Hamburgs Innensenator Grote geisteskrank

Das ist ja lustig. Wie man in der gestrigen Mopo lesen konnte, spricht Hamburgs Innensenator Grote im Zuge erfolgreicher Öffentlichkeitsfahndungen nach G 20 eine Warnung an linke Straftäter aus:

„Wir werden jetzt und in Zukunft auch Monate oder Jahre später noch Konsequenzen sehen“, sagte Grote. Das müsse jeder, der bei politischen Auseinandersetzungen auf der Straße Straftaten verübe, bedenken. „Das ist eine klare Botschaft an die Szene: Überlegt euch das gut. Und wenn ihr das unbedingt machen wollt, macht lieber einen Bogen um Hamburg“, drohte er.  (Zitat Mopo)

Absurderweise wurde der Rechtsanwalt Andreas Beuth, als ihm schockiert von den Ausschreitungen im Schanzenviertel zu G 20 ein ähnlicher Fauxpas über die Lippen kam, indem er anmerkte, solcher Scheiß sollte bitte eher in Pöseldorf stattfinden, von den Medien praktisch gelyncht.

Hamburgs Innensenator Grote, der bisher lediglich als größenwahnsinnig aufgefallen ist, schlägt nun in dieselbe Kerbe, indem er linken Straftätern empfiehlt, außerhalb Hamburgs tätig zu werden. Wie dumm ist das denn!

Immerhin wird damit deutlich, dass Grote geisteskrank ist, denn hätte er funktionstüchtige Hirnmasse, wäre ihm so ein Schwachsinn nicht unterlaufen!

Für dieses unfreiwillige Bekenntnis: Meinen persönlichen Dank.

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Frisch zerstört

Manche Streetart entsteht so gut versteckt, dass kaum ein Mensch sie je zu Gesicht bekommt. Die wenigen Malereien in den Industriehallen am Billbrookdeich etwa. Das ehemalige Walzwerk gammelte dort ordentlich vor sich hin, bis es vor wenigen Tagen über den Denkmalschutz hinweg abgerissen werden durfte.

So läuft das in Hamburg ja häufig: Geschichts- und Kulturinteressen werden wirtschaftlichen Interessen geopfert. Indem nicht in die Erhaltung investiert wird, werden Tatsachen geschaffen, basta. Schuldfragen werden nicht geklärt. Der Kapitalismus siegt und zeigt mit dem Abrissbagger, was er drauf hat …

 

Zerstört:

Werke von TOKAE

 

Unfreiwilliges Beispiel herausragender KlempnerKUNST …

 

Die Zeit schafft immer wieder herausragende Morphologien, die man als Kunstwerke bloß entdecken muss …

 

TOKAE
Mopo: Altes Walzwerk abgerissen

 

Netzfundstücke: Der Penis-Pilz

O Mann, fast vergessen: Der Penis-Pilz hatte vor gut einer Woche einen Gastauftritt in der Mopo:

Der Penis-Pilz / snapshot mopo-de
Der Penis-Pilz / snapshot mopo-de

Bitte?!

Sieht schon auf den ersten Blick ein kleines bisschen wie ein richtiger Penis aus?

Ich hab direkt mal die Hosen runter gelassen und mehr als einen ersten Blick gewagt. Ich wollte es genau wissen. Ich hab also zweimal hin gesehen.

Bei der Gelegenheit gebe ich unumwunden zu – ich hab mir über die Jahrzehnte echt Mühe gegeben, das Ding da unten ganz ordentlich zu zerficken. Stundenlang und bisweilen mehrmals nacheinander. Ein tragisches Ende (Foto!) ist mir bis heute allerdings erspart geblieben:

Weder sind die Schwellkörper völlig zerfranst und hängen in Fetzen, als wollten sie ein unbrauchbares Tarnnetz um den Samenleiter legen. Noch ist die Eichel zu einer Art verrottetem Klappschirm deformiert.

Vielleicht ist ja das der Grund dafür, weshalb mein Schwanz sowas von gar nicht dazu taugt, Frauen Orgasmen zu verschaffen!


Neu: Iven auf Twitter

Neues Buch: Es geht auch ohne Elke, Elke


 

Nachtrag:

Mir dämmerte, da war noch was. Also hab ich noch einmal nachgesehen. Im Gegensatz zum Penis-Pilz, der auf den ersten Blick kein bisschen wie ein richtiger Penis aussieht, höchstens wie ein moderner Dildo, der wiederrum auf den ersten Blick als solcher kaum zu erkennen ist, weil es Dildos heutzutage in absurdesten Formen und Ausführungen gibt, so dass ihr Zweck kaum noch erkennbar ist, damit sich niemand schämen muss, autosexuellen Kram zu besitzen und zu praktizieren, weil auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, … äh …

Also: Im Gegensatz zum Penis-Pilz habe ich sogar zwei prächtige Hoden. Die Dinger sind mir in der letzten halben Stunde doch etwas aus dem Sinn geraten. Ich arbeite zuviel …

Die Stadt, Dein Müll & Ich

Alle Welt regt sich darüber auf, dass und wenn sich der Müll in hässlichen Ecken auftürmt. Die Boulevardpresse nimmt sich solcher Angelegenheiten gerne an, ist halt nicht so anstrengend, sich über sowas den Kopf zu zerbrechen. Nennenswerte Berichte zu Politik, Rassismus, Ausbeutung, Flucht und Vertreibung, gar den Mangel an Humanismus sind deren Zeitungslesern kaum zuzumuten, schon gar nicht auf einer differenzierten, klugen, gar kritischen Ebene, die das Bewußtsein schärfen und damit eine Bewußtseinsschärfung fördern würde.
Die Mopo betreibt seit einiger Zeit unter dem Aufruf „Stoppt die Müllferkel“ eine interaktive Denunziationskampagne. Da kann der brave Bürger Hamburgs Schmuddelecken fotografieren und auf der Karte eintragen. Denn wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann hier, am Fehlverhalten der Bevölkerung. Das sieht jeder ein, und keiner findet das gut, was da los ist in der Stadt, da besteht Handlungsbedarf und zwar unverzüglich.
Snapshot_Denunziation-Mopo-de
Beispielhafte Denunziation einer Schmuddelecke auf mopo.de
Kleiner Tipp: Wer sich die Kosten für die Sperrmüllabholung sparen möchte, klumpt seinen Kram hinters Haus, macht n Foto, läd das hoch und mit ein wenig Glück sorgt die Saubermopo dafür, dass da mal so richtig aufgeräumt wird. Keine Sorge, liebe Müllabfuhr, euer Geschäftsmodell ist nicht in Gefahr, niemals würde die niedere Presse der naheliegenden Idee verfallen, die Sperrmüllabholung sollte kostenlos sein, doch nicht um Lösungsansätze für Probleme auf einfachster Ebene zu entwickeln.
Und noch ein Tipp: Lässt sich die Kampagne nicht erweitern? Ich kenne so viele Leute, die die Treppe nicht regelmäßig putzen. Mich selbst z.B. Letzen Herbst hab ich das mal gemacht, das ist so schön geworden, da zehre ich heute noch von. Foto hochladen, Adresse bekanntgeben.
Wie man schon hier sieht, sehe ich die Sache natürlich ganz anders – das war ja wieder mal klar. Ich bin ja sowas von anti-gegen-un-dafür, im Mittelalter hätten sie mich sofort verbrannt, weil ich dauernd komische Vorstellungen habe.
Es ist nämlich so: Vermüllte Orte sind mir nicht nur Materialquellen, sondern auch Orte der Inspiration. Bei meinen regelmäßigen Erntetouren in und auf pleite gegangenen Bauvorhaben, in Industriegebieten und auf Ödflächen, die hier und da mitten in der Stadt rumlungern wie aus einem Paralleluniversum teleportiert und ganz besonders in den letzten Ecken im Hafen, befinde ich mich stets im Schlaraffenland. Es ist sensationell, was die Leute so alles in die Elbe schmeißen, herrliches Arbeitsmaterial, das sich von den Gezeiten in den Uberbefestigungen verfängt und nur auf mich wartet und von den Zeiten, die es auf mich wartet eine einzigartige Oberflächenmorphologie entwickelt hat.
Ich bin deswegen total dafür, dass die Idiotie niemals ausstirbt. Bleibt alle totale Vollpfosten und schmeißt euren Krempel in die Gegend. Wenn irgendwo was liegt, tut was dazu. Ihr habt ja nicht angefangen damit und seid höchstens halb Schuld. Bleibt so asozial, die paar Meter zur Mülltonne nicht mehr zu finden, nur weil vorm Haus ein Baugerüst steht.
Asozial ist es übrigens auch, wie häufig ich mich mit der Polizei plagen darf, weil ich es wage, im Müll zu wühlen! Dabei ist es mit mir ganz einfach: Wenn ich eine Ödfläche betrete, und das tue ich selbstverständlich auch angenagelten, voll vernagelten Verboten zum Trotz, ist es dort anschließend immer etwas sauberer. Fündig werde ich immer, und wenn es nur ein rostiger Nagel ist.

Zum Schluss mein Dank direkt an dich:

Als Hamburger Oberexperte was letzte Ecken angeht, hab ich neulich in der Hafencity deinen ziemlich verwitterten Haufen alter Zwischenwände entdeckt und einen Großteil der verwertbaren Pappfüllungen geborgen. Ich danke dir für das tolle Zeug. Ich hab schon was draus gemacht – und einige der Werke letztes Wochenende zurück an ihren Geburtsort getragen, um sie dort zu fotografieren:

Mail_Sitzend-001
Iven Einszehn: Hafencitiyviecher 1
Mail_Stehend-005
Iven Einszehn: Hafencityviecher 2
Mail_Stehend-und-Sitzend-001
Iven Einszehn: Hafencityviecher 1 + 2
Mail_Wachhund-Wurm-004
Iven Einszehn: Hafencityviecher 3,
in Wahrheit: „Wachhund“
(in Privatbesitz)

Mopo at its best!

Niemand soll behaupten, die Hamburger Morgenpost würde uns nicht regelmäßig mit Schlampigkeiten versorgen. Wer sowas tut, ist Islamist oder Grieche, Pegida-Anhänger oder heißt Walter Ulbricht.

In der heutigen Ausgabe lässt die Mopo darüber abstimmen, ob es erlaubt sein sollte hässliche S-Bahnhöfe mit Graffitis zu verschönern. Wohlgemerkt: hässliche S-Bahnhöfe. Hässlichkeit ist nämlich eine allgemein gültige Tatsache, eine Art Naturgesetz, für jedermann sofort erkennbar, nicht zu diskutieren.

Snapshot-Mopo-01
Snapshot Hamburger Morgenpost 24.02.2015

Man könnte behaupten, schon hier bliebe sich die Mopo treu. Eigentlich kein Wort wert. Die Mopo würde als Hamburger Schwachsinnslieferant allerdings ihr Ziel, die Leserschaft in etwa auf dem eigenen geistigen Niveau zu halten, verfehlen, würde sie das vermeintlich liberale Ansinnen nicht konsequent ad absurdum führen. Mit dem IQ eines an ADS erkrankten Wurstbrotes fällt nämlich auf, dass die Mopo mal wieder nicht weiß, was sie will.

Snapshot-Mopo-02
Snapshot Hamburger Morgenpost 24.02.2015

 

Da werden die Leser einerseits gefragt, ob sie einer Bemalung von S-Bahnhöfen zustimmen, weil das die Bahnhöfe verschönern würde. Andererseits wird für die Ablehnung als Begründung absurderweise damit argumentiert, das seien illegale Schmierereien! Hä?!

Legal, illegal, scheißegal oder wie?!

 

Es lebe der Sprühling!