Art Attack Altona IV

Bergiusstraße / Altona

19.09.2016

15 Uhr:

19 Uhr:

Iven Einszehn: "Streetart-Malbogen"
Iven Einszehn: „Streetart-Malbogen“
Offsetdruckfarbe (Druck von Trittschalldämmung) auf Papier
H 72 x B 102 cm
Iven Einszehn: "Fuck the Art Fuck the Artist Please"
Iven Einszehn: „Fuck the Art Fuck the Artist Please“
Offsetdruckfarbe (gespachtelt und Gummidruck), Marker und cutout auf Papier
H 100 x B 70 cm

Wand ist nicht gleich Wand

Zur Streetart-Aktion ART ATTACK in der Bergiusstraße

Schon lange störe ich mich daran, dass einschlägige Graffitimagazine und Streetartportale bevorzugt hochwertige Arbeiten publizieren. In dieser extrem fokussierten Sicht- und Darstellungsweise wird 99% dessen, was an Wände gemalt, geschrieben, getaggt, geschmiert, geklebt, montiert, eingeritzt und wie auch immer in den öffentlichen Raum gebracht wird, ignoriert und ausgegrenzt.
Das Phänomen Streetart lässt sich nur in seiner Gesamtheit begreifen. Denn es geht in der Streetart grundsätzlich nicht darum, der Umwelt etwas Schönes hinzuzufügen, das ist vielmehr ein positiver Nebeneffekt. Es geht vorrangig darum, sich den bestehenden Verhältnissen zu widersetzen, es geht um Einmischung, um Widerstand, um Vereinnahmung. Und die ist vielfältig. Da beteiligt sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten oder Bedürfnisse. Auch Streetart will erlernt sein, muss geübt werden. Dass da zunächst viel Müll bei rauskommt, ist logisch, jedenfalls wenn man sich nicht die Mühe macht, im stillen Kämmerlein zu üben. Genauso logisch ist es, dass aufgrund der Illegalität oft schlicht die Zeit fehlt, um ordentlich zu arbeiten. Vieles muss viel schneller gehen, als es einem lieb wäre.
Manchem geht es schlicht und ergreifend auch überhaupt nicht darum, in irgendwie anerkannter Weise gut, gelungen oder hübsch rüberzukommen. Wenn es mir um Sachbeschädigung geht, muss ich mir ja nicht die Mühe machen, ein herausragendes Piece an die Wand zu bringen! Wenn ich meinen Frust loswerden will, habe ich schlechte Laune – und schlechte Laune in Kunst umzusetzen, das gelingt nicht einmal arrivierten Künstlern immer gut.
Wer sich für anarchistische Kunst interessiert, dem wird aufgefallen sein, dass die Schanze und Altona die Hamburger Hotspots der Streetart sind. Mit folgendem Unterschied: In Altona muss man etwas länger suchen, um eine schöne Arbeit zu finden. Mancher Straßenzug ist komplett mit Schrott zugeballert und sieht einfach nur nach kleinschwänziger Scheiße aus. Hier tappt man allerdings leicht in die ästhetische Falle der eigenen Vorstellungen: Man sollte den Schlachtruf „Das Viertel bleibt dreckig“, den man in Altona hin und wieder findet, in seiner kämpferischen Bedeutung kapieren. Gegen kapitalistische Verwertung, gegen asozialen Immobilienbesitz und Gentrifizierung ist vorsätzliche Hässlichkeit ein probates Mittel. Auch wenn nicht jeder als Politaktivist zur Spraydose greift, wird dennoch jeder Bestandteil dieser politischen Geschichte.
Manchmal trifft es aber voll die Falschen. Das beschissen zugetaggte Haus in der Bergiussstraße, dessen Fassade ich seit einer Woche in einer Qualitätsoffensive mit Kunst bereichere, ist so ein Fall. Hier handelt es sich um keine Immobilie, die es anzugreifen gilt, sondern um ein Wohnprojekt. Die Vereinsmitglieder haben das Haus einer kapitalistischen Verwertung entzogen. Sie besetzen damit dauerhaft wertvollen Baugrund, der nicht aufgewertet werden wird. Dieses Haus ist eine alternative Enklave inmitten eines Stadteils, der zunehmend abgerissen und neu hochgezogen wird.
Ich bin von den Bewohnern in der Bergiusstraße um nichts gebeten worden. Vielmehr habe ich festgestellt: Das sieht Scheiße aus, das will ich ändern. Mit meiner geballten Ladung Kunst verbinde ich nicht den Anspruch, andere hätten mit ähnlichen ästhetischen Konzepten aufzuwarten.
Allerdings verbinde ich damit den Anspruch, etwas geistvoller vorzugehen. Es ist in diesem Land erlaubt, selbst zu denken und kluge Entscheidungen zu fällen. Wand ist nicht gleich Wand!

NACHTRAG:

Ich konnte mein Projekt nicht beenden. Eine Bewohnerin der Bergiusstraße hat das verhindert. Mit dem einfachen Argument: „Ich will das nicht, weil ich nicht gefragt wurde,“ hat sie jegliche Bereitschaft, sich auch nur ansatzweise mit meiner Arbeit und der konstruktiven Intention zu beschäftigen, abgelehnt.

Abgesehen davon, dass ich mich nicht zum Spielball interner bescheuerter Machtspielchen machen lasse, bewegt sich diese Art und Weise des Denkens, Argumentierens und Handelns vollkommen auf geistigem AfD-Niveau!

Als Künstler mag ich mich mit dem unfertigen Ding nicht abfinden. Halbe Sachen sind nicht meine Welt. Als Perfektionist funktioniere ich vielmehr nach dem Motto DOPPELT ODER NICHTS.

In diesem Sinne gebe ich mich geschlagen. In künstlerischer Konsequenz fordere ich alle taggenden Kollegen dazu auf, über meine Werke drüberzugehen und den Urzustand der Fassade wieder herzustellen.

TAG IT!

CROSS IT!

WAITING FOR GREAT BOMBINGS!




Siehe --> Art Attack Altona I
Siehe --> Art Attack Altona II
Siehe --> Art Attack Altona III

		
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Art Attack Altona III

Bergiusstraße / Altona

16.09.2016

16 Uhr:

19 Uhr:

 

 

Bild ohne Zeichnung 3
„Bild ohne Zeichnung 3“ (Hängt unterm „Pimmel-Puma“)
vgl.: –> hier

 

 

Siehe --> Art Attack Altona I
Siehe --> Art Attack Altona II
siehe: --> Art Attack Altona IV

Vorschau Art Attack Altona II

produktion-artattack-ii-web
Iven Einszehn: Produktion: Blick ins Atelier.


siehe: --> Art Attack Altona I
siehe: --> Art Attack Altona III
siehe: --> Art Attack Altona IV

Art Attack Altona I

Bergiusstraße / Altona

12.09.2016

15 Uhr:

17 Uhr:


Die Wand muss voller werden. Nächste Woche geht’s weiter. Vielleicht entdeckt bis dahin jemand die Gelegenheit, seine  Kunst dazu zu kleben — Platz ist genug …


„ART ATTACK – REAL STREETWOK“

Lack und Marker auf Papier / cutout | H 105 x B 70 cm

vgl.: –> Dirtygrafie


Iven Einszehn: "Empty Nr.1"„Empty Nr.1“
Lack und Marker auf Papier / cutout
H 82 x B 67 cm


„Empty Nr.2“
Marker auf Buchseite/ cutout
H 33,5 x B 26,5 cm


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„Tribute to OZ (zweiteilig)“
Offsetdruckfarbe auf Papier (Druck von Trittschalldämmung)

vgl.: –> OZ


„Vincent 34“
Linoldruckfarbe und Marker auf Papier / gerissen
H 34 x B 29 cm

vgl.: –> Vincent


„Fischgrätenfische“
Offsetdruckfarbe auf Buchseiten (Gummidruck) /gerissen oder cutout
vgl.: –>
KUNSTANSTALT HAMBURG


 

o.T. (frech)

Linoldruckfarbe (Abklatschzeichnung) und Marker auf Papier

H 48 x B 44 cm

vgl.: –> Bilder


siehe: --> Art Attack Altona II
siehe: --> Art Attack Altona III
siehe: --> Art Attack Altona IV

Die KUNSTANSTALT sagt:

„Tschüs, Halle!“
Auf dem Weg zum Bahnhof lag noch n bisschen streetart rum, eingesammelt am LaBim und in der Innenstadt …

 


LaBim

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LaBim-02-kleiner

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NichtLaBim

Innenstadt-01-kleiner

Innenstadt-02-kleiner

Innenstadt-03-kleiner

Innenstadt-04-kleiner

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Innenstadt-06kleiner

Innenstadt-07-kleiner

Innenstadt-08kleiner


 

Kunstanstalt in Halle II

Annlässlich des Geheimbesuchs der KUNSTANSTALT Hamburg in Halle habe ich heute eine weitere Industrieruine erforscht, die Freyberg-Brauerei in Glaucha:

 

 

KUNSTANSTALT in Halle

Die KUNSTANSTALT Hamburg ist zu Besuch in Halle. Falls ihr jetzt denkt: Super, da geh ich hin, dann habt ihr Pech, denn die KUNSTANSTALT ist zu Geheimbesuch auf einer privaten Kunst-Party. Eine p-ART-y also.

Bei der Gelegenheit bin ich bereits einige Tage eher angereist, um ein wenig nach Graffiti und streetart zu forschen. In Wahrheit bin ich also nur hergekommen wegen der verrotteten Häuser und Industrieanlagen, welche die ostdeutschen Städte (jedenfalls für mich) einzigartig verlockend machen. Hier tobt die Kunst und hier tobt sich der Nachwuchs aus und übt was das Zeug hält …

(Alle Fotos aufgenommen in einer aufgegebenen Industrieanlage am Reileck, vis-á-vis Kunstkiosk Hr. Fleischer.)

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Mein heimlicher Favorit:
Das Klavier. Ein kleiner Genistreich :-)

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(Urheber) Rechtliches

Aus gegebenem Anlass:
Ich bin alleiniger Urheber der Idee / des Konzepts KUNSTANSTALT.
Zwar habe ich anfänglich die KUNSTANSTALT als Gemeinschaftsprojekt mit TheStupidAlex (TSA) dargestellt, womit ich TSA in protegierenderweise in der öffentlichen Darstellung einen gleichwertigen Anteil eingeräumt habe, und ich habe TSA sogar gestattet, mein Konzept KUNSTANSTALT in der Zwischenprüfung zu benutzen.
Das hebt weder das begangene Plagiat noch meine Rechtsansprüche auf. Ich bleibe Urheber der Idee und des Konzepts KUNSTANSTALT. TheStupidAlex hatte niemals einen Funken Anteil daran, er war lediglich temporärer Nutznießer meiner Schöpfung.
Mittlerweile habe ich die Zusammenarbeit mit TSA aufgekündigt.
TheStupidAlex hat nicht das Recht, mein Konzept KUNSTANSTALT zu verwenden.
Was TheStupidAlex neuerdings als KUNSTANSTALT KASSEL präsentiert, ist ein Plagiat.
Iven Einszehn: „Dummheit kennt keine Zweifel“
Triptychon
Stickerei auf Fundholz / lasiert
TSA mag sich für ganz besonders pfiffig halten, indem er mein Konzept umformuliert, leicht modifiziert oder banal mit anderen Worten darstellt. Es ist aber völlig unerheblich, wenn etwa das Wort Discountkunst durch Low-Budget-Kunst ersetzt wird. Der geistige Diebstahl meines Konzepts bleibt, denn ein Konzept beruht auf seinem Inhalt.
Und der Inhalt meines Konzepts besteht in der Verbindung des Begriffs KUNSTANSTALT mit Kunst zu Billigpreisen.
Iven Einszehn: „Dummheit kennt keine Zweifel“
Triptychon
Stickerei auf Fundholz / lasiert
Es wird immer Menschen geben, die es dringend nötig haben, sich dummdreist an den Ideen anderer zu bedienen, weil sie nicht imstande sind, eigene schlüssige Konzepte zu entwickeln. Allein das ist ein ausgesprochen peinliches Armutszeugnis, das viel über die geistige Kompetenz aussagt.
Noch peinlicher ist allerdings, dass TheStupidAlex mein Konzept in seiner vollkommenen Einfachheit gar nicht verstanden hat, denn anders ist nicht zu erklären, wie er dazu kommt, die KUNSTANSTALT als Plattform für Künstler, die sonst keine haben, anzubieten.
Das ist an Dummheit kaum zu übertreffen – wie sich mit sehr wenig Verstand ganz leicht ergründen lässt:
Welchen Sinn sollte es eigentlich haben, Kunst von Künstlern, die sonst keine Plattform haben, ausgerechnet billiger anzubieten! Billiger, als was?! Als das, was es von denen auch sonst nirgendwo gibt?!
Immerhin steckt in dieser Idiotie der Ansatz einer eigenen Idee: Also TheStupidAlex, mach doch was ganz Eigenes draus, die ganze eigene Idiotenplattform! Aber Entschuldigung, auch hierin steckt ja wieder eine Idee von mir – denn dir selbst wäre diese Möglichkeit gar nicht in den Sinn gekommen …
Iven Einszehn: „Dummheit kennt keine Zweifel“
Triptychon
Stickerei auf Fundholz / lasiert

KUNSTANSTALT HAMBURG

Die KUNSTANSTALT HAMBURG ist vor wenigen Tagen von tumblr zu wordpress umgezogen.

Seit heute online sind die Galerien der Druckreihen

TILT – De Vlaamse Schilderkunst

TILT – Van Gogh und der Objektreihe

Kunst mit Knall.


Neu: Iven auf Twitter


 Warnung:

Der Kauf dieses Buches wird mit Lesen nicht unter 114 Seiten bestraft!

Elke-cover-vorn

Erhältlich bei Amazon für € 6,01

KUNST MIT KNALL bei Freiheit + Roosen

Die Objektreihe KUNST MIT KNALL aus der Kunstanstalt Hamburg ist ab sofort im Platten- und Technikladen Freiheit + Roosen in Hamburg St. Pauli erhältlich.

Kunst_mit_Knall_Haufen-web Das passt ganz gut, denn in Ralphs Plattenladen siehts teilweise ohnehin aus, als hätt ne Bombe eingeschlagen. Neben Tonnen von Schallplatten (Vinyl!) und gebrauchten Musikanlagen türmen sich Trödel, Krempel und Nippes, der sich in manchen Ecken hartnäckig weigert, aufgeräumt zu werden. Für die Einen ein Fall für den Trödeltrupp, für alle Anderen der besondere Charme dieses Musik- und Krempel-Geschäftes, das in seiner Art ein bißchen wie aus der Zeit heraus gefallen zu sein scheint 🙂

Stück für Stück ein Unikat

Freiheit + Roosen Kleine Freiheit / Ecke Paul-Roosen-Straße

Hamburg St. Pauli

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Kunstanstalt Hamburg / Kassel
Editionen der Kunstanstalt Hamburg / Kassel
Das Discountprinzip
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