Die gute Nachricht

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Kleinigkeit aus dem rassistischen Alltag …

… den Grimme-Preis gibt‘ dafür nicht, aber locker drei Hakenkreuze:

Tja, das Problem mit dem Rassismus lässt sich eben nicht auf  die holzpfahlartigen Auswüchse von PEGIDA, AfD, Nazis, Stammtischparolen und einfacher Vollverblödung reduzieren. Es sind häufig die kleinen unbedachten Schnitzer, die den Rassismus ganz selbstverständlich in den Alltag transportieren.

Hier ist es die dumme Konnotation!

(Die ich nicht erötern werde – denn das bisschen Hirn setze ich voraus, um zu kapieren, dass es so mal gar nicht geht.)

Als Anregung für weitere Artikel in der Tegernseer Dorfzeitung hätte ich anzubieten:

  • Jugendliche unfreundlicher als Flüchtlinge
  • Grau häßlicher als Flüchtlinge
  • Müll stinkender als Flüchtlinge

und natürlich:

  • Maxi Hartberger dümmer als Flüchtlinge!


Bei der Gelegenheit:

Amnesty International hat vor wenigen Wochen eine große antirassistische Kampagne gestartet. Tu was gegen den Rassismus im Alltag. Besorg dir bei Amnesty Kampagnenmaterial. Es gibt Infobroschüren, Postkarten, Poster, Aukleber, Buttons. Alles kostenlos. Zeig der Welt, dass Du den Durchblick hast und verschaff jenen, denen es daran mangelt, den allernötigsten Hintergrund, um das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen!

amnesty
Kampagne gegen Rassismus in Deutschland

 

Deutschland rassistisch Vaterland

Es vergeht kein Tag ohne Schreckensmeldungen.

Die von Presse, Funk und Fernsehen breit getretene Willkommenskultur wird in den Medien zunehmend abgelöst von undifferenzierten Übervölkerungsängsten.

Flucht- und Vertreibungsursachen werden zunehmend unterschlagen und / oder ignoriert. Deutschland ist Weltmeister in Waffenexport und Ausbeutung. So wie jedes andere selbsternannte zivilisierte Land auch. Wir sind nicht die Guten, wir waren es noch nie. Aber gutzumachen haben wir so einiges. Jederzeit.

Die Überforderung von Städten und Gemeinden, die, obwohl sie nicht erst seit wenigen Wochen, sondern seit Monaten, teils sogar seit Jahren gewusst haben, was auf sie zukommen könnte, wird als Quasi-Schuld auf die Flüchtlinge übertragen. Getreu dem Motto: Wärn die nicht hier, hätten wir die Probleme nicht.

Das Chaos, das in Flüchtlingsunterkünften, bei Unterbringung, Versorgung und Bearbeitung der Fälle herrscht, liegt in der Schuld des Staates, nicht der Geflüchteten!

Ihnen ist überhaupt kein Vorwurf zu machen, sie wollen bloß ein besseres Leben. Oder bloß überleben.

Das einfache Muster aufgeweichter Nazi-Birnen:

Nach der zehnten Vergewaltigung käme kein Idiot auf die Idee, es gäbe zuviel Frauen.

In Bezug auf Flüchtige herrscht aber exakt diese grunddumme Denke!

(Ursache und Wirkung werden aber auch gerne verwechselt, wenn man praktisch von nix Ahnung hat …)

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Aus gegebenem Anlass:

Aktuelle Zahlen der Statistik, die ich hier vor einem Monat veröffentlicht habe (Stand 09.10.2015):

 

Angriffe auf Unterkünfte: 362 (+ 57 zum Vormonat)

Davon Brandanschläge: 70 (+25 zum Vormonat)

Davon sonstige Angriffe auf Unterkünfte (Stein-/Böllerwürfe, Schüsse, rechte Schmierereien etc.): 292 (+ 32 zum Vormonat)

Tätliche Übergriffe (Körperverletzung): 88 (+ 11 zum Vormonat)

Körperverletzte: 172 (+ 32 zum Vormonat)

Flüchtlingsfeindliche Kundgebungen/Demonstrationen (D): 213 (+59 zum Vormonat)

Hier gehts zur Chronik flüchtlingsfeindlicher Übergriffe

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Neu: Iven auf Twitter

KoZe verteigen II

Heute, am frühen Morgen, ist die Polizei in Besatzungsmanier erneut auf dem Gelände des KoZe angerückt, um einen weiteren Bauzaun zu errichten. Dieser zweite Bauzaun, eng am durch die Aktivisten genutzten ehemaligen Kindergarten, raubt dem KoZe nun den bisher lebhaft bespielten Innenhof.

Wie schon beim ersten Übergriff wurde die Maßnahme nicht angekündigt. Kein Wunder, da hätte man ja miteinander reden müssen, diskutieren, argu-men-tie-ren! Gerade Letzteres ist dem Sprecher der Finanzbehörde, Daniel Stricker, schlicht wesensfremd. In seiner Art, ätzende Kommentare abzuliefern und sinnfrei diffamierend rumzukötern, könnte er sich bei den Dorfnazis in Heidenau einreihen und würde gar nicht weiter auffallen.

Heute vormittag wurden ein Spielplatz und alle Installationen auf dem Hof plattgemacht; Nutzung und Besitztumrechte wurden ignoriert. Gleichzeitig wurden Wasserwerfer vorgefahren, die Norderstraße wurde durch die Polizei abgesperrt. Nicht einmal die Presse wurde durchgelassen. Maßgeblich, weil Bäume gefällt wurden, es zu gefährlich sei. Weshalb gefällte Bäume Polizisten nicht gefährden, die Presse hingegen schon, sei dahingestellt. Der Rechtsbruch nicht. In Deutschland ist die Pressefreiheit in Artikel 5 des Grundgesetzes verbrieft.

Man sollte jedem einzelnen Polizisten jeden Tag aufs Neue einbläuen, dass er jederzeit das Recht hat, zu remonstrieren! Die Remonstration ist – kurzgesagt – das Recht, einen Befehl zu verweigern, wenn er illegal ist. Dass ein Polizist sich auf diesem Wege flott mal die Zukunft versaut, ist klar – dass es vielen Menschen total schwerfällt, ein anständiger Mensch zu sein, gleichzeitig aber auch!

Eine Demokratie braucht solche Arschlöcher nicht. Wir wissen, dass es nur aufgrund solcher Arschlöcher gelingen konnte, ein drittes Reich zu schaffen! Liebe Polizisten, beschwert euch nicht, dass ihr immer wieder als Nazis beschimpft werdet. Gebärdet euch eben als aufrechte Demokraten!

Infolge des Übergriffes durch die Polizei gab es heute ab 19 Uhr erneut eine Demo zum Erhalt des KoZe. Kleinere Feuerwerke wurden abgebrannt, vereinzelt hörte man eine Flasche klirren oder ein Böllerchen explodieren. Diese Minimalereignisse, die mit ein bisschen Augenmerk und gesundem Menschenverstand keine Silbe wert sind, gereichen der Polizei immer wieder zu geistloser Eskalation, damit die Jungs in den Wasserwerfern ein bisschen was erleben und der kleine Sadismus auf der Straße von jedem verkümmerten Ego in marzialischer Uniform im Namen des Staates ausgelebt werden kann.

Poliz-01
Demo zum Erhalt des KoZe Hamburg 02.09.2015
Begrüßungskomitee der Polizei
Demo-01
Demo zum Erhalt des KoZe Hamburg 02.09.2015
Bengalos verbreiten den Geruch von Freiheit!
Demo-02
Demo-03
Nr-EA
Demo zum Erhalt des KoZe 02.02.2015
Sichere Notiz: Tele des Ermittlungsausschusses
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Demo zum Ergalt des KoZe 02.09.2015
Begrüßung im Gängeviertel.
Es ist schön, dort anzukommen, ihr seid immer wieder geistreich.

Dass diese Demo trotz mehrfacher Drohungen aus den Wasserwerfern nicht in Grund und Boden geprügelt wurde, liegt sicher nicht daran, dass die Hamburger Polizei an plötzlicher Besonnenheit leiden würde. Dafür ist die Polizei in Hamburg so wenig bekannt, wie die Polizei in Dresden.

Hätte die Polizei in Hamburger Manier überreagiert, weil irgendwo eine Flasche runterfällt, hätte sie den Weg für Eskalationen am 05. September auf dem Schanzenfest und am 12. September zur antifaschistischen Großdemo bereitet.

Auch wenn die Hamburger Polizei sich oft extrem dumm aufführt – so bauernschlau ist sie dann doch, ihre Strategien mit Kalkül zu bedenken: Heute hatten wir also wohl nur Glück, weil unsere Rücken durch die nahen Termine gestärkt sind.

Was die Hamburger Polizei heute einmal mehr bewiesen hat: Sie geht bereitwillig mit dicken Eiern auf den Straßenstrich des Kapitalismus. Nutten, die uns eine unerwünschte Dienstleistung dieser Art aufdrängen, brauchen wir nicht …

Unsere KoZe
gegen eure Scheiße!

UND: Eine KoZe
für jeden Stadtteil!