Nast, Antoinette Nausikaä, Carlos Navarrete, Wawi Navarroza, Irina Neacsu, Sebastian Neubauer, Tabea Nixdorff, Lätitia Norkeit, Elia Núñez Barez, Eva Claudia Nuovia, Nick Oberthaler, Tobias Öchsele, Felix Oehmann, Ahlrich von Ohlen, Ghaku Okazaki, Franziska Opel, Csaba Pál, Gabor Palotai, Sue Pam-Grant, Ulrika Paul, Micha Payer, Martin Gabriel, Maria (Exotikdot) Paz, Paula Andrea Pedraza, Fion Pellacini, Christian Pellet, Kate Pelling, Daniel Ramon Persy, Tilman Peschel, Rodolphe Petit, Jörg Petri, Nina Petri, Burkhard Pfister, Heidi Pfohl, Michalis Pichler, Thomas Piekarski, Peter Piller, Patricia Pinheiro de Sousa, Eva von Platen, Jochen Plogsties, Holger Pohl, Jan Pötter, Tania Prill, Alberto Vieceli, Sebastian Cremers, Joan Rabascall, Josef Ramaseder, Hannah Rath, Antonia Rehnen, Lisa Rein, Anna Rosa Rupp, Tim Reinecke, Penard Remy, Ann Carolin Renninger, Sarah Rhys, Angelo Ricciardi, Jörg Riechardt, Tina Rietzschel, Michael H. Rohde, Aaron Romine, Edo Rosenblith, Anna Rosa Rupp, Matthias Ruthenberg, Barbara Šalamoun, Fritz Sauter, Jenny Schäfer, Martina Schall, Matthias Schamp, Antje Schaper, Paul Altmann, Nora Schattauer, Maxi Scheller, Marvin Systermans, Anja Schlamann, Uwe Schloen, Anne Schlöpke, Doris Schmid, Claudia Schmitz, Salome Schmuki, Kim Schoen, Natalia Schul, Annie Schulze, Inga Danysz, Max Schulze, Petra Schulze-Wollgast, Anne Schwalbe, Roberto Seala, Vera Sebert, Martin Seck, Tilman Peschel, Anija Seedler, Elfie Seidel, Maria Seitz, Dasha Shishkin, Gabriel Sierra, Nina Sieverding, Buhlungu Simnikiwe, Angelika Sinn, Barbara Rosengarth, Myne Søe-Pedersen, Heidi Specker, Buzz Spector, Diana Sprenger, Euan Williams, Stephen Spurrier, Julius Stahl, Christiane Stegat, Gabi Steinhauser, Angela Stiegler, Karl-Johan Stigmark, Maxwell Stolkin, Josef Strau, Ana, Streng, Lisan Strüver, Bo Su, Rod Summers, Survival Kit, Stephan Takkides, Amanda Teixeira, Ralf Tekaat, Tillmann Terbuyken, Beate Terfloth, Anja Teske, Hans-Ulrich Theilkäs, Stephan Thierback, Jan van der Til, Barbro Maria Tiller, Timotheus Tomicek, Claudia de la Torre, Piet Trantel, Barbara Camilla Tucholski, Anne Vagt, Aymeric Vergnon-d’Alancon, Lucas Vertel, Frederic Vincent, Julius Voigt, Konstantin Voit, Marianne Vordermayr, Eva Weber, Heidemarie von Wedel, Michael Weisser, Corinne Welch, Käthe Wenzel, Nicole Wermers, Thilo Westermann, Antonia Wetzel, Janika Naja Wetzig, Paul Wiersbinski, Johannes Wilke, Gosia Wlodarczak, Ruth Wolf-Rehfeldt, Seçil Yersel, Mario Ziegenbalg, Rahel Zoller, Maren Zombik, Benjamin Zuber

 

Künstlerbücher für Alles
03. Juni – 06. August 2017
Eröffnung | 02. Juni | 19:00 Uhr

Zentrum für Künstlerpublikationen 
Weserburg | Museum für moderne Kunst
Teerhof 20 | 28199 Bremen

Di – So | 11:00 – 18:00 Uhr
Do | 11:00 – 20:00 Uhr
(Mo geschlossen)
Erwachsene € 8,- / € 5,- 
Familien € 14,-

facebook

Ausstellung Urban Art im Kunstverein Wörth

Teilnehmende Künstler:

Iven Einszehn

Moritz Schwall

Till Heim

Karl Kenz

Gerti Hauptführer

Linda Flottow

Christoph Fuhrken

Tasso

Rayk Amelang

Daniel Unkel

Sigrid Artmann

u.a. dabei:

 

 
(Ja, ich hab den Fehler auch bemerkt: Die Sprechblase ist eine Gedankenblase …)

 

Ausstellung Urban Art | 02.06. – 02.07.2017
Kunstverein Wörth
Städtische Galerie "Altes Rathaus"
Ludwigstr. 1 | 76744 Wörth am Rhein

Vernissage: 02.06.2017 | 20:00 Uhr

Öffnungszeiten: Do 16 – 19 Uhr | So 14 – 18 Uhr

 

 

Kleinigkeit aus dem rassistischen Alltag …

… den Grimme-Preis gibt‘ dafür nicht, aber locker drei Hakenkreuze:

Tja, das Problem mit dem Rassismus lässt sich eben nicht auf  die holzpfahlartigen Auswüchse von PEGIDA, AfD, Nazis, Stammtischparolen und einfacher Vollverblödung reduzieren. Es sind häufig die kleinen unbedachten Schnitzer, die den Rassismus ganz selbstverständlich in den Alltag transportieren.

Hier ist es die dumme Konnotation!

(Die ich nicht erötern werde – denn das bisschen Hirn setze ich voraus, um zu kapieren, dass es so mal gar nicht geht.)

Als Anregung für weitere Artikel in der Tegernseer Dorfzeitung hätte ich anzubieten:

  • Jugendliche unfreundlicher als Flüchtlinge
  • Grau häßlicher als Flüchtlinge
  • Müll stinkender als Flüchtlinge

und natürlich:

  • Maxi Hartberger dümmer als Flüchtlinge!


Bei der Gelegenheit:

Amnesty International hat vor wenigen Wochen eine große antirassistische Kampagne gestartet. Tu was gegen den Rassismus im Alltag. Besorg dir bei Amnesty Kampagnenmaterial. Es gibt Infobroschüren, Postkarten, Poster, Aukleber, Buttons. Alles kostenlos. Zeig der Welt, dass Du den Durchblick hast und verschaff jenen, denen es daran mangelt, den allernötigsten Hintergrund, um das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen!

amnesty
Kampagne gegen Rassismus in Deutschland

 

Entscheidungshilfe

Iven Einszehn: „Entscheidungshilfe“
Streetart-Objekt
Lack (Stencils) auf Schallplatte und Fundholz

In vereinfachter Weise montier ich die nächsten Tage
ein paar von den Dingern in die Stadt …
… wenn Du einer Entscheidungshilfe begegnest,
versuch nicht, sie zu klauen.
Du machst sie nur kaputt!

(Und denk mal drüber nach, ob streetart ernsthaft zu deinem persönlichen Besitz bestimmt ist!)

Plotbot Ken im Small Space

Rudi D. Klöckner, der Macher

Wer sich für Streetart interessiert, kommt an Rudi D. Klöckner nicht vorbei. Bereits seit zehn Jahren betreibt Rudi das Portal urbanshit. Mit seinen täglichen Schlaglichtern auf die Szene der Urbanart ist Rudi hierzulande längst einer der vorrangigen Archivare urbaner Kulturen, der mit unbefangenem Blick auch abwegigste Interventionen im öffentlichen Raum zu würdigen weiß. Den ewig und immer wieder aufkeimenden Diskussionen, häufig eher noch Anfeindungen im Bild-Zeitungs-Niveau, dies oder das wäre ja bloß Sachbeschädigung, purer Schwachsinn, hätte mit Kunst gar nichts zu tun usw. blabla, weiß Rudi doch immer wieder mit einer kleinen Huldigung an die Kreativität zu trotzen. Ich habe ja stets die Hoffnung, dass es genau so gelingen kann, den einen oder anderen Geist zu befreien …

Nicht mehr wegzudenken ist Rudi in Hamburg allerdings auch als Macher und Ausstellungsmacher. Was zunächst 2014 als Online-shop, der Urbanshit Gallery, begann, fand seine geradezu folgerichtige Fortsetzung in diversen Popup-Ausstellungen.

Seit letztem Jahr zeichnet Rudi außerdem als Vereinsvorsitzender des Urban Art Institute verantwortlich, das sich zur Aufgabe gemacht hat, unter dem Motto Walls can dance die Kunstwelt in großformatigen Murals in Harburgs Binnenhafen und Innenstadt zu bringen. Das erste von insgesamt zehn geplanten Wandgemälden wurde vor ziemlich genau einer Woche vom Künstlerduo Low Bros fertiggestellt und ist am TU-Gebäude in der Harburger Schloßstraße zu besichtigen.

Wie schon im vergangenen Jahr, betreut Rudi auch in diesem Sommer die Kunst auf dem Musikfestival MS Dockville als Kurator. Dem diesjährigen Thema von MS Artville „Oasen“ hat Rudi aber zunächst einmal eine eigene Oase vorangestellt.

Denn ab heute ist die Kunst der Urbanshit Gallery nicht nur online und gelegentlich an kurz aufgezogenen Orten zu haben, urbanshit hat ab sofort eine kleine, feine Galerie, den Small Space in der Breiten Str. 56 in Altona. Zur Eröffnung wartet die Galerie mit einer Einzelausstellung von Plotbot Ken aus Berlin auf.

Small Space, die Urbanshit Galerie in der Breiten Straße 56

Plotbot Ken: Vergangenheit als Zukunft

Plotbot Ken legt ein dystopisches Werk vor, in mehrfachem Sinne. Da sind zum einen seine Bildwelten, die man durchwegs als bedrohte Arten überschreiben kann, gleichgültig ob er Menschen oder Tiere darstellt. Während sich in den auf den ersten Blick rein naturalistischen Tierbildern die Szenearien der Bedrohung vielleicht nicht auf den ersten Blick erschließen, werden sie spätestens in den Titeln deutlich. Menschen malt Plotbot Ken häufig mit Atemschutz, Gasmaske oder in Schutzanzug. Verzichtet der Künstler auf diese Insignien der Selbstzerstörung, sind die Köpfe in den Darstellungen häufig zu Schädeln verwest, die einen noch im Tod stoisch aus dem Hemdkragen betrachten oder Haltung bewahrend aus der Uniform anstarren.

Plotbot Ken: „…“ (Ausschnitt)
Plotbot Ken: „A lie told often enough becomes the truth“

Plotbot Ken: „Lead, follow or get the hell out of the way“
Plotbot Ken: „Only you can prevent a forest“
Plotbot Ken: „Mèmoires“
Plotbot Ken: „Airmail“

Zum anderen sind da die Materialien, auf denen Plotbot Ken arbeitet. Munitionskisten, Schubladen, Blechkisten, Benzinkanister, Schilder, Buchdeckel, Briefumschäge, Konstruktionszeichnungen und Fundstücke aller Art aus Schrott oder Altholz. Allesamt Dinge und Gegenstände, die ihre Funktion hinter sich gelassen und auf denen die Zeiten deutliche Spuren hinterlassen haben. Obwohl diese Materialien lediglich aus vergangenen bis vergessenen Zeiten stammen, wirken sie für sich genommen bereits wie eine Mahnung an eine Zukunft, an der die Menschheit allen Auswüchsen und Katastrophen zum Trotz nicht müde wird, sie sich selbst zu bescheren.

Plotbot Ken: „Nuclear Winter“

Und dystopisch sind die Orte, an denen Plotbot Ken sein Arbeitsmaterial findet. Aufgegeben Fabriken, Industriebrachen, Ruinen, verlassene Orte. Lost places dienen dem Künstler aber nicht allein als Fundgrube für sein Arbeitsmaterial, Plotbot Ken lässt sich gleichsam von den verwahrlosten Orten inspirieren und tritt mit seinen Werken in einen Dialog mit der Umgebung: Der Künstler nutzt nämlich nicht allein die Materialien, die er dort vorfindet, er malt auf genau diesem Material direkt vor Ort.

Plotbot Ken legt letzte Hand an die Präsentation von: „Endangared“

 

Urbanshit
Urban Art Institute / Walls can dance
Low Bros

 

Small Space
Plotbot Ken : Product of Environment
Breite Straße 56 | HH-Altona
(S-Bahn Königstr. oder Reeperbahn)
Vernissage: 08.04.2017 | 19:00 Uhr
(bis 05.05.2017)

Allgemeine Öffnungszeiten:
Di | Mi 14:00 - 18:00 Uhr 
Sa 14:00 - 17:00

Plotbot KEN:
Facebook
Flickr
Instagram

 

X WORDS

X WORDS

Institut für alles Mögliche / Abteilung für alles Andere

Nur am 17. März | ab 19:00

Ackerstraße 18 | Berlin-Mitte

Iven Einszehn: „Dein Leben hat Dich fest im Griff. Du Idiot!“

mit:

Sebastian Siechold
Osvaldo Cibils
Klaus Pinter
Iven Einszehn
Alex Latham
Nina Ross
Veronika Reichl
Katja Kalla

 

X WORDS
Institut für alles Mögliche
Plusnull e.V.

Türkei entsendet Luftwaffe nach Hamburg

Die Novelle #6 Königshäuser

Nach fast vierzehn Jahren Vorbereitung ist die Novelle #6 / Zeitschrift für Experimentelles zum Thema Königshäuser erschienen. Die Buchvorstellung fand pflichtgemäß im Brexitwealth of Great Britain statt. Die auf Einladung europafreundlicher Separatisten angereisten Herausgeber wurden im Buckingham Palace von der Königinmutter (Pseudonym: Queen Elisabeth) höchstpersönlich bespuckt, geschlagen, in den Arsch getreten, als Ausländer beschimpft und des Landes verwiesen.

 

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Beitrage von:

Achim Amme,
Alexander Estis,
Andreas Reichelsdorfer,
Andrew Goldfarb,
Andrzej Kikał,
Bastian Kienitz,
Bianca Bellchambers,
Bianca Tschaikner,
Bianca Tschaikner,
blume,
Bob Schroeder,
Bruce Taylor,
Christian Knieps,
Christine Prinz,
Clemens Schittko,
Corinne Haberl,
Daniel Ableev,
Daniel Mylow,
Dennis Mombauer,
Dominik Riedo,
Elisabeth Wilhelm,
Elizabeta Lindner,
Ferenc Liebig,
Forschungsgruppe Kunst,
Frank Dukowski,
Franz Suess,
Gabriele Nakhosteen,
Gerhard Benigni,
Guido Roh,
Hans G. Gohlisch,
Heide Marie Voigt,
Helmut Glatz,
Henk Nijmeijer,
Henning Bochert,
Holger Vos,
Interview Achim Knorr,
Interview Armin Breidenbach,
Interview Bowls Götzke,
Interview Carl King,
Interview CDU,
Interview Daniel Schulz,
Interview Egner,
Interview Hannah Dörr,
Interview Kai Weber,
Interview Maximilian Meier,
Interview Mehdi Moradpour,
Interview Michel op den Platz,
Interview Nikolaus Wegener,
Interview Paul Backert,
Interview Riedo,
Interview Scott-Thomas,
Interview Sebastian Krämer,
Interview Tania Bezzenberger,
Iven Einszehn,
Jasmin Mödlhammer,
Jürgen Hofstetter,
Kai Gutacker,
Kinga Toth,
Kurt Neumeyr,
Lukas Vering,
Marc Suter,
Marder / Czillerisch,
Marina Büttner,
Markus Lesmeister,
Maximilian Meier,
N. Ehrlich,
Nikola Huppertz,
Peter Kapp,
Peter Zemla,
Philipp Kampa,
Robert Wickmayer,
Rolf Schönlau,
SAID,
Sebastian Schröer,
Sima Moussavian,
Susanne Rzymbowski,
Theresa Luise Gindlstrasser,
Tobias Reußwig,
Tobias Stenzel,
Udo Dickenberger,
Wolfgang Mach,
Yvonne Cromer

Die Novelle #6 / Zeitschrift für Experimentelles: Königshäuser
Hrsg.: Daniel Ableev, Sarah Kassem, Christian Knieps, Dennis Mombauer
Amazon € 6,42

Zentrale für Experimentelles

Einsendungen für Die Novelle #8: Seltsamkeitsforschung

 

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