Der letzte Dadaist

 

Bildquelle: Wikipedia

Muammar al-Gaddafi ist den meisten Menschen lediglich als Revolutionsführer und Diktator bekannt. Das wird seiner Person nicht gerecht, denn Gaddafi war außerdem ein bedeutender Dadaist. In seinen letzten Lebensjahren hatte der Künstler kaum noch Gelegenheit zur Auslebung dieser Facette seines umfangreichen Schaffens, so dass sich weltweit ein verzerrtes und einseitiges Bild seines Wirkens und seiner Persönlichkeit etabliert hat.

Der 100. Geburtstag von DADA ist der geeignete Augenblick, Gaddafi in die Erinnerung der Kunstwelt zurückzuholen. In seinem Verständnis von landart, als dessen herausragendster Vertreter Gaddafi bis heute gilt, war der Künstler seiner Zeit weit voraus. So ist es aus heutiger Sicht nicht verwunderlich, dass sein letztes großes Werk unvollendet geblieben ist.

2009 brachte Gaddafi bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen den Antrag ein, die Schweiz zu zerschlagen. Gaddafis Vorhaben, die Schweiz unter den Nachbarstaaten aufzuteilen und damit das flächengrößte Kunstwerk der Welt zu erschaffen, blieb seinerzeit vollkommen unverstanden und wurde von der UN vereitelt.

Im Jubiläumsjahr von DADA sollte es möglich sein, bei der UN das nötige Verständnis für Kunst einzufordern und Gaddafis letztes großes Werk zu vollenden. In der Schweiz, wo man sich fast auf genetischer Ebene mit dem Dadaismus beschäftigt, findet das Vorhaben der Werkvollendung immer mehr Anhänger. Auf Anregung des Cabaret Voltaire in Zürich haben einzelne Bauern in grenznahen Gebieten ihre Höfe bereits an die benachbarten Länder abgetreten. Die betreffenden Kantone wurden angehalten, die Positionen der Grenzsteine zu korrigieren.

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Halbes Wohnzimmer von PUSH

Die Jungs von PUSH beglücken uns Hamburger schon lange mit ihren prima 3D-Objekten. Ihre Arbeit gehört zum Besten, was die Kunst im öffentlichen Raum zu bieten hat.

Leider sind die Arbeiten von PUSH so beliebt, dass die Dinger nie lange hängen bleiben. Schade eigentlich …

… obwohl man bei den Preisen, zu denen die Objekte käuflich sind, schon den einen oder anderen Galeristen im Verdacht haben darf, der sich den Kram weglegt für später … 🙂
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Halbes Wohnzimmer von PUSH.
Irgendwo in der Hamburger Innenstadt.

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Ich hätte auch gern eine Plastik von PUSH.

Ich klau aber nur politisch korrekt, also bei KARSTADT!

Es lebe der Sprühling!


Mopo at its best!

Niemand soll behaupten, die Hamburger Morgenpost würde uns nicht regelmäßig mit Schlampigkeiten versorgen. Wer sowas tut, ist Islamist oder Grieche, Pegida-Anhänger oder heißt Walter Ulbricht.

In der heutigen Ausgabe lässt die Mopo darüber abstimmen, ob es erlaubt sein sollte hässliche S-Bahnhöfe mit Graffitis zu verschönern. Wohlgemerkt: hässliche S-Bahnhöfe. Hässlichkeit ist nämlich eine allgemein gültige Tatsache, eine Art Naturgesetz, für jedermann sofort erkennbar, nicht zu diskutieren.

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Snapshot Hamburger Morgenpost 24.02.2015

Man könnte behaupten, schon hier bliebe sich die Mopo treu. Eigentlich kein Wort wert. Die Mopo würde als Hamburger Schwachsinnslieferant allerdings ihr Ziel, die Leserschaft in etwa auf dem eigenen geistigen Niveau zu halten, verfehlen, würde sie das vermeintlich liberale Ansinnen nicht konsequent ad absurdum führen. Mit dem IQ eines an ADS erkrankten Wurstbrotes fällt nämlich auf, dass die Mopo mal wieder nicht weiß, was sie will.

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Snapshot Hamburger Morgenpost 24.02.2015

 

Da werden die Leser einerseits gefragt, ob sie einer Bemalung von S-Bahnhöfen zustimmen, weil das die Bahnhöfe verschönern würde. Andererseits wird für die Ablehnung als Begründung absurderweise damit argumentiert, das seien illegale Schmierereien! Hä?!

Legal, illegal, scheißegal oder wie?!

 

Es lebe der Sprühling!